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		<title>Peak TV? Too much TV</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Marietta Steinhart]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 28 Mar 2023 18:30:43 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[<p>Unsere Autorin ist nach zehn Jahren USA nach Wien zurückgekehrt. Diese Woche erscheint ihr letztes BROOKLYN BULLETIN; fortan wird sie monatlich aus der österreichischen Hauptstadt kolumnieren. Wenn Leute herausfinden, was ich beruflich mache, fragen sie mich gerne, was sie sich ansehen sollen. Meine erste Antwort ist, mich am Kopf zu kratzen, weil wir es mit einem Schwall von „Content“ zu tun haben (ich hasse dieses Wort, aber mehr ist es oft leider nicht). Das Fernsehen ging von der Goldenen Ära [&#8230;]</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p><em>Unsere Autorin ist nach zehn Jahren USA nach Wien zurückgekehrt. Diese Woche erscheint ihr letztes BROOKLYN BULLETIN; fortan wird sie monatlich aus der österreichischen Hauptstadt kolumnieren.</em></p>
<p>Wenn Leute herausfinden, was ich beruflich mache, fragen sie mich gerne, was sie sich ansehen sollen. Meine erste Antwort ist, mich am Kopf zu kratzen, weil wir es mit einem Schwall von „Content“ zu tun haben (ich hasse dieses Wort, aber mehr ist es oft leider nicht). Das Fernsehen ging von der Goldenen Ära der späten 1990er und 2000er, von den <em>Sopranos</em>, <em>The Wire</em> und <em>Breaking Bad</em>, direkt zu Peak TV über (z.B. zu <a href="https://filmfilter.at/sofa-surfer/jedes-ende-ist-auch-ein-anfang/">dieser</a> oder <a href="https://filmfilter.at/sofa-surfer/fabelhaftes-finale/">dieser</a> Produktion). Es wurde so gut, dass jede:r mitmachen wollte, und Streaming öffnete die Schleusen nicht nur für grenzenlose kreative Freiheiten, sondern auch für eine schier überwältigende Menge an Unterhaltung. Das überfordert viele. Ganz im Sinne von Franz Kafka: „Ich bin frei, und deshalb bin ich verloren“.</p>
<p>John Landgraf, der FX-Chef, der 2015 den Begriff „Peak TV“ prägte, brachte es am besten auf den Punkt, als er sagte: <a href="https://variety.com/2015/tv/news/tca-fx-networks-john-landgraf-wall-street-1201559191/" target="_blank" rel="noopener">„Es gibt einfach zu viel Fernsehen“</a>.  Kürzlich hat er seine Theorie noch einmal bekräftigt und gemeint, dass 2022 das letzte Hurra war, der große Höhepunkt, auf den ein Rückgang folgen wird. <a href="https://www.indiewire.com/2023/01/peak-tv-will-reverse-by-30-percent-1234799416/" target="_blank" rel="noopener"><u>Solange es „fünf, sechs, sieben oder acht Streaming-Dienste“ gebe, so Landgraf, könne der Rückgang „etwa 20 bis 30 Prozent“ betragen.</u></a> Natürlich ist es möglich, dass Landgraf daneben liegt und selbst er gibt zu, dass es nicht das erste Mal wäre. Sicher ist jedoch, dass der aktuelle Weg des Fernsehens nicht nachhaltig ist, sowohl für die Macher als auch für uns Zuschauer.</p>
<p><iframe class="zeen-lazy-load-base zeen-lazy-load" title="YouTube video player" src="about:blank" data-lazy-src="https://www.youtube.com/embed/PjElOuIECdE" width="560" height="315" frameborder="0" allowfullscreen="allowfullscreen"></iframe><noscript><iframe title="YouTube video player" src="https://www.youtube.com/embed/PjElOuIECdE" width="560" height="315" frameborder="0" allowfullscreen="allowfullscreen"></iframe></noscript></p>
<p>Im Jahr 2022 hat allein das US-Fernsehen (inklusive Streaming) satte <a href="https://variety.com/2023/tv/news/peak-tv-tally-599-original-scripted-series-aired-2022-1235487593/" target="_blank" rel="noopener"><u>599 geskriptete Originalserien</u></a> (in englischer Sprache, für Erwachsene) produziert – ein neues Allzeithoch. Zum Vergleich: Vor zehn Jahren, im Jahr 2012, als die Streaming-Revolution gerade in Gang kam, lag die Zahl bei 288. Aber bald gab es Ärger im Paradies und irgendwann war klar, dass die Ära des Kaufrausches vorbei ist. Dafür begann das Zeitalter der Streaming-Kriege.</p>
<p>In den vergangenen zehn Jahren haben Unternehmen wie Netflix, Disney, Amazon und Apple mit Geld regelrecht um sich geworfen, oft ohne Gewinne zu machen, um Kunden für ihre Streamer zu gewinnen. Netflix berappte allein für <em>The Irishman</em> mehr als 225 Millionen Dollar. Und während alle sich stritten, haben wir davon profitiert. Es gab mehr Auswahl für uns. Es war billig. Es gab keine Werbung und es gab Serien, die früher kaum je gedreht worden wären. Es war ein Segen für Kreative, die experimentieren konnten.</p>
<p>Das konnte nicht ewig gut gehen. Netflix verlor voriges Jahr zum ersten Mal Abonnent:innen. Die Aktien des Streamers stürzten ab und bald sahen sich auch andere Unterhaltungsunternehmen gezwungen zu reagieren. Das hat zu Projektabbrüchen, Entlassungen, steigenden Preisen, Passwort-Sharing-Verboten und billigeren Abos mit Werbung geführt. Dass Netflix Episoden von Publikumshits wie <em>Stranger Things</em> und <em>You</em> in Stapeln veröffentlicht hat (und nicht alle auf einmal wie früher), ist teilweise eine Folge von Wachstumsbedenken. Netflix möchte, dass wir über Monate hinweg angemeldet bleiben, anstatt alle neuen Folgen an einem Wochenende anzusehen und dann zu kündigen. Und neue Casting-Shows (die vor nicht allzu langer Zeit als „Unterschichtenfernsehen“ auf nachgeordneten Privatsendern galten) weisen den Weg: So sieht der Streaming-Sektor immer mehr aus wie die alte Kabel- und Rundfunkindustrie, die er verdrängt hat.</p>
<p><iframe class="zeen-lazy-load-base zeen-lazy-load" title="YouTube video player" src="about:blank" data-lazy-src="https://www.youtube.com/embed/RS3aHkkfuEI" width="560" height="315" frameborder="0" allowfullscreen="allowfullscreen"></iframe><noscript><iframe title="YouTube video player" src="https://www.youtube.com/embed/RS3aHkkfuEI" width="560" height="315" frameborder="0" allowfullscreen="allowfullscreen"></iframe></noscript></p>
<p>Ein <a href="https://www.nexttv.com/news/is-peak-tv-is-finally-over-us-scripted-series-orders-are-down-24-in-the-back-half-of-2022" target="_blank" rel="noopener"><u>Bericht von Ampere Analysis</u></a> stimmt mit den Prognosen überein. Hollywood-Studios und große Streaming-Dienste reduzierten in der zweiten Hälfte des vergangenen Jahres ihre Bestellungen von Serien für Erwachsene, die für die USA bestimmt sind, um 24 Prozent (nicht eingerechnet Big-Tech-Töchter wie Apple TV+ und Amazon Prime Video). Im Vergleich zu 2019 ist das ein Rückgang um 40 Prozent. Die <em>Anything goes</em>-Mentalität weicht womöglich einer Zeit der Austerität. <a href="https://www.nytimes.com/2022/12/18/business/media/streaming-tv-shows-canceled.html" target="_blank" rel="noopener"><u>„</u><u>Das goldene Zeitalter des Streamings verblasst plötzlich“</u></a> schrieb auch John Koblin von der New York Times. <a href="https://www.nytimes.com/2022/07/20/technology/streaming-netflix.html" target="_blank" rel="noopener"><u>„Bald zahlen wir vielleicht mehr für weniger gute Optionen, denken wehmütig an die alten Tage der grenzenlosen Streaming-Binges und schauen lästige Werbung“</u></a>, schrieb schon vorigen Sommer Koblins Kollegin Shira Ovide.</p>
<p>Wenn Produzenten in Hollywood keine Risiken mehr eingehen, dann haben wir in Zukunft vielleicht mehr <em>Lord of the Rings</em> und weniger <em>I Love Dick</em> oder mehr <em>Bridgerton</em> und weniger <em>Squid Game</em>. Aber wer weiß: Vielleicht ist es ja auch das Ende der großen Verschwendung und der Beginn neuer Qualität.</p>
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		<title>Mom, I just won an Oscar!</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Marietta Steinhart]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 13 Mar 2023 18:30:50 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[<p>Oscars 2023: vom Flüchtlingsboot nach Hollywood. Der Amerikanische Traum wurde für tot erklärt, doch sieht man sich die 95. Oscars an, ist er lebendiger denn je – zumindest in der Traumfabrik. Niemand wurde bei den diesjährigen Oscars gewatscht, und auch sonst gab es keine ungeplante Action. Nein, hier lief alles glatt. Der Teppich war nicht rot, sondern schön champagnerfarben, und das Bühnenbild war makellos in vergoldeten Glamour im Great-Gatsby-Stil eingetaucht. F. Scott Fitzgeralds reueloser Romantiker Jay Gatsby mag am American [&#8230;]</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p><em>Oscars 2023: vom Flüchtlingsboot nach Hollywood. Der Amerikanische Traum wurde für tot erklärt, doch sieht man sich die 95. Oscars an, ist er lebendiger denn je – zumindest in der Traumfabrik. </em></p>
<p>Niemand wurde bei den diesjährigen Oscars gewatscht, und auch sonst gab es keine ungeplante Action. Nein, hier lief alles glatt. Der Teppich war nicht rot, sondern schön champagnerfarben, und das Bühnenbild war makellos in vergoldeten Glamour im <em>Great-Gatsby</em>-Stil eingetaucht. F. Scott Fitzgeralds reueloser Romantiker Jay Gatsby mag am American Dream gescheitert sein, aber Sonntagabend wurden in Hollywood wieder einmal Träume wahr und die Gewinner:innen wollten, dass wir das auch spüren.</p>
<p>Michelle Yeoh gewann einen verdienten Oscar als beste Hauptdarstellerin in <em>Everything Everywhere All at Once</em> und begann ihre Rede damit, dass sie „ein Leuchtfeuer der Hoffnung“ für alle Buben und Mädchen sei, die aussehen wie sie. „Das ist der Beweis, dass Träume wahr werden.“ Die 60-jährige Malaysierin, in Asien längst ein Mega-Star, spielt eine chinesische Waschsalonbesitzerin in Amerika, die zur Superheldin wird und am Ende sogar ihre Steuern zahlen will! Die sieben Oscars, die das Mid-Budget-Indie-Movie der „Daniels“ gestern Abend abräumte, waren eine wichtige Wertschätzung der asiatisch-amerikanischen Kultur und des Lebens von Einwanderern in Amerika.</p>
<p>„This is the American dream!“ (in der besten Art von Multiversum ist es das wahrscheinlich), rief der in Vietnam geborene Ke Huy Quan, nachdem er als bester Nebendarsteller im selben Film ausgezeichnet worden war. Als Bootsflüchtling sei er in Amerika angekommen, jetzt stehe er auf Hollywoods größter Bühne: „Mama, ich habe gerade den Oscar gewonnen!“ schrie er ins Mikrofon.</p>
<p><iframe class="zeen-lazy-load-base zeen-lazy-load" title="YouTube video player" src="about:blank" data-lazy-src="https://www.youtube.com/embed/zFRIu7ehZl0" width="560" height="315" frameborder="0" allowfullscreen="allowfullscreen"></iframe><noscript><iframe title="YouTube video player" src="https://www.youtube.com/embed/zFRIu7ehZl0" width="560" height="315" frameborder="0" allowfullscreen="allowfullscreen"></iframe></noscript></p>
<p>Bei ihrer Mutter bedankte sich auch seine Filmkollegin Jamie Lee Curtis unter Tränen und widmete ihren Award als beste Nebendarstellerin ihren verstorbenen Eltern Tony Curtis und Janet Leigh, die nie einen Oscar bekamen, für ihre Rollen in <em>The Defiant One</em> (1958) und <em>Psycho</em> (1960) aber wohl einen verdient hätten.</p>
<p>Brendan Fraser nahm den Preis als bester Hauptdarsteller für die Rolle eines sterbenden, übergewichtigen, homosexuellen Lehrers in Darren Aronofskys Drama <em>The Whale</em> entgegen. Der 54-jährige Schauspieler, der um die Jahrtausendwende mit dem Abenteuerfilm <em>The Mummy</em> zum Star wurde, verschwand in einem Karriereloch (Metoo avant la lettre), aber Hollywood hat schon oft bewiesen, wie sehr es auf ein gutes Comeback steht.</p>
<p>Diese großen Gewinner der Oscars 2023 standen größtenteils im Voraus fest. Der Sieg von <em>Everything Everywhere All at Once</em> für den besten Film war in Stein gemeißelt, bevor der Abend begann, es mangelte also ein wenig an Spannung. Für so einen erwartbaren Verlauf der Show wäre dann auch kein Krisenteam (das heuer für unerwartete Katastrophen wie Will Smiths Ohrfeige eingestellt wurde) nötig gewesen.</p>
<p><iframe class="zeen-lazy-load-base zeen-lazy-load" title="YouTube video player" src="about:blank" data-lazy-src="https://www.youtube.com/embed/wxN1T1uxQ2g" width="560" height="315" frameborder="0" allowfullscreen="allowfullscreen"></iframe><noscript><iframe title="YouTube video player" src="https://www.youtube.com/embed/wxN1T1uxQ2g" width="560" height="315" frameborder="0" allowfullscreen="allowfullscreen"></iframe></noscript></p>
<p>Die Show begann damit, dass Moderator Jimmy Kimmel nach einer kurzen <em>Top-Gun</em>-Parodie buchstäblich mit dem Fallschirm auf der Bühne landete. Er hat die Oscar-Ohrfeige des vergangenen Jahres nicht gescheut, aber er hat sich auch nicht allzu lange damit aufgehalten. Wer auch immer diesmal Gewalt anwende, so der Moderator: „Sie erhalten den Oscar für den besten Schauspieler“.</p>
<p>Natürlich hat niemand Gewalttaten begangen an diesem Abend oder sonst etwas Außergewöhnliches getan. Die ABC-Muttergesellschaft Disney hat schamlos Werbung für ihre Live-Action-Version von <em>The Little Mermaid</em> gemacht, der Esel aus <em>The Banshees of Inisherin</em> (oder ein Esel, der den Esel spielt) erschien auf der Bühne, und David Byrne wedelte mit entzückenden Würstel-Fingern herum. Musikalischer Höhepunkt des Abends war aber zweifelsohne der Schnipsel aus „Top of the World“, gesungen vom Komponisten M.M. Keeravani, als „Naatu Naatu“, der Filmsong aus dem indischen Action-Epos <em>RRR</em> einen Oscar gewann. Für einen der emotionalsten Momente an diesem sonst recht realitätsfremden Abend sorgte Julija Nawalnaja, die Ehefrau des russischen Oppositionellen Alexej Nawalny, die den Preis für <em>Navalny </em>als besten Dokumentarfilm entgegen nahm.</p>
<p><iframe class="zeen-lazy-load-base zeen-lazy-load" title="YouTube video player" src="about:blank" data-lazy-src="https://www.youtube.com/embed/ZO8y0KXw6pg" width="560" height="315" frameborder="0" allowfullscreen="allowfullscreen"></iframe><noscript><iframe title="YouTube video player" src="https://www.youtube.com/embed/ZO8y0KXw6pg" width="560" height="315" frameborder="0" allowfullscreen="allowfullscreen"></iframe></noscript></p>
<p>Play it safe war also das Motto der Oscars 2023 und so fühlte sich der ganze Abend an: gut geölt und komplett programmiert. Das ist beim Live-Fernsehen aber ein Problem: Wenn nichts Unerwartetes passiert (außer vielleicht, dass Hugh Grant sein Gesicht als Hodensack bezeichnet), kann man nur mit den Achseln zucken.</p>
<p>Ob es gereicht hat, den <a href="https://www.statista.com/statistics/253743/academy-awards--number-of-viewers/" target="_blank" rel="noopener">freien Fall der Einschaltquoten</a> aufzuhalten, lässt sich noch nicht abschätzen. Da die Aufmerksamkeitskonkurrenz immer stärker wird und die Menschen zentrifugal von Oldschool-Kulturveranstaltungen wegzieht, kann die Existenzkrise der Oscars ohne weitere Runderneuerung nicht abgesagt werden. Weder Ohrfeigen noch die Träumer dieser Welt werden dafür sorgen.</p>
<p>Trotzdem kann man es schön finden, wie Mut, Risiko und Ausdauer belohnt werden können. „Wenn Filmhistoriker auf die 95. Oscar-Verleihung zurückblicken, könnten sie dies als den Beginn eines neuen New Hollywood markieren“,<a href="https://www.nytimes.com/live/2023/03/12/movies/oscars-academy-awards" target="_blank" rel="noopener"> schrieb Brooks Barnes</a> von der New York Times.</p>
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		<title>Die Waffen der Frauen</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Marietta Steinhart]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 08 Mar 2023 11:45:30 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[<p>Weltfrauentag, und der filmfilter feiert Frauen: Michelle Yeoh mit Würstel-Fingern, zwei Actioner von Kathryn Bigelow, eine Eighties-Ode an den weiblichen Ehrgeiz und mehr. Einmal im Jahr wird auf die Rechte und Errungenschaften meines Geschlechts aufmerksam gemacht – was in einer Welt echter Geschlechterparität nicht notwendig wäre, weil es so wäre, als würde man die Tatsache feiern, dass der Himmel blau ist. Aber hier sind wir nun einmal. Frauen mögen in Hollywood-Produktionen unerfreulicher Weise immer noch unterrepräsentiert sein, doch sind sie [&#8230;]</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p><em>Weltfrauentag, und der filmfilter feiert Frauen: Michelle Yeoh mit Würstel-Fingern, zwei Actioner von Kathryn Bigelow, eine Eighties-Ode an den weiblichen Ehrgeiz und mehr. </em></p>
<p>Einmal im Jahr wird auf die Rechte und Errungenschaften meines Geschlechts aufmerksam gemacht – was in einer Welt echter Geschlechterparität nicht notwendig wäre, weil es so wäre, als würde man die Tatsache feiern, dass der Himmel blau ist. Aber hier sind wir nun einmal.</p>
<p>Frauen mögen in Hollywood-Produktionen unerfreulicher Weise <a href="https://variety.com/2023/film/news/hollywood-glass-ceiling-report-study-small-percentage-of-movies-with-female-protagonists-women-1235545018/" target="_blank" rel="noopener">immer noch unterrepräsentiert</a> sein, doch sind sie natürlich das ganze Jahr über spannend – nicht nur am Weltfrauentag und nicht nur im Kino. Aber klar: Aus diesem Anlass fahren die Streamer ihre „weiblichen Geschütze“ auf. Kramt man in den Online-Bibliotheken, findet man zum Beispiel bei Sky Michaela Coels humoristische, tabubrechende Rachefantasie <strong><em>I May Destroy You </em></strong>(<a href="https://filmfilter.at/starkes-stueck/i-may-destroy-you/">Tipp hier</a>). Netflix hat eine eigene Damen-Kollektion und veröffentlicht zur Feier des Tages Vanessa Jopps neue deutsche RomCom <strong><em>Faraway</em></strong>. Wer ein bisschen tiefer gräbt, findet auch schöne Filme wie Lulu Wangs <strong><em>The Farewell</em></strong>.</p>
<p>Oder frau sieht sich flat auf Prime Video an, wie der Blick von Mary Harron auf Christian Bales perfekt geformtem Körper verweilt – auf die gleiche Weise, wie Männer seit Jahrzehnten Frauenkörper filmen. Wenige wissen, dass die Literaturverfilmung <strong><em>American Psycho</em></strong> von einer Frau stammt. Genauso wenig wusste ich als junges Mädchen, dass <strong><em>Point Break</em></strong> (flat bei Prime Video und Mubi) oder <em>Gefährliche Brandung</em>, wie er im Fernsehen hieß, von Kathryn Bigelow inszeniert wurde. (Leider realisierte ich erst mit Mitte zwanzig, dass der Blick einer Frau radikale neue Perspektiven eröffnen kann.) Der Kultklassiker aus dem Jahr 1991, der 2015 ein in meinen Augen zu frühes, unnötiges Remake hervorgebracht hat, ist eine actiongeladene Meditation über Männerfreundschaft, Gewalt und die vermeintliche Natur der Dinge, quasi ein Western im Wasser. Keanu Reeves hatte als Schauspieler noch einiges zu lernen, was den Film bei wiederholter Betrachtung auf eine großartige Weise unfreiwillig komisch macht, aber die charismatische Qualität von Patrick Swayze macht ihn auch zeitlos. Mehr Coolness geht nicht. Die Fallschirmsprung-Actionszene bleibt eine der besten, die jemals gefilmt wurden. Bigelow setzte grobe Handkameras ein, ein Stil, den sie später in <strong><em>The Hurt Locker</em></strong> (auch Mubi) perfektionieren würde. Mit diesem geschickt und präzis inszenierten Kriegsfilm über ein Bombenkommando im Irak versetzt sie die Zuschauer:innen mitten ins Geschehen – und erhielt als erste Frau einen Oscar für die beste Regie. Ein technisches Wunderwerk. (Und apropos Mubi: Dort läuft z.B. auch <a href="https://mubi.com/films/the-cat-has-nine-lives?lt=e1vnxpv8kbwtb4lao47ia1mcpo1qcqaz8gvtuz1679353428" target="_blank" rel="noopener">eine infektiös-feministische 68er-Farce</a>.)</p>
<p><iframe class="zeen-lazy-load-base zeen-lazy-load" title="YouTube video player" src="about:blank" data-lazy-src="https://www.youtube.com/embed/n14e2u35rUU" width="560" height="315" frameborder="0" allowfullscreen="allowfullscreen"></iframe><noscript><iframe title="YouTube video player" src="https://www.youtube.com/embed/n14e2u35rUU" width="560" height="315" frameborder="0" allowfullscreen="allowfullscreen"></iframe></noscript></p>
<p>Speaking of Action und Oscars. Sie können den Weltfrauentag auch mit dem Sky-Pop-up-Sender begehen und Michelle Yeoh dabei zusehen, wie sie von einem Paralleluniversum zum nächsten springt. Die Schauspielerin, in Asien schon seit Jahrzehnten im Hongkong Action-Kino ein Mega-Star, spielt mehrere Versionen von sich selbst im Film der Stunde, der wohl zu den Oscar-Lieblingen zählen wird. <strong><em>Everything Everywhere All at Once </em></strong>beginnt passenderweise damit, dass die Kamera durch einen Spiegel geht. Gar nicht so subtil sagt das amerikanische Regieduo Dan Kwan und Daniel Scheinert damit, dass man hier wie Alice im Wunderland das Unmögliche erwarten sollte. Die skurrile, beseelte Geschichte mit sprechenden Steinen, Würstel-Fingern und Martial-Arts-Kämpfen mit Sexspielzeugen dreht sich um eine chinesische Waschsalonbesitzerin, fabelhaft gespielt von Yeoh, die eben in mehreren Paralleluniversen durchlebt, was aus ihr geworden wäre, hätte sie im Leben andere Entscheidungen getroffen. Die Oscars haben in diesem Jahr keine Frau für die Regie nominiert, nachdem zwei Jahre in Folge Frauen die Kategorie eingenommen haben (scheinbar war das zu viel), aber Michelle Yeoh sollte den Preis als beste Schauspielerin gewinnen. Cate Blanchett hat schon zwei zu Hause stehen und es wäre eine längst überfällige Würdigung der 60-jährigen Malaysierin.</p>
<p><iframe class="zeen-lazy-load-base zeen-lazy-load" title="YouTube video player" src="about:blank" data-lazy-src="https://www.youtube.com/embed/wxN1T1uxQ2g" width="560" height="315" frameborder="0" allowfullscreen="allowfullscreen"></iframe><noscript><iframe title="YouTube video player" src="https://www.youtube.com/embed/wxN1T1uxQ2g" width="560" height="315" frameborder="0" allowfullscreen="allowfullscreen"></iframe></noscript></p>
<p>Melanie Griffith wiederum bekam ihre erste und einzige Oscar-Nominierung für ihre Rolle der unterschätzen Sekretärin Tess McGill, die mit himmelhohen Haaren und Schulterpolstern 1988 Manhattan eroberte. <strong><em>Working Girl </em></strong>(flat bei Disney+) oder auf Deutsch <em>Die Waffen der Frauen</em>, ist selbstverständlich kein Film darüber, den Kapitalismus zu stürzen oder das Patriarchat niederzureißen. Die Komödie hat auch nicht die Scharfsinnigkeit von Mike Nichols besten Filmen wie <em>The Graduate</em>. Es ist eine schamlose Märchenfantasie, aber dass eine Frau, die auch im echten Leben wie ein Sexspielzeug behandelt wurde, am Ende den Job und den Prinzen bekam, war ein bisschen revolutionär.</p>
<p>Dass eine Karrierefrau nicht automatisch eine gute Chefin sein muss, zeigt uns Diane Kruger, neben der Christoph Waltz als „Boss from Hell“ ziemlich blass aussieht. Kann sich noch jemand an Kevin Spaceys Wutanfälle als bösartiger Hollywood-Studio-Boss in <strong><em>Swimming with Sharks</em></strong> erinnern? Knapp dreißig Jahre später behält eine neue sechsteilige Version davon (ab heute in der Canal+ App) etwas von dieser Bösartigkeit bei, teilt sie aber zwischen Diane Kruger und Kiernan Shipka auf. Die Showrunnerin Kathleen Robertson hat die Blaupause des 1994er Films genommen und sie in eine Seifenoper über erotische Besessenheit verwandelt.</p>
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<p>Ein letzter Tipp zum Weltfrauentag (gegen moderates Entgelt bei diversen Anbietern): Barbet Schroeders <strong><em>Single White Female</em></strong> (1992) mit einer sehr jungen und fantastischen Jennifer Jason Leigh und mit Bridget Fonda. Obwohl oft kopiert und parodiert, bleibt <em>Weiblich, ledig, jung sucht&#8230;</em> wahrscheinlich der beste „Bad Roommate“-Film, der jemals gedreht wurde.</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://filmfilter.at/kolumnen/brooklyn-bulletin/die-waffen-der-frauen/">Die Waffen der Frauen</a> erschien zuerst auf <a href="https://filmfilter.at">filmfilter</a>.</p>
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		<title>Valentinstag Listicle</title>
		<link>https://filmfilter.at/kolumnen/brooklyn-bulletin/valentinstag-listicle/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Marietta Steinhart]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 14 Feb 2023 10:00:14 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[<p>Valentinstag Listicle: Die Liebe kommt in allerlei Formen daher, auch auf den Streamern. Eine Liste für Romantiker:innen, Zyniker, Pragmatiker und alle anderen. &#160; Normal People (2020) Sally Rooney wurde als Stimme ihrer Generation gefeiert, aber eigentlich ist ihr Roman und dessen Serienadaption Normal People eine Geschichte für jede Generation. Die intime Liebesgeschichte zweier irischer Teenager, gespielt von Paul Mescal und Daisy Edgar-Jones, zählt zum Besten des Genres. Jede der zwölf halbstündigen Episoden zeigt sie in einem anderen Stadium ihrer Beziehung. [&#8230;]</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p><em>Valentinstag Listicle: Die Liebe kommt in allerlei Formen daher, auch auf den Streamern. Eine Liste für Romantiker:innen, Zyniker, Pragmatiker und alle anderen.</em></p>
<p>&nbsp;</p>
<p><strong>Normal People (2020)<br />
</strong></p>
<p>Sally Rooney wurde als Stimme ihrer Generation gefeiert, aber eigentlich ist ihr Roman und dessen Serienadaption <em>Normal People</em> eine Geschichte für jede Generation. Die intime Liebesgeschichte zweier irischer Teenager, gespielt von Paul Mescal und Daisy Edgar-Jones, zählt zum Besten des Genres. Jede der zwölf halbstündigen Episoden zeigt sie in einem anderen Stadium ihrer Beziehung. Besonders großartig sind die Sexszenen, die viel authentischer und zärtlicher sind als die gewohnte Inszenierung von Geschlechtsverkehr. <em>Prime Video, Lionsgate+, Canal+</em></p>
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<p>&nbsp;</p>
<p><strong>The Notebook (2004)<br />
</strong></p>
<p>So sicher wie das Amen im Gebet hat Netflix zum Valentinstag <em>Your Place or Mine</em> veröffentlicht, ein Katastrophenfilm, den man getrost ignorieren darf (vertrauen Sie uns). Wer sich nach einer großen Hollywood-Romanze sehnt, der ist besser mit diesem Klassiker bedient. <em>The Notebook</em> mag kitschig sein, vermag aber zu fesseln, ist verträumt und charismatisch gespielt von Ryan Gosling und Rachel McAdams. Der Liebesfilm unter der Regie von Nick Cassavetes steht auch in scharfem Kontrast zu den Experimentalfilmen seines Vaters John. <em>Netflix</em></p>
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<p>&nbsp;</p>
<p><strong>Charade (1963)<br />
</strong></p>
<p>Dieser sechzig Jahre alte Film unter der Regie von Stanley Donen (<em>Singin’ in the Rain</em>) wird gern als „der beste Hitchcock-Film“ beschrieben, „den Hitchcock nicht gemacht hat“, weil er einige Tropen des Regisseurs enthält: eine Frau in Schwierigkeiten (Audrey Hepburn), ein eleganter Held (Cary Grant), Mord, wunderschöne Pariser Kulissen und Kostüme und eine Mischung aus Komödie und Mystery mit der schicken Musik des großen Henry Mancini. <em>LaCinetek</em></p>
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<p>&nbsp;</p>
<p><strong>Marriage Story (2019)<br />
</strong></p>
<p>Noah Baumbachs Versuch über die Ehe ist das glorreiche, laut lachende, schluchzende Todesröcheln einer einst liebevollen Beziehung. Was das in einem Valentinstag Listicle verloren hat? Es gibt nicht viele Filme, die wir als „perfekt“ bezeichnen würden, aber dieser ist es. Das Drama mit Scarlett Johansson und Adam Driver ist lustig und traurig, manchmal innerhalb einer einzigen Szene. Woody Allens <em>Annie Hall</em>, Baumbachs anderes Scheidungsdrama <em>The Squid and the Whale</em> und natürlich Ingmar Bergmans <em>Szenen einer Ehe</em> stecken auch darin. <em>Netflix </em></p>
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<p>&nbsp;</p>
<p><strong>The War of the Roses (1989)<br />
</strong></p>
<p>Man nehme all die Menschlichkeit in <em>Marriage Story</em> und werfe sie aus dem Fenster. Es ist leicht zu vergessen, wie herrlich menschenfeindlich <em>The War of the Roses</em> ist. Das war 1989 für eine so große Hollywood-Produktion ungewöhnlich. Legendär ist das Finale: Das zusammengekrümmte Scheidungspaar liegt im Sterben auf einem kaputten Kronleuchter. Michael Douglas greift nach Kathleen Turner, die Musik schwillt an, aber sie stößt ihn weg. Eine letzte, brutale Zurückweisung in dieser – jedenfalls für geschichtslose damalige Hollywood-Aficionados – Mutter aller Filmkomödienrosenkriege. <em>Gegen moderates Entgelt bei Prime Video und Apple TV+</em></p>
<p><strong><iframe class="zeen-lazy-load-base zeen-lazy-load" title="YouTube video player" src="about:blank" data-lazy-src="https://www.youtube.com/embed/5ebv3i_9Ltc" width="560" height="315" frameborder="0" allowfullscreen="allowfullscreen"></iframe><noscript><iframe title="YouTube video player" src="https://www.youtube.com/embed/5ebv3i_9Ltc" width="560" height="315" frameborder="0" allowfullscreen="allowfullscreen"></iframe></noscript> </strong></p>
<p>&nbsp;<br />
<strong>Moonstruck</strong></p>
<p>„Wir sind nicht hier, um die Dinge perfekt zu machen. (…) Nicht wir! Wir sind hier, um uns selbst zu ruinieren und unsere Herzen zu brechen und die falschen Menschen zu lieben und zu sterben!“ Die Romanze zwischen Nicolas Cages Ronny Cammareri und Chers Loretta in Norman Jewisons <em>Moonstruck</em> (1987) hat das Niveau einer Shakespeare-Komödie. Was sie zu einem wirklich wunderbaren Film macht? Sie ist komplett wahnsinnig und zugleich ziemlich wahrhaftig. <em>Gegen moderates Entgelt bei u.a. Prime Video </em></p>
<p><iframe class="zeen-lazy-load-base zeen-lazy-load" title="YouTube video player" src="about:blank" data-lazy-src="https://www.youtube.com/embed/MN3sPq9RJKM" width="560" height="315" frameborder="0" allowfullscreen="allowfullscreen"></iframe><noscript><iframe title="YouTube video player" src="https://www.youtube.com/embed/MN3sPq9RJKM" width="560" height="315" frameborder="0" allowfullscreen="allowfullscreen"></iframe></noscript></p>
<p>&nbsp;</p>
<p><strong>Le Bonheur</strong></p>
<p>Liebe wird gerne als eine seltene, heilige Sache angesehen, bei der zwei Seelenverwandte zueinander finden, aber <em>Le Bonheur</em> widersetzte sich im Jahr 1964 dieser Idee. Es war der erste Farbfilm von Agnès Varda über einen Mann (Jean-Claude Drouot), der versucht, zwei Frauen (Claire Drouot und Marie-France Boyer) zu lieben. Als sie über den Film nachdachte, schrieb Varda, dass sie sich <em>Le Bonheur</em> als „eine wunderschöne Sommerfrucht mit einem Wurm darin“ vorgestellt hatte. <em>Mubi, LaCinetek</em></p>
<p><iframe class="zeen-lazy-load-base zeen-lazy-load" title="YouTube video player" src="about:blank" data-lazy-src="https://www.youtube.com/embed/xX7GOjGSKgQ" width="560" height="315" frameborder="0" allowfullscreen="allowfullscreen"></iframe><noscript><iframe title="YouTube video player" src="https://www.youtube.com/embed/xX7GOjGSKgQ" width="560" height="315" frameborder="0" allowfullscreen="allowfullscreen"></iframe></noscript></p>
<p>&nbsp;</p>
<p><strong>You, Season 4</strong></p>
<p>Niemand hat behauptet, dass in einem Valentinstag Listicle nur die reine Liebe vorkommen darf. Rebecca Nicholson vom Guardian hat die vierte Staffel von <em>You</em> als <a href="https://www.theguardian.com/tv-and-radio/2023/feb/09/you-season-four-review-penn-badgleys-frothy-thriller-is-awful-and-hugely-entertaining" target="_blank" rel="noopener">„schrecklich (und äußerst unterhaltsam)”</a> beschrieben. <em>You</em> ist eine wahnsinnige, fesselnde, sehr unseriöse Serie über einen tödlichen Stalker, der nach Liebe sucht. Einigen Kritiker:innen ist dieser Stalker zu charmant und verniedlicht, aber Penn Badgleys Joe Goldberg hat durchaus satirisches wie komödiantisches Potential. <em>Netflix</em></p>
<p><iframe class="zeen-lazy-load-base zeen-lazy-load" title="YouTube video player" src="about:blank" data-lazy-src="https://www.youtube.com/embed/3COY_HrMngc" width="560" height="315" frameborder="0" allowfullscreen="allowfullscreen"></iframe><noscript><iframe title="YouTube video player" src="https://www.youtube.com/embed/3COY_HrMngc" width="560" height="315" frameborder="0" allowfullscreen="allowfullscreen"></iframe></noscript></p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Kommenden Freitag erscheint in unserem Sofa Surfer als Bonus ein Text zum neuen Vierteiler <em><strong>Marriage</strong></em> (auf Canal+), der das Genre der Romanze geradezu neu definiert&#8230;</p>
<p>&nbsp;</p>
<h5>Wir wünschen unseren Leserinnen einen schönen Valentinstag! Teilen Sie diesen Beitrag via Mail, Whatsapp oder Social Media, sprechen Sie über den filmfilter, empfehlen Sie uns Ihren Freund:innen und <a href="https://filmfilter.at/abo/">unterstützen Sie uns</a>, sofern Sie das nicht bereits tun!</h5>
<p>&nbsp;</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><strong> </strong></p>
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		<title>Der nette Mann von nebenan</title>
		<link>https://filmfilter.at/kolumnen/brooklyn-bulletin/der-nette-mann-von-nebenan/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Marietta Steinhart]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 31 Jan 2023 14:15:45 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[<p>Tom Hanks hat kein gutes Jahr hinter sich. Während es seinem Kollegen Austin Butler gelungen ist, eine Oscar-Nominierung für seine Hauptrolle in Baz Luhrmanns Elvis zu sichern, wurde Hanks mit gleich zwei Nominierungen für die Goldene Himbeere geehrt – wer’s nicht kennt: Es geht um den Blumentopf für eine der schlechtesten Schauspielleistungen des vergangenen Jahres. Die US-Kritiken waren vernichtend, leider mit Recht. Unter schweren Prothesen, mit künstlicher Maske und bizarrem niederländischen Nuschel-Akzent spielt Tom Hanks den Bösewicht-Manager Colonel Tom Parker [&#8230;]</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>Tom Hanks hat kein gutes Jahr hinter sich. Während es seinem Kollegen Austin Butler gelungen ist, eine Oscar-Nominierung für seine Hauptrolle in Baz Luhrmanns <em>Elvis</em> zu sichern, wurde Hanks mit gleich zwei Nominierungen für die Goldene Himbeere geehrt – wer’s nicht kennt: Es geht um den Blumentopf für eine der schlechtesten Schauspielleistungen des vergangenen Jahres. Die <a href="https://www.latimes.com/entertainment-arts/movies/story/2022-06-27/tom-hanks-elvis-worst-performance" target="_blank" rel="noopener"><u>US-Kritiken</u></a> waren vernichtend, leider mit Recht. Unter schweren Prothesen, mit künstlicher Maske und bizarrem niederländischen Nuschel-Akzent spielt Tom Hanks den Bösewicht-Manager Colonel Tom Parker mit so viel Karikatur und Melodrama, dass er die sehr wahre, beeindruckende Geschichte von Elvis Presley in den Bereich der Parodie zieht. Obendrein ist Hanks als „schlechtester Schauspieler“ für seine Rolle als Meister Geppetto in <em>Pinocchio</em> nominiert, wobei er hier eigentlich nur das spielt, was er am besten kann: den liebevollen Vater.</p>
<p>Sein jüngster Film <em>A Man Called Otto</em>, mit dem Tom Hanks als streitsüchtiger, selbstmörderischer Witwer offenbar in seine „grantiger Opa“-Phase übergeht, komplettiert das Triptychon fragwürdiger Karriereentscheidungen ganz gut. Der Schauspieler soll das zuckersüße Hollywood-Remake des schwedischen Hits <em>En man som heter Ove</em> aufwerten, aber ohne „Every American’s Darling“ in eine Schublade stecken zu wollen: den todessehnsüchtigen Griesgram kauft man ihm einfach nicht ab.</p>
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<p>Tom Hanks ist einer von wenigen echten amerikanischen Lieblingen. Er ist für großherzige Rollen bekannt, die widerspiegeln, wie die Welt ihn sieht: den einsamen Witwer, den gutmütigen Helden, den ritterlichen Kapitän, den Sinn suchenden Soldaten, den freundlichen Gefängniswärter, den modernen Robinson Crusoe, den netten Kindermoderator oder die liebenswürdige Cowboy-Puppe.</p>
<p>Jahrelang wurde Tom Hanks als Amerikas Gentleman-Star in der klassischen Tradition von Jimmy Stewart beschrieben. <a href="https://variety.com/2022/film/reviews/a-man-called-otto-review-tom-hanks-1235472899/" target="_blank" rel="noopener"><u>Er ist die Seele des Anstands des Mannes von nebenan</u></a>!</p>
<p>Mit einer Karriere, die sich über vier Jahrzehnte erstreckt, ist sein Ruf als Schauspieler und Mensch nahezu unantastbar. Ein paar Himbeeren werden das nicht ändern. Aber vielleicht offenbart sich gerade seine größte Schwäche: Tom Hanks scheint nicht in der Lage zu sein, eine unsympathische Figur spielen zu können. Er ist nicht plötzlich der nächste Walter Matthau.</p>
<p>Im Jahr 2016 hat das US-Männermagazin Esquire ihm sehr treffend den Titel <a href="https://www.esquire.com/entertainment/movies/a48447/tom-hanks-american-dad/" target="_blank" rel="noopener"><u>„</u><u>America’s Dad“</u></a> verliehen, eine Rolle, die der Schauspieler verinnerlicht hat, sei es als „wunderbarer Mr. Rogers“, Walt Disney höchstpersönlich, oder als freundlicher Puppenspieler. Manuel Betancourt schreibt, dass dies ein einfacher Übergang war, teilweise weil „Hanks nie als Schauspieler berufen wurde, um Sexappeal auszustrahlen (&#8230;) Genau wie bei Ihrem eigenen Vater können Sie wissen, dass er Sex hat (hatte), ohne jemals darüber nachdenken zu müssen, was das konkret bedeutet.“</p>
<p>Bevor er Amerikas Vater wurde, war Tom Hanks Amerikas cooler Bruder. Er spielte den Komiker in Filmen wie <em>Splash </em>(1984) und <em>Big</em> (1988). Legendär ist die Szene in <em>A League of Their Own</em> (1992), in der er verkündet, dass es im Baseball kein Weinen gibt.</p>
<p><iframe class="zeen-lazy-load-base zeen-lazy-load" title="YouTube video player" src="about:blank" data-lazy-src="https://www.youtube.com/embed/6M8szlSa-8o" width="560" height="315" frameborder="0" allowfullscreen="allowfullscreen"></iframe><noscript><iframe title="YouTube video player" src="https://www.youtube.com/embed/6M8szlSa-8o" width="560" height="315" frameborder="0" allowfullscreen="allowfullscreen"></iframe></noscript></p>
<p>In den frühen 1990er Jahren kam ein Film, der die Sicht der Welt auf ihn als Schauspieler veränderte: <em>Philadelphia</em> brachte die Folgen der AIDS-Epidemie in den Mainstream und dem Schauspieler seinen ersten Oscar. Aber mehr als jeder andere Film seiner Karriere war es ein Jahr später <em>Forrest Gump</em> (1994), der Tom Hanks zu einem der beliebtesten Kinostars machte. Er strahlte den Amerikanischen Exzeptionalismus aus, von dem viele Amerikaner halt gerne glauben wollen, dass er wahr ist: dass sie nämlich die größten, freiesten und nettesten Menschen der Welt seien.</p>
<p>Im Grunde wiederholt Tom Hanks seine Masche immer und immer wieder und wechselt dabei nur das Kostüm. Sobald er diese Komfortzone verlässt, verwandelt sich seine Performance in etwas so unerträglich Albernes, dass es den jeweiligen Film zwangsläufig zur Parodie macht. Sagen wir es einfach so: Tom Hanks ist kein schlechter Schauspieler, aber Vielseitigkeit war nie seine Stärke.</p>
<p>&nbsp;</p>
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		<title>Stop the race!</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Marietta Steinhart]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 17 Jan 2023 15:00:46 +0000</pubDate>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>Award Season has begun: Cate Blanchett gewann am Sonntag bei den Critics Choice Awards die Trophäe in der Kategorie „Beste Hauptdarstellerin“ für ihre Rolle als fiktive Chefdirigentin der Berliner Philharmoniker in Todd Fields fantastischem MeToo-Drama <em>Tár</em>. Ihre Reaktion auf der Bühne?„<a href="https://deadline.com/2023/01/cate-blanchett-tar-critics-choice-awards-best-actress-1235223276/" target="_blank" rel="noopener">Warum stoppen wir nicht das im Fernsehen übertragene Pferderennen!</a>“ (Die filmfilter-Kritik zum Kinostart ist übrigens schon seit Wochen beauftragt.) Der Begriff „beste Schauspielerin“ sei ein sehr „willkürlicher, wenn man bedenkt, wie viele außergewöhnliche Leistungen von Frauen im vergangenen Jahr erbracht wurden. Ich würde es sehr begrüßen, wenn wir einfach diese ganze verdammte Struktur ändern.“</p>
<p>Die Frau hat Chuzpe. In einer Welt, die so selbstbesessen ist wie die eines durchschnittlichen Hollywood-Schauspielers, sollte das begrüßt werden. Natürlich liegt eine gewisse Ironie darin, Preisverleihungen zu kritisieren, während man einen Preis entgegen nimmt. Obendrein hat die australische Schauspielerin bereits zwei Oscars zu Hause stehen (und für <em>Tár</em> womöglich bald einen dritten, die Wetten stehen gut für sie im Internet), aber sie hat nicht Unrecht. Im Grunde kritisiert sie nicht die Preise per se, sondern die absurden TV-Spektakel, die daraus gemacht werden. Mir persönlich gefiele es auch, wenn sich die Art und Weise verändern würde, wie und nach welchen Maßstäben wir künstlerische Exzellenz zu messen versuchen.</p>
<p><iframe class="zeen-lazy-load-base zeen-lazy-load" title="YouTube video player" src="about:blank" data-lazy-src="https://www.youtube.com/embed/Na6gA1RehsU" width="560" height="315" frameborder="0" allowfullscreen="allowfullscreen"></iframe><noscript><iframe title="YouTube video player" src="https://www.youtube.com/embed/Na6gA1RehsU" width="560" height="315" frameborder="0" allowfullscreen="allowfullscreen"></iframe></noscript></p>
<p>Hollywoods „Pferderennen“ sind allerdings nach zwei Jahren voller Absagen, Verschiebungen und Online-Veranstaltungen wieder voll im Gange und die Einsätze sind besonders hoch für die Top-Pferde <em>The Fabelmans</em>, <em>The Banshees of Inisherin</em> und <em>Everything Everywhere All at Once</em>.</p>
<p>Sogar die in Ungnade gefallenen Golden Globes scheinen sich von ihrer Imagekrise erholt zu haben. Im vergangenen Jahr wurden sie nicht einmal im TV übertragen, aber Hollywood liebt ein gutes Comeback (oder auch ein letztes Hurra?). Die US-Kritiken für die Show waren größtenteils herzlich. Der New Yorker lobte sie als „<a href="https://www.newyorker.com/culture/notes-on-hollywood/the-golden-globes-are-back-baby" target="_blank" rel="noopener">sprudelnd und unterhaltsam</a>“.</p>
<p>Natürlich mussten die Kontroversen der jüngsten Vergangenheit, die Rassismusvorwürfe und Korruptionsskandale, direkt angegangen werden, was der Moderator Jerrod Carmichael in seinem nachdenklichen, bissigen Eröffnungsmonolog auch tat. Er war eingeladen worden, so der Comedian trocken, „weil ich schwarz bin“. Keiner machte sich hier etwas vor. Der Schatten der Vergangenheit war wie weggeworfen und die Dämme waren gebrochen. Der entzückende Schauspieler Ke Huy Quan, der für seine Nebenrolle in <em>Everything Everywhere All at Once</em> gewann, bedankte sich unter Tränen bei Steven Spielberg, der ihn als Kind in <em>Indiana Jones</em> <em>and the Temple of Doom</em> (1984) gecastet hatte.</p>
<p><iframe class="zeen-lazy-load-base zeen-lazy-load" title="YouTube video player" src="about:blank" data-lazy-src="https://www.youtube.com/embed/wxN1T1uxQ2g" width="560" height="315" frameborder="0" allowfullscreen="allowfullscreen"></iframe><noscript><iframe title="YouTube video player" src="https://www.youtube.com/embed/wxN1T1uxQ2g" width="560" height="315" frameborder="0" allowfullscreen="allowfullscreen"></iframe></noscript></p>
<p><em>White Lotus</em>-Schöpfer Mike White schluchzte offen über alles, was die süße Jennifer Coolidge über ihn und ihr eigenes Comeback sagte. Die Probleme der Hollywood Foreign Press Association (HFPA) konnten zugunsten der einfachen Freuden der Menschen beiseite geschoben werden. <a href="https://www.youtube.com/watch?v=VQmdY0W_Wkc" target="_blank" rel="noopener"><u>Ja, der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj versicherte Hollywood in einer Videobotschaft gar, dass es keinen Dritten Weltkrieg geben werde!</u></a></p>
<p>Entschuldigen Sie den Sarkasmus. Aber hinter all den stark alkoholisierten Witzen, politischen Statements und sentimentalen Dankesreden lauert eben auch eine gewisse Wahrheit: Inzwischen hat fast jeder akzeptiert, dass diese Veranstaltung nicht existieren muss. <a href="https://www.indiewire.com/2023/01/golden-globes-2023-viewers-ratings-1234797398/" target="_blank" rel="noopener">Die Zuschauerzahl war mit 6,3 Millionen die niedrigste, seit der US-Sender NBC im Jahr 1996 mit der Ausstrahlung der Preisverleihung begann.</a> Es geht das Gerücht um, dass es die letzten waren – zumindest auf NBC. Also vielleicht bekommt Cate Blanchett (und diese Autorin), was sie sich wünscht – zumindest was die TV-Übertragung der Globes betrifft. Ein guter Spieler weiß, wann er aufhören muss.</p>
<p>Nach zwei Jahren des Umbruchs und der Überarbeitung scheint sich nicht viel verändert zu haben. Warum sonst würde <em>House of the Dragon</em> den Preis für das beste Fernsehdrama in einem Jahr mit <em>Severance</em> gewinnen (Der filmfilter schrieb mehrmals über <em>Severance</em>, <a href="https://filmfilter.at/sofa-surfer/apple-up/">z.B. hier</a>.) Ich bin mir auch nicht sicher, ob Steven Spielberg immer noch der spannendste Filmemacher ist, den Hollywood zu bieten hat. Sein halbautobiografisches Familiendrama <em>The Fabelmans</em> gewann den Globe für das beste Drama und den Preis für die beste Regie. Die Geschichte über seine Liebe zum Filmemachen, die bei uns im März ins Kino kommt, ist natürlich erstklassiges Oscar-Futter. Sie ist aber auch, naja, langweilig.</p>
<p><iframe class="zeen-lazy-load-base zeen-lazy-load" title="YouTube video player" src="about:blank" data-lazy-src="https://www.youtube.com/embed/D1G2iLSzOe8" width="560" height="315" frameborder="0" allowfullscreen="allowfullscreen"></iframe><noscript><iframe title="YouTube video player" src="https://www.youtube.com/embed/D1G2iLSzOe8" width="560" height="315" frameborder="0" allowfullscreen="allowfullscreen"></iframe></noscript></p>
<p>Die interessanteren Regisseure, jedenfalls in diesem Jahr, sind Daniel Kwan und Daniel Scheinert. Deren <em>Everything Everywhere All at Once </em>mit Michelle Yeoh ging als großer Sieger bei den Critics Choice Awards hervor. Doch Spielberg, der Seismograf des Massengeschmacks, sieht wie der klare Favorit auf den Oscar in der Kategorie „Beste Regie“ aus – (es wäre sein dritter; auf einem beliebten Wettportal hat er die größten Chancen mit einer Quote von 1.70). Es fühlt sich fast wie eine ausgemachte Sache an, auch wenn Martin McDonaghs <em>The Banshees of Inisherin</em> über zwei zankende Iren (<a href="https://filmfilter.at/themen/kritiken/schmerzfreunde/">hier unsere minder begeisterte Kritik</a>) sich zu einem Liebling dieser Saison entwickelt hat.</p>
<p>Alle drei genannten Filme sind im Rennen für den besten Film am 12. März (die Nominierungen für die 95. Oscars werden am 24. Jänner bekannt gegeben). Es ist allerdings schwer vorstellbar, dass diese Gala unterhaltsamer wird als das letztjährige <a href="https://filmfilter.at/kolumnen/brooklyn-bulletin/der-watschenmann/"><u>Watschen-Gate</u></a> – außer Jennifer Coolidge wird eingeladen. Sie wird nicht nominiert werden, aber das Rennen um das Comeback des Jahres hat die Schauspielerin bereits gewonnen.</p>
<p>&nbsp;</p>
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		<title>Oh Tannenbaum, oh Weihnachtsgrau’n</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Marietta Steinhart]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 20 Dec 2022 13:00:32 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[<p>Ach, der Weihnachtsfilm! Der Schnee, die Lichter, der Schmalz, die Paare, die sich gegen alle Widrigkeiten verlieben. Viele solcher Filme werden Jahr für Jahr im Advent und zu den Feiertagen im Fernsehen ausgestrahlt oder in den Kinos gezeigt. Doch die meisten von ihnen finden sich bald auf der Müllhalde der Filmgeschichte. Denn an hochwertigen, gefeierten Weihnachtsfilmen mangelt es merklich. Natürlich gibt es Ausnahmen von dieser pauschalen Aussage. Frank Capras It’s a Wonderful Life aus dem Jahr 1946 wird nie weniger [&#8230;]</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>Ach, der Weihnachtsfilm! Der Schnee, die Lichter, der Schmalz, die Paare, die sich gegen alle Widrigkeiten verlieben. Viele solcher Filme werden Jahr für Jahr im Advent und zu den Feiertagen im Fernsehen ausgestrahlt oder in den Kinos gezeigt. Doch die meisten von ihnen finden sich bald auf der Müllhalde der Filmgeschichte. Denn an hochwertigen, gefeierten Weihnachtsfilmen mangelt es merklich.</p>
<p>Natürlich gibt es Ausnahmen von dieser pauschalen Aussage. Frank Capras <em>It’s a Wonderful Life</em> aus dem Jahr 1946 wird nie weniger beeindruckend sein, egal wie oft man ihn sieht. Auch Filme aus den 1980er und 1990er Jahren kann man sich im Fernsehen wiederholt geben: die Griswolds und ihr verdammtes Lichtergesindel (an einer Serien-Neuauflage wird gewerkt); ein grantiger Billy Bob Thornton in <em>Bad Santa</em>; die gotischen Weihnachtsgeschichten von Tim Burton; die endlosen Interpretationen von <em>A Christmas Carol</em>. All dies wird für immer in meinem und vielen anderen Haushalten willkommen sein.</p>
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<p>Aber auf Netflix (und zunehmend auch auf Prime Video) dreht sich Weihnachten hauptsächlich um die vielen Möglichkeiten, wie liebeskranke Paare unter der Mistel zusammenkommen und schließlich entdecken können, dass Liebe das größte Geschenk von allen ist. Qualität sei verdammt. Es hat den Anschein, dass diese Filme gar nicht erst versuchen, gute Filme zu sein. Sie müssen nur existieren. Fans romantischer Komödien bekamen z.B. neuerdings <em>Falling for Christmas</em> mit Lindsay Lohan. Die Kurzzusammenfassung: „Nach ihrem Gedächtnisverlust bei einem Skiunfall wird eine verwöhnte Erbin zur Weihnachtszeit von einem glücklosen Witwer und seiner Tochter umsorgt.“</p>
<p>Wen das nicht anspricht, für die oder den hat Netflix kürzlich noch <em>The Noel Diary </em>hinterhergeschoben (offenbar eine der sehenswerteren Weihnachtsneuheiten)<em>,</em> das divers-bunte Popmärchen<em> Christmas with You</em> (Metascore 39) und <em>Ich hasse Weihnachten</em>. Letzteres ist ein italienisches Remake der norwegischen Serie <em>Weihnachten zu Hause</em>, in der eine Frau innerhalb von 24 Tagen einen Freund finden will, damit ihre Familie an den Feiertagen kein Single-Shaming betreiben kann. Der US-amerikanische Hallmark-Channel fand seine Nische mit Weihnachtsgeschichten schon vor über zwanzig Jahren und bedient seither getreulich den gleichen Schmalzfilmtrend, der sich wie eine Seuche Jahr für Jahr ausgeweitet hat.</p>
<p><iframe class="zeen-lazy-load-base zeen-lazy-load" title="YouTube video player" src="about:blank" data-lazy-src="https://www.youtube.com/embed/asH6ny4ILzM" width="560" height="315" frameborder="0" allowfullscreen="allowfullscreen"></iframe><noscript><iframe title="YouTube video player" src="https://www.youtube.com/embed/asH6ny4ILzM" width="560" height="315" frameborder="0" allowfullscreen="allowfullscreen"></iframe></noscript></p>
<p>Offensichtlich gibt es ein Publikum, das zur Weihnachtszeit nichts mehr liebt als Realitätsflucht. Man kann es niemandem verübeln, der warmen Umarmung eines Weihnachtsfilms nicht zu widerstehen. Aber müssen wir Qualität über den Haufen werfen, nur weil Weihnachten ist?</p>
<p>Das Subgenre Weihnachtsfilm eignet sich bemerkenswert gut für reichhaltige Erzählungen. Filme wie <em>The Apartment</em> (1960) schaffen es, die Jahreszeit effektiv für dramatische Zwecke zu nutzen. Billy Wilders Oscar-gekrönte Romantik-Farce ist natürlich nicht der klassische Weihnachtsfilm, aber es ist ein perfekter. Nicht Weihnachten, wie wir es gerne haben mit loderndem Feuer, Glöckchen und Schnee, sondern Weihnachten, wie es in Wirklichkeit ist. Mal fröhlich, mal banal, mal einsam.</p>
<p><iframe class="zeen-lazy-load-base zeen-lazy-load" title="YouTube video player" src="about:blank" data-lazy-src="https://www.youtube.com/embed/OcslkrBMLGc" width="560" height="315" frameborder="0" allowfullscreen="allowfullscreen"></iframe><noscript><iframe title="YouTube video player" src="https://www.youtube.com/embed/OcslkrBMLGc" width="560" height="315" frameborder="0" allowfullscreen="allowfullscreen"></iframe></noscript></p>
<p>Die besten Filme haben oft einen dunklen Unterbauch, auch in der Zeichentrickkiste. Die Verfilmungen von <em>How the Grinch Stole Christmas</em> sind im Grunde antikapitalistische Parabeln. Der amerikanische Kinderbuch-Autor Dr. Seuss war ein unglaublich fortschrittlicher Denker. Genauso wie der Comiczeichner Charles M. Schulz.</p>
<p>In diesem Jahr haben die großen Streaming-Plattformen zum großen Fest kein neues Meisterwerk herausgebracht, aber es gibt immer noch kleine Wunder neben den unvermeidlichen Kohleklumpen. Auf Apple TV+ lässt sich über die Feiertage kostenlos der Klassiker <em>A Charlie Brown Christmas / Die Peanuts: Fröhliche Weihnachten</em> streamen, eine kleine Fabel des erwähnten Charles M. Schulz über die Kommerzialisierung des Christkinds – gesprochen mit den Stimmen echter Kinder und geschmückt mit Vince Guaraldis berühmter Jazz-Klavierpartitur. Die Tatsache, dass der kleine Charlie Brown in der ersten Szene dieses Peanuts-Weihnachtsspezials aus dem Jahr 1965 so offen über seine Feiertagsdepression spricht, ist für mich immer noch außergewöhnlich.</p>
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<p>In der Regel wollen Fernsehsender und die auf ihnen werbenden Unternehmen so etwas nicht, und die Produzenten von CBS und Coca-Cola, die das Spezial ursprünglich finanziert hatten, waren nicht sehr glücklich darüber.</p>
<p>Der Charlie-Brown-Weihnachtsfilm enthält ziemlich philosophisches Zeug. Niemand bekommt Spielzeug. Aber für diejenigen von uns, die ein wenig Schwierigkeiten haben, in Schwung zu kommen, ist Charlie Brown immer da, um zu tanzen. Und X-mas-Blues hin oder her: Charlie und seine Freunde erinnern uns auch hier wieder daran, niemals aufzugeben.</p>
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		<title>The Last Movie Star?</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Marietta Steinhart]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 06 Dec 2022 15:00:18 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[<p>„Wir haben keine Filmstars mehr“, schrieb Wesley Morris von der New York Times vergangene Woche. Und das führe zu einer „Krise“ in Hollywood. Das ist natürlich eine zugkräftige Headline. Ungefähr genauso eingängig wie die inflationär gebrauchte Phrase „Das Kino ist tot“. Wobei, einen „echten, letzten“ Filmstar gibt es noch: Tom Cruise. Und der inszeniert sich auch gern als solcher. In Top Gun: Maverick ist niemand so qualifiziert wie der unmerklich in die Jahre gekommene Schauspieler. Sein Kampfpilot aus dem Jahr [&#8230;]</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>„<a href="https://www.nytimes.com/2022/12/01/movies/top-gun-wakanda-forever-movie-stars.html" target="_blank" rel="noopener">Wir haben keine Filmstars mehr</a>“, schrieb Wesley Morris von der New York Times vergangene Woche. Und das führe zu einer „Krise“ in Hollywood. Das ist natürlich eine zugkräftige Headline. Ungefähr genauso eingängig wie die inflationär gebrauchte Phrase „Das Kino ist tot“.</p>
<p>Wobei, einen „<a href="https://www.nytimes.com/2022/05/20/business/media/tom-cruise-top-gun-maverick.htm" target="_blank" rel="noopener">echten, letzten</a>“ Filmstar gibt es noch: Tom Cruise. Und der inszeniert sich auch gern als solcher. In <em>Top Gun: Maverick</em> ist niemand so qualifiziert wie der unmerklich in die Jahre gekommene Schauspieler. Sein Kampfpilot aus dem Jahr 1986 ist gekommen, um jüngeren Idioten beizubringen, wie man richtig fliegt.</p>
<p>Die positiven Kritiken und Geldberge, die in diesem Jahr für <em>Top Gun: Maverick</em> hereinrollten, ließen viele zum Schluss kommen, dass Tom Cruise der letzte große Filmstar ist. Mag stimmen, dass der Amerikaner am Höhepunkt seiner Coolness angekommen ist, seit er vor vierzig Jahren zu schauspielern begann. Doch wäre es Unfug zu behaupten, er sei der letzte Superstar. (Und selbst wenn: Wäre das so schlecht?)</p>
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<p>In den dunkleren Tagen der Pandemie hat Ethan Hawke einen sechsstündigen Dokumentarfilm darüber gemacht, wie eine Generation von Hollywood-Schauspielern ihre Karrieren nach ihren Vorbildern Paul Newman und Joanne Woodward modelliert hat. Der Titel: <em>The Last Movie Stars</em>. Natürlich liegt eine gewisse Ironie darin, dass diese Feststellung von einem Filmstar kommt.</p>
<p>Es gibt immer noch genügend Sterne in Hollywood, die ein bisschen größer als das Leben selbst leuchten und an die wir uns in kalten Nächten klammern können. Fast alle Filme von Tom Hanks waren ein Hit. Harrison Ford ist 80 und schwingt immer noch die Peitsche im fünften <em>Indiana Jones</em>-Film, der nächstes Jahr in die Kinos kommt. Jennifer Lawrence ist eine der bestbezahlten Schauspielerinnen der Welt. Das neue kleine Drama <em>Causeway</em> (auf AppleTV+) würde nicht existieren, hätte sie nicht eine Hauptrolle darin. Timothée Chalamet, Saoirse Ronan und Zendaya sind nachgerückt.</p>
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<p>Dennoch hat Tom Cruise in diesem Sommer einen einzigartigen Stunt hingelegt. <em>Maverick</em> ist der bislang umsatzstärkste Kinofilm des Jahres (ein kleiner Start namens <em>Avatar 2</em> könnte das noch ändern). Und der stets lächelnde Cruise hat alles getan, was er konnte, um dafür zu werben – außer in den Weltraum zu fliegen, wo er anscheinend für seinen nächsten Film hin will.</p>
<p>Es ist lange her, als Cruise mit Größen wie Paul Thomas Anderson, Stanley Kubrick und Steven Spielberg zusammen gearbeitet hat. Man kann darüber streiten, wie gut er als Schauspieler ist (ich fand ihn immer sehr unterhaltsam), aber er fand eine verstaubte alte Spionage-TV-Serie aus den 1960er Jahren und verwandelte sie in sein eigenes Multi-Milliarden-Dollar-Franchise. Die <em>Mission: Impossible</em>-Fortsetzungen erscheinen 2023 und 2024.</p>
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<p>Trotz peinlicher Sprünge auf Oprah Winfreys Sofa und dubiosen Aussagen zu seiner Religion ist Tom Cruise eine gute geölte Maschine. In einer Zeit, in der Stars dazu gedrängt werden, besonders „echt“ zu erscheinen, pflegt er das Image eines unerreichbaren, undurchsichtigen „bigger than life“ Hollywood-Stars. Er hat kein Social Media und gibt kaum Interviews. Sie können all ihre Fantasien auf und in ihn projizieren, weil er eine Marke ist.</p>
<p>Cruise ist einer von wenigen, die immer noch Filme <em>nur</em> fürs Kino machen. Er macht kein Fernsehen und geht nicht ins Streaming. Darin kann man eine gewisse Beständigkeit und Chuzpe erkennen (er kann es sich quasi „leisten“), oder man sieht darin eine gewisse Sturheit und Angst, die sich gegen den Zeitgeist wendet. Einigermaßen erfolgreich wehrt Cruise sich auch gegen das Älterwerden, was ein bisschen gruselig wirkt. Mit 60 Jahren hat er immer noch den gleichen Haaransatz und das gleiche 10-Millionen-Dollar-Lächeln. In der Zwischenzeit haben Kolleg:innen wie Nicole Kidman, Matthew McConaughey und Kate Winslet im Fernsehen welche ihrer besten Rollen gespielt. Tom Cruise lebt immer noch im Jahr 1986.</p>
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		<title>1899</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Marietta Steinhart]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 22 Nov 2022 16:30:06 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[<p>„1899“: Die Namen der Autorin Jantje Friese und des Regisseurs Baran bo Odar sind zum Synonym für neues Deutsches Qualitätsfernsehen geworden. Das Geld und die Vorbilder stammen aus den USA. Die einen haben sie als zu verkopft verflucht. Die anderen haben sie gerade dafür geliebt. Die Serie Dark war nicht nur die erste deutsche Serie für den US-Streamer Netflix, sondern läutete für viele, so auch die New York Times, eine neue Ära in der deutschen Unterhaltungsindustrie ein. Es dauerte eine [&#8230;]</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p><em>„1899“: Die Namen der Autorin Jantje Friese und des Regisseurs Baran bo Odar sind zum Synonym für neues Deutsches Qualitätsfernsehen geworden. Das Geld und die Vorbilder stammen aus den USA. </em></p>
<p>Die einen haben sie als zu verkopft verflucht. Die anderen haben sie gerade dafür geliebt. Die Serie<em> Dark</em> war nicht nur die erste deutsche Serie für den US-Streamer Netflix, sondern läutete für viele, so auch die New York Times, <a href="https://www.nytimes.com/2017/12/05/arts/television/review-with-dark-netflix-delivers-science-fiction-with-european-roots.html" target="_blank" rel="noopener"><u>eine neue Ära</u></a> in der deutschen Unterhaltungsindustrie ein.</p>
<p>Es dauerte eine Zeit lang, bis <em>Dark</em> ein internationaler Erfolg wurde, aber durch Mundpropaganda wurde die Serie von Jantje Friese und Baran bo Odar zu einem der größten Erfolge von Netflix und brachte dem Streamer den Grimme-Preis ein. Zwei Jahre nach dem Finale ist das Duo mit dem Achtteiler <em>1899</em>, einem größeren Budget und der schweren Last der großen Erwartung auf den Schultern zurück. Rund 50 Millionen Euro soll die neue Mystery-Serie gekostet haben. Damit löst sie das Sky-ARD-Prestigeprojekt <em>Babylon Berlin</em>, das in den USA auf Netflix ausgestrahlt wird, als bislang teuerste deutsche Serie ab.</p>
<figure id="attachment_9132" aria-describedby="caption-attachment-9132" style="width: 550px" class="wp-caption alignnone"><img data-recalc-dims="1" fetchpriority="high" decoding="async" src="https://i0.wp.com/filmfilter.at/wp-content/uploads/2022/11/babylon-berlin-1-.jpg?resize=550%2C412&#038;ssl=1" class="zeen-lazy-load-base zeen-lazy-load wp-image-9132" data-lazy-src="https://filmfilter.at/wp-content/uploads/2022/11/babylon-berlin-1--300x225.jpg" alt="Fries, Babylon Berlin" width="550" height="412" /><figcaption id="caption-attachment-9132" class="wp-caption-text"><noscript><img data-recalc-dims="1" decoding="async" class="wp-image-9132" src="https://i0.wp.com/filmfilter.at/wp-content/uploads/2022/11/babylon-berlin-1-.jpg?resize=550%2C412&#038;ssl=1" alt="Fries, Babylon Berlin" width="550" height="412" srcset="https://i0.wp.com/filmfilter.at/wp-content/uploads/2022/11/babylon-berlin-1-.jpg?resize=300%2C225&amp;ssl=1 300w, https://i0.wp.com/filmfilter.at/wp-content/uploads/2022/11/babylon-berlin-1-.jpg?resize=1024%2C767&amp;ssl=1 1024w, https://i0.wp.com/filmfilter.at/wp-content/uploads/2022/11/babylon-berlin-1-.jpg?resize=770%2C577&amp;ssl=1 770w, https://i0.wp.com/filmfilter.at/wp-content/uploads/2022/11/babylon-berlin-1-.jpg?resize=500%2C375&amp;ssl=1 500w, https://i0.wp.com/filmfilter.at/wp-content/uploads/2022/11/babylon-berlin-1-.jpg?resize=293%2C220&amp;ssl=1 293w, https://i0.wp.com/filmfilter.at/wp-content/uploads/2022/11/babylon-berlin-1-.jpg?resize=1400%2C1049&amp;ssl=1 1400w, https://i0.wp.com/filmfilter.at/wp-content/uploads/2022/11/babylon-berlin-1-.jpg?resize=390%2C292&amp;ssl=1 390w, https://i0.wp.com/filmfilter.at/wp-content/uploads/2022/11/babylon-berlin-1-.jpg?resize=1320%2C989&amp;ssl=1 1320w, https://i0.wp.com/filmfilter.at/wp-content/uploads/2022/11/babylon-berlin-1-.jpg?w=1440&amp;ssl=1 1440w" sizes="(max-width: 550px) 100vw, 550px" /></noscript> Babylon Berlin, 2017–, Henk Handloegten</figcaption></figure>
<p>Früher hatten es nur wenige Serien aus Deutschland über den Atlantik geschafft. Die Bundesrepublik war bekannt für altbackene Krimiserien, schlechtes Reality-TV, Soaps, und Shows wie <em>Wetten dass</em>, die das ZDF vergangenes Wochenende wieder einmal aus der Versenkung holte (mehr als 10 Millionen Menschen haben eingeschaltet, fast 4 Millionen weniger als 2021, und unter uns gesagt sind selbst das noch viel zu viele).</p>
<p>Das Image des deutschen Fernsehens im Ausland änderte sich 2015, als <em>Deutschland 83</em>, ein Spionagedrama, als erste deutschsprachige Serie auf einem US-Sender (Sundance TV) ausgestrahlt wurde. <a href="https://www.theguardian.com/commentisfree/2016/feb/17/deutschland-83-wowed-world-germans-dont-like-it" target="_blank" rel="noopener"><u>In Großbritannien war die erste Folge das am besten bewertete untertitelte Drama in der Fernsehgeschichte des Landes.</u></a> Die Serie, so der Guardian, sollte „den Stolz des deutschen Fernsehens wiederherstellen“; in Deutschland selbst blieb sie eher ungeliebt.</p>
<p>Und dann kamen <em>Babylon Berlin</em> und eben vor allem <em>Dark</em>. „Das sieht gar nicht aus wie eine deutsche Serie“ war ein Satz, der in Konversationen über die Serie auf Netflix oft fiel. Der Stil von Jantje Friese und Baran bo Odar war nicht der einer typischen deutschen Serie. Es war eine Mystery-Sci-Fi-Serie, die mit beachtlichem World Building und einem großen Budget geschaffen wurde und ihren teuren US-Kollegen in nichts nachstand. „Ich glaube nicht, dass die Amerikaner ein Monopol auf gute Bilder haben”, hat Jantje Friese einmal zu mir gesagt. Sie hat natürlich recht, aber man war es nicht gewohnt. Science Fiction wird einfach nicht oft fürs deutsche Fernsehen gemacht. Es ist teuer. Und hier kommt der amerikanische Streamer mit seinen (vermeintlich) bodenlosen Budgets ins Spiel.</p>
<figure id="attachment_9133" aria-describedby="caption-attachment-9133" style="width: 550px" class="wp-caption alignnone"><img data-recalc-dims="1" decoding="async" src="https://i0.wp.com/filmfilter.at/wp-content/uploads/2022/11/Dark_Lisa-Vicari.jpg?resize=550%2C274&#038;ssl=1" class="zeen-lazy-load-base zeen-lazy-load wp-image-9133" data-lazy-src="https://filmfilter.at/wp-content/uploads/2022/11/Dark_Lisa-Vicari-300x150.jpg" alt="Friese, bo Odar, Dark" width="550" height="274" /><figcaption id="caption-attachment-9133" class="wp-caption-text"><noscript><img data-recalc-dims="1" decoding="async" class="wp-image-9133" src="https://i0.wp.com/filmfilter.at/wp-content/uploads/2022/11/Dark_Lisa-Vicari.jpg?resize=550%2C274&#038;ssl=1" alt="Friese, bo Odar, Dark" width="550" height="274" srcset="https://i0.wp.com/filmfilter.at/wp-content/uploads/2022/11/Dark_Lisa-Vicari.jpg?resize=300%2C150&amp;ssl=1 300w, https://i0.wp.com/filmfilter.at/wp-content/uploads/2022/11/Dark_Lisa-Vicari.jpg?resize=1024%2C511&amp;ssl=1 1024w, https://i0.wp.com/filmfilter.at/wp-content/uploads/2022/11/Dark_Lisa-Vicari.jpg?resize=770%2C384&amp;ssl=1 770w, https://i0.wp.com/filmfilter.at/wp-content/uploads/2022/11/Dark_Lisa-Vicari.jpg?resize=500%2C249&amp;ssl=1 500w, https://i0.wp.com/filmfilter.at/wp-content/uploads/2022/11/Dark_Lisa-Vicari.jpg?resize=585%2C293&amp;ssl=1 585w, https://i0.wp.com/filmfilter.at/wp-content/uploads/2022/11/Dark_Lisa-Vicari.jpg?resize=1170%2C585&amp;ssl=1 1170w, https://i0.wp.com/filmfilter.at/wp-content/uploads/2022/11/Dark_Lisa-Vicari.jpg?resize=293%2C146&amp;ssl=1 293w, https://i0.wp.com/filmfilter.at/wp-content/uploads/2022/11/Dark_Lisa-Vicari.jpg?resize=1400%2C698&amp;ssl=1 1400w, https://i0.wp.com/filmfilter.at/wp-content/uploads/2022/11/Dark_Lisa-Vicari.jpg?resize=390%2C194&amp;ssl=1 390w, https://i0.wp.com/filmfilter.at/wp-content/uploads/2022/11/Dark_Lisa-Vicari.jpg?resize=1320%2C658&amp;ssl=1 1320w, https://i0.wp.com/filmfilter.at/wp-content/uploads/2022/11/Dark_Lisa-Vicari.jpg?w=1440&amp;ssl=1 1440w" sizes="(max-width: 550px) 100vw, 550px" /></noscript> Dark, 2017–2020, Baran bo Odar, Jantje Friese</figcaption></figure>
<p>Auch die künstlerischen Einflüsse der beiden Showrunner liegen zu einem großen Teil in Amerika, vor allem in den 1970er Jahren, in der New-Hollywood-Ära. Sie haben natürlich auch die Filme von Stephen King und Steven Spielberg gesehen. Sie sind mit <em>Twin Peaks </em>aufgewachsen. Wie David Lynch wollte auch Baran bo Odar ursprünglich Maler werden. Das sieht man auch in der neuen Serie, die mitunter mit Bildern stürmischer Seelandschaften à la William Turner besticht.</p>
<p>„Mit Mut stoßen Friese und bo Odar ein Fenster im Betonbunker des deutschen Fernsehens auf und lassen neben frischer Luft Gedanken herein, die sich hierzulande vorher in kein Produkt der Fernsehunterhaltung verirrt hätten“, <a href="https://www.spiegel.de/kultur/tv/dark-finalstaffel-bei-netflix-von-winden-in-die-welt-a-c4daacde-5fd5-4fff-a2cd-59b1de57f241" target="_blank" rel="noopener">schrieb der Spiegel</a>. „Die deutsche Fernsehwelt wird nach <em>Dark</em> nie wieder so sein wie zuvor.“</p>
<p>Diese Einschätzung muss man nicht teilen, aber jedenfalls ebnete <em>Dark</em> den Weg für eine globalere Ausrichtung im Programm von Netflix (<em>Squid Game</em> zum Beispiel) und zeigte, dass die Menschen im Ausland gewillt sind, Untertitel zu lesen. Mit rund 83 Millionen Einwohnern und einer potenten Volkswirtschaft ist Deutschland ein lukrativer Markt. Gleichzeitig will man ein amerikanisches Publikum ansprechen.</p>
<p>Nun kann man mit Geld allein keine gute Serie kaufen (fragen Sie Jeff Bezos). Man kann über Jantje Friese und Baran bo Odar sagen was man will, sie werden auch gerne der Effekthascherei bezichtigt; aber die beiden können ein stimmungsvolles Rätsel gut aussehen lassen und effektive Cliffhanger kreieren. Darüber hinaus haben sie Talent zur Erforschung der menschlichen Tragödie.</p>
<p><iframe class="zeen-lazy-load-base zeen-lazy-load" title="YouTube video player" src="about:blank" data-lazy-src="https://www.youtube.com/embed/p7OUQ9U2qIw" width="560" height="315" frameborder="0" allowfullscreen="allowfullscreen"></iframe><noscript><iframe title="YouTube video player" src="https://www.youtube.com/embed/p7OUQ9U2qIw" width="560" height="315" frameborder="0" allowfullscreen="allowfullscreen"></iframe></noscript></p>
<p>Die neue Serie <em>1899</em> folgt den Passagieren und Besatzungsmitgliedern eines Dampfschiffes, das Europa verließ, um nach New York zu gelangen. Darunter eine britische Ärztin, ein deutscher Kapitän, eine Familie schwedischer Christen, zwei spanische Brüder, eine Geisha, ein Paar französische Hochzeitsreisende und ein polnischer Maschinenraumarbeiter. Sie alle sind vor etwas auf der Flucht und träumen von einem besseren Leben in Amerika, als die USA noch ein Hoffnungsschimmer waren. Doch die Serie spielt nicht zufällig in jenem Jahr, in dem Sigmund Freuds „Traumdeutung“ erschien. Wer <em>Dark</em> gesehen hat, kann davon ausgehen, dass <em>1899</em> mindestens so verknotet ist. Ohne zu viel zu spoilern: Es gibt Reisen durch Zeit und Raum, geheime Portale, gruselige Kinder und familiäre Probleme. Wenn deutsches Fernsehen so aussehen soll, dann bitte gerne mehr davon. Ich blieb nach dem Abspann mit nur einer Frage zurück: Wann kommt die nächste Staffel?</p>
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		<title>Netflix-Hofknicks</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Marietta Steinhart]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 08 Nov 2022 13:00:46 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[<p>Es gibt eine Szene in der neuen Staffel von The Crown, in der Charles seiner nunmehrigen Ex-Frau Diana einen unerwarteten Besuch abstattet und sie ihm eine Eierspeise macht. Die beiden führen an ihrem Küchentisch eine ehrliche Autopsie ihrer gescheiterten Ehe durch. Eine Zeit lang sind sie fast wie Freunde, flirten und lachen. Die Szene ist trashiger als der Matsch, den Charles da isst. Sie ist auch sehr wahrscheinlich frei erfunden. Routinemäßig spult sich jedes Jahr wegen Szenen wie dieser die [&#8230;]</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>Es gibt eine Szene in der neuen Staffel von <em>The Crown,</em> in der Charles seiner nunmehrigen Ex-Frau Diana einen unerwarteten Besuch abstattet und sie ihm eine Eierspeise macht. Die beiden führen an ihrem Küchentisch eine ehrliche Autopsie ihrer gescheiterten Ehe durch. Eine Zeit lang sind sie fast wie Freunde, flirten und lachen. Die Szene ist trashiger als der Matsch, den Charles da isst. Sie ist auch sehr wahrscheinlich frei erfunden.</p>
<p>Routinemäßig spult sich jedes Jahr wegen Szenen wie dieser die gleiche Kontroverse um das Kronjuwel von Netflix ab, aber in diesem Jahr geht die Auseinandersetzung tiefer denn je. Bisher hatten wir den ehemaligen Premierminister John Major (gespielt von Jonny Lee Miller), der die Serie als „als Tatsache vorgeführte Fiktion“ beschrieb, während sein Nachfolger Tony Blair (gespielt von Bertie Carvel) sie als „kompletten Müll“ beschimpfte (<a href="https://www.theguardian.com/tv-and-radio/2022/nov/04/john-major-and-tony-blair-criticise-the-crowns-dramatisation-of-secret-meeting" target="_blank" rel="noopener">nämlich im Guardian</a>).</p>
<p>Schauspielerin Judi Dench hat dem Drama in einem offenen Brief an die Times <a href="https://www.bbc.com/news/entertainment-arts-63326250" target="_blank" rel="noopener">„grobe Sensationsgier“ attestiert</a> und hinzugefügt, dass die fiktiven Berichte über historische Ereignisse „auf eine grausame Art ungerecht“ gegenüber der königlichen Familie und „schädlich für die Institution, die sie repräsentieren“, seien. Natürlich liegt eine gewisse Ironie darin, dass ausgerechnet eine Frau, die für ihre Rolle als Elizabeth I. in dem Film <em>Shakespeare in Love</em> (1998) einen Oscar als beste Nebendarstellerin gewann, auf historische Genauigkeit besteht. Aber Netflix hat einen Hofknicks gemacht und stellt <em>The Crown</em> jetzt unter dem Trailer zum ersten Mal als „fiktive Dramatisierung“ in Rechnung.</p>
<p><iframe class="zeen-lazy-load-base zeen-lazy-load" title="YouTube video player" src="about:blank" data-lazy-src="https://www.youtube.com/embed/Ej0vb8xhvbw" width="560" height="315" frameborder="0" allowfullscreen="allowfullscreen"></iframe><noscript><iframe title="YouTube video player" src="https://www.youtube.com/embed/Ej0vb8xhvbw" width="560" height="315" frameborder="0" allowfullscreen="allowfullscreen"></iframe></noscript></p>
<p>Spielt <em>The Crown</em> bzw. ihr Schöpfer Peter Morgan wirklich zu locker mit den Fakten? Jedes Drama, an dem echte Menschen beteiligt sind, ist bis zu einem gewissen Grad Fiktion. Als Charles und Diana einander in die Augen starrten und merkten, dass es vorbei war, war niemand sonst im Raum – es war vermutlich auch keine Eierspeise involviert. Die Frage, wann eine Geschichte etwas Wahres erzählt, kann Anlass sein, über die Wahrheit von Geschichten an sich nachzudenken. Und was wollen wir eigentlich von einer Serie wie <em>The Crown</em><em>: </em>die „Fakten“ oder die interessanteste Interpretation der Geschichte? Natürlich ist Peter Morgan nicht der erste, der das Leben der britischen Royals dramatisiert. Shakespeare zum Beispiel fand viel Wahrheit in der Fiktion. Zuletzt hat Kristen Stewart Diana gespielt, in Pablo Larraíns sehr freier Bearbeitung <a href="https://youtu.be/WllZh9aekDg" target="_blank" rel="noopener"><em>Spencer</em></a> (2021).</p>
<p>Vieles von dem royalen Wirbel hat mit Timing zu tun. Einige der Personen, die in der neuen Staffel vorkommen, sind noch am Leben. Sie konzentriert sich auf die 1990er Jahre, ein Jahrzehnt, an das sich außerdem viele Zuschauer:innen noch erinnern können, und eine Zeit beträchtlicher Skandale für das Haus von Windsor. Klar: Nur kurze Zeit, nachdem der echte König Charles den Thron bestiegen hat, will er vielleicht nicht unbedingt an das pikante Schmuddel-Telefonat des „Tampon-Gate“ erinnert werden (als er zu Camilla sagte, er wolle als ihr Tampon wiedergeboren werden). So etwas kann man nicht erfinden.</p>
<p>Es mag fiktionalisiert sein, aber <em>The Crown</em> vermittelt eine Menge dessen, was tatsächlich passiert ist: Queen Elizabeths „Annus Horribilis“ 1992, als sich drei ihrer vier Kinder von ihren Partnern trennten; den Rosenkrieg zwischen Charles und Diana und ihr Fernsehinterview mit der BBC. Die neue Staffel dreht sich jedoch im Guten wie im Schlechten letztendlich um Charles (gespielt von Dominic West), der darauf wartet, dass seine Mummy endlich stirbt – was natürlich taktlos in Anbetracht der Tatsache scheint, dass die Queen erst vor zwei Monaten tatsächlich gestorben ist.</p>
<figure id="attachment_9042" aria-describedby="caption-attachment-9042" style="width: 550px" class="wp-caption alignnone"><img data-recalc-dims="1" decoding="async" src="https://i0.wp.com/filmfilter.at/wp-content/uploads/2022/11/crown-s5.jpg?resize=550%2C309&#038;ssl=1" class="zeen-lazy-load-base zeen-lazy-load wp-image-9042" data-lazy-src="https://filmfilter.at/wp-content/uploads/2022/11/crown-s5-300x169.jpg" alt="The Crown, Peter Morgan" width="550" height="309" /><figcaption id="caption-attachment-9042" class="wp-caption-text"><noscript><img data-recalc-dims="1" decoding="async" class="wp-image-9042" src="https://i0.wp.com/filmfilter.at/wp-content/uploads/2022/11/crown-s5.jpg?resize=550%2C309&#038;ssl=1" alt="The Crown, Peter Morgan" width="550" height="309" srcset="https://i0.wp.com/filmfilter.at/wp-content/uploads/2022/11/crown-s5.jpg?resize=300%2C169&amp;ssl=1 300w, https://i0.wp.com/filmfilter.at/wp-content/uploads/2022/11/crown-s5.jpg?resize=1024%2C576&amp;ssl=1 1024w, https://i0.wp.com/filmfilter.at/wp-content/uploads/2022/11/crown-s5.jpg?resize=770%2C433&amp;ssl=1 770w, https://i0.wp.com/filmfilter.at/wp-content/uploads/2022/11/crown-s5.jpg?resize=500%2C281&amp;ssl=1 500w, https://i0.wp.com/filmfilter.at/wp-content/uploads/2022/11/crown-s5.jpg?resize=293%2C165&amp;ssl=1 293w, https://i0.wp.com/filmfilter.at/wp-content/uploads/2022/11/crown-s5.jpg?resize=390%2C219&amp;ssl=1 390w, https://i0.wp.com/filmfilter.at/wp-content/uploads/2022/11/crown-s5.jpg?w=1280&amp;ssl=1 1280w" sizes="(max-width: 550px) 100vw, 550px" /></noscript> Dominic West, Elizabeth Debicki in: The Crown, S5</figcaption></figure>
<p>Die Royals selbst haben sich nie direkt zur Serie geäußert – mit Ausnahme von Prinz Harry, der James Corden sagte, die Serie sei eindeutig „Fiktion“ und er selbst sei viel mehr besorgt darüber, dass Zeitungen Lügen über ihn und seine Familie verbreiten und als Tatsache verkaufen (<a href="https://youtu.be/7oxlCKMlpZw" target="_blank" rel="noopener">hier das zugehörige Video</a>). Das mag eine vernünftige Einstellung sein, vielleicht unterschätzt sie auch die diffuse Publikumswirkung des Schnittstellenfernsehens zwischen Realität und Fiktion. Vielleicht hat Harry aber auch nur einen eigenen Interessenkonflikt dabei im Sinn: den Multi-Millionen-Dollar-Produktionsvertrag von Harry und Meghan mit Netflix. Ihre umstrittene Doku wurde eben erst von Dezember auf 2023 verschoben.</p>
<p>Fürs Protokoll: Wie viele Filme oder Serien mit dem Tag „based on true events“ ist <em>The Crown</em> keine Nacherzählung der Geschichte und hat dies auch nie behauptet. Es gibt einige Dokumentarfilme über die Royals, die fragwürdiger sind als dieses Drama. Aber nicht ganz verständlich ist, warum Netflix sich gar so lange um eine prominent platzierte Klarstellung bitten hat lassen. Im Jahr 2020 forderte der ehemalige britische Kulturminister Oliver Dowden den Streamer auf, <em>The Crown</em> mit einem Disclaimer zu versehen. Es gebe eine „moralische Verantwortung“, den Zuschauern klar zu machen, dass es sich um ein Drama und nicht um historische Fakten handelt, <a href="https://www.theguardian.com/tv-and-radio/2020/dec/01/helena-bonham-carter-says-the-crown-should-admit-to-viewers-its-a-drama" target="_blank" rel="noopener">räumte auch die Schauspielerin Helena Bonham Carter in einem Podcast ein</a>. Netflix blieb hart.</p>
<p>Hat Judi Dench also recht? Ja, in dem Sinne, dass <em>The Crown</em> auch „Sensationsgier“ ist. Es ist auch gutes Fernsehen, viele Preise und für gewöhnlich serienferne Publikumsschichten unterstreichen das. Bis jetzt hat Peter Morgan das seltene Kunststück vollbracht, dass sein stattliches Drama, eben eine Mischung aus realer Gesellschaftspolitik und schicker Fantasie, mit jedem Mal besser wurde. Die neue Staffel rutscht nun etwas in den Kitsch ab. Doch wird ein einfacher Disclaimer die Leute davon abhalten zu denken, dass das, was sie sehen, nicht wahr ist?</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://filmfilter.at/kolumnen/brooklyn-bulletin/netflix-hofknicks/">Netflix-Hofknicks</a> erschien zuerst auf <a href="https://filmfilter.at">filmfilter</a>.</p>
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