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		<title>Nightwatch: Demons are forever</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Benjamin Moldenhauer]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 22 May 2024 09:15:46 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[<p>„Nightwatch: Demons are forever“: Ole Bornedals Fortsetzung seines markanten Serienmörderthriller-Debüts versprüht bezaubernden Neunzigerjahre-Retro-Charme. Die Neunzigerjahre waren eigentlich eine ganz gute Zeit für Serienmörder, zumindest auf der Leinwand. Im Gefolge von Das Schweigen der Lämmer und Sieben fielen zahlreiche sinistre Gestörte in die Kinos ein und meuchelten, meist Frauen, im Akkord. Meist verbunden mit einem kompliziert-mythologischen Muster, das ein FBI-Mensch aufdröseln musste. Ein weiteres Merkmal der kleinen Welle an Neunzigerjahreserienmörderfilmen war die Überdrehtheit. Die Psychopathen waren dämonisch oder bizarr, oft erschienen [&#8230;]</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p><em>„Nightwatch: Demons are forever“: Ole Bornedals Fortsetzung seines markanten Serienmörderthriller-Debüts versprüht bezaubernden Neunzigerjahre-Retro-Charme. </em></p>
<p>Die Neunzigerjahre waren eigentlich eine ganz gute Zeit für Serienmörder, zumindest auf der Leinwand. Im Gefolge von <em>Das Schweigen der Lämmer </em>und <em>Sieben </em>fielen zahlreiche sinistre Gestörte in die Kinos ein und meuchelten, meist Frauen, im Akkord. Meist verbunden mit einem kompliziert-mythologischen Muster, das ein FBI-Mensch aufdröseln musste. Ein weiteres Merkmal der kleinen Welle an Neunzigerjahreserienmörderfilmen war die Überdrehtheit. Die Psychopathen waren dämonisch oder bizarr, oft erschienen sie als geradezu übermenschliche Figuren mit quasi-religiösem Auftrag oder zumindest sehr besonderen Obsessionen. Rip-offs wie <em>Denn zum Küssen sind sie da </em>oder<em> Copykill</em> sind auch im Rückblick nicht sonderlich ruhmreich, aber doch sehr unterhaltsam. Auch wenn all diese Filme zur Mythologisierung eigentlich banaler Gewalt in unguter Weise beigetragen haben.</p>
<p>Einer der bemerkenswerteren Filme damals war keine US-amerikanische, sondern eine dänische Produktion. Ole Bornedals Regiedebüt <em>Nightwatch</em> kam 1994 in die Kinos und war erst einmal nicht viel mehr als der damals gängige Serial-Killer-Thriller: ein Whodunit-Plot, eine Psychopathen-Parade sondergleichen und abenteuerliche Plotvolten, deren Plausibilisierung vom sehr guten Cast gestemmt werden musste, der in dieser Hinsicht vom Drehbuch weitgehend alleingelassen wurde. Wenn man es den Schauspieler:innen nicht abnahm, glaubte man das alles gar nicht, und es wirkte unfreiwillig komisch, verstärkt durch die bewusst komödiantischen Untertöne des Films. Wer die gewagten Plottwists und das furios übersteuerte Finale von <em>Nightwatch </em>aber mitging, bekam einen latent überdrehten Thriller mit latenten Kink-Untertönen (Sex in der Leichenhalle) und einem misogynen Subtext, bei dem nicht ganz klar war, ob er affirmativ gedacht war oder kritisch.</p>
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<p>Zumindest beim letzteren Punkt schafft Bornedals spätes, unerwartetes und wohl auch von niemanden wirklich vermisstes Sequel <em>Nightwatch: Demons are forever</em> Klarheit, indem es den männlichen Helden des ersten Films durch eine Heldin ersetzt. Wobei ersterer immer noch durch die Szenerie schleicht. Martin (Nikolaj Coster-Waldau) ist von den damaligen Ereignissen auch dreißig Jahre später noch schwerst traumatisiert. Die Hauptrolle aber spielt jetzt seine Tochter Emma (gespielt von der Tochter des Regisseurs, Fanny Leander Bornedal). Und wie es sich für eine Traumageschichte gehört, wird erst einmal Wesentliches wiederholt, zwanghaft: Emma studiert Medizin, wie ihr Vater, und übernimmt den Nachtwächterjob in derselben Leichenhalle wie er. Um es dann auch schnell mit demselben Serienmörder zu tun zu bekommen, dem nekrophilen Psychopathen Wörmer (Ulf Pilgaard).</p>
<p>Der hatte 1994 Emmas Mutter und ihren Vater in der Leichenhalle zu zersägen versucht. Inzwischen sitzt er in einer psychiatrischen Klinik. Emma macht sich auf die Suche, um das Trauma zu verstehen und aufzudecken. Und stößt damit eine neue Mordserie an. Wörmer aber kann nicht der Täter sein, weil er eben in der Geschlossenen sitzt und außerdem erblindet ist.</p>
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<p>Soweit die an sich schon etwas gewagte Ausgangslage, die das Skript von Bornedal dann immer weiter ins Unplausible treibt. Man kann die Auflösung und den Weg dahin nicht zusammenfassen, ohne massiv zu spoilern. Aber wo der erste <em>Nightwatch</em>-Film die Grenze des innerhalb der Genrekoordinaten Plausiblen nicht verletzte, überschreitet das Sequel sie immer wieder mit Karacho.</p>
<p>Was man nicht unbedingt gegen den Film wenden muss. Die Übersteuerung des Plotverlaufs findet ihre Entsprechung in der Freakshow auf der Leinwand. Psychopathen reiben sich hier noch mit Blut ein, donnern ihren Kopf gegen Sicherheitsglas und lachen ununterbrochen irre. Auch in dieser Hinsicht versprüht <em>Nightwatch: Demons are forever</em> einen recht bezaubernden Neunzigerjahre-Retro-Charme.</p>
<p>Ein guter Film im engeren Sinne ist <em>Nightwatch: Demons are forever</em> also nicht geworden. Aber langweilig ist er zu keiner Minute, immer ist was los. Das Finale endet im Vergleich zum ersten Teil dann etwas abrupt. Damals musste sich noch einer selbst den Daumen absägen, um den Killer zu erlegen. Heute genügt eine kurze Schießerei mit Gekreisch. Bis dahin aber herrscht auf der Leinwand unterhaltsamer Exzess.</p>
<p>&nbsp;</p>
<div style="font-size: 12px; line-height: 1.9; background-color: #eaeae5; padding: 30px; color: #1e1e1e;"><p><strong>Nightwatch: Demons are Forever / Nattevagten – Dæmoner går i arv</strong><br />
<strong>Dänemark 2023, Regie und Drehbuch</strong> Ole Bornedal<br />
<strong>Mit</strong> Fanny Leander Bornedal, Alex Høgh-Andersen, Nikolaj Coster-Waldau, Sofie Gråbøl, Kim Bodnia, Ulf Pilgaard<br />
<strong>Laufzeit</strong> 110 Minuten</p>
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		<title>A Murder at the End of the World</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Marietta Steinhart]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 01 Dec 2023 16:25:47 +0000</pubDate>
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										<content:encoded><![CDATA[<p><em>„A Murder at the End of the World”: ein weiblicher Poirot im Zeitalter der Tech-Schurken – Miniserie auf Disney+</em></p>
<p>Viele kennen die Schauspielerin Emma Corrin als junge Prinzessin Diana aus dem Netflix-Kronjuwel <em>The Crown</em>. Ihre neue Rolle könnte nicht weiter davon entfernt sein. In der Krimiserie <em>A Murder at the End of the World </em>spielt sie einen neurotischen Hercule Poirot für das Tech-Zeitalter. Dabei verknüpft der Siebenteiler recht elegant zwei aktuelle Trends: das Whodunit im Stil von Agatha Christie und Künstliche Intelligenz. Rian Johnson, der regierende US-Meister des retroseligen Krimis, hat uns zuletzt Benoit Blanc (<em>Knives Out</em>) und Charlie Cale (<em>Poker Face</em>) geschenkt. Jetzt bekommen wir Darby Hart. Da die Schöpfer der Serie Zal Batmanglij und Brit Marling sind, die beiden Köpfe hinter der Mystery-Serie <em>The OA</em> (die grausamerweise nach zwei Staffeln eingestellt wurde), war nichts Konventionelles zu erwarten.</p>
<p>Exzentrische Tech-Milliardäre sind die Schurken du jour, und so spielt Clive Owen den von Elon Musk und/oder Mark Zuckerberg inspirierten CEO Andy Ronson, der gemeinsam mit seiner Hackerfrau Lee (Brit Marling) einige der besten Köpfe der Welt zu einem geheimen Gipfeltreffen in sein futuristisches Winterhotel nach Island einlädt. Auf der Gästeliste stehen unter anderem eine Architektin, eine Astronautin und die 24-jährige Krimiautorin/Hackerin Darby Hart, gespielt von Corrin.</p>
<figure id="attachment_11117" aria-describedby="caption-attachment-11117" style="width: 550px" class="wp-caption alignnone"><img data-recalc-dims="1" fetchpriority="high" decoding="async" src="https://i0.wp.com/filmfilter.at/wp-content/uploads/2023/12/A-Murder-at-the-End-of-the-World_Clive-Owen.jpg?resize=550%2C309&#038;ssl=1" class="zeen-lazy-load-base zeen-lazy-load wp-image-11117" data-lazy-src="https://filmfilter.at/wp-content/uploads/2023/12/A-Murder-at-the-End-of-the-World_Clive-Owen-300x169.jpg" alt="Owen, A Murder at the End of the World" width="550" height="309" /><figcaption id="caption-attachment-11117" class="wp-caption-text"><noscript><img data-recalc-dims="1" decoding="async" class="wp-image-11117" src="https://i0.wp.com/filmfilter.at/wp-content/uploads/2023/12/A-Murder-at-the-End-of-the-World_Clive-Owen.jpg?resize=550%2C309&#038;ssl=1" alt="Owen, A Murder at the End of the World" width="550" height="309" srcset="https://i0.wp.com/filmfilter.at/wp-content/uploads/2023/12/A-Murder-at-the-End-of-the-World_Clive-Owen.jpg?resize=300%2C169&amp;ssl=1 300w, https://i0.wp.com/filmfilter.at/wp-content/uploads/2023/12/A-Murder-at-the-End-of-the-World_Clive-Owen.jpg?resize=1024%2C576&amp;ssl=1 1024w, https://i0.wp.com/filmfilter.at/wp-content/uploads/2023/12/A-Murder-at-the-End-of-the-World_Clive-Owen.jpg?resize=770%2C433&amp;ssl=1 770w, https://i0.wp.com/filmfilter.at/wp-content/uploads/2023/12/A-Murder-at-the-End-of-the-World_Clive-Owen.jpg?resize=500%2C281&amp;ssl=1 500w, https://i0.wp.com/filmfilter.at/wp-content/uploads/2023/12/A-Murder-at-the-End-of-the-World_Clive-Owen.jpg?resize=293%2C165&amp;ssl=1 293w, https://i0.wp.com/filmfilter.at/wp-content/uploads/2023/12/A-Murder-at-the-End-of-the-World_Clive-Owen.jpg?resize=1400%2C788&amp;ssl=1 1400w, https://i0.wp.com/filmfilter.at/wp-content/uploads/2023/12/A-Murder-at-the-End-of-the-World_Clive-Owen.jpg?resize=390%2C219&amp;ssl=1 390w, https://i0.wp.com/filmfilter.at/wp-content/uploads/2023/12/A-Murder-at-the-End-of-the-World_Clive-Owen.jpg?resize=1320%2C743&amp;ssl=1 1320w, https://i0.wp.com/filmfilter.at/wp-content/uploads/2023/12/A-Murder-at-the-End-of-the-World_Clive-Owen.jpg?w=1536&amp;ssl=1 1536w" sizes="(max-width: 550px) 100vw, 550px" /></noscript> Clive Owen</figcaption></figure>
<p>Ronson glaubt, dass ein originärer Gedanke mehr darüber entscheidet, ob es eine Zukunft für die Menschen gibt, als Öl oder sogar Wasser. Und so tauschen die neun Visionäre, am Ende der Welt zwischen Eisbergen und Schneestürmen, große Ideen aus, diskutieren über die Feinheiten des Klimawandels oder den Nutzen des Überwachungskapitalismus und erträumen sich neue Wege die Welt zu retten.</p>
<p>Weil es sich hierbei um ein Whodunit handelt, dauert es selbstverständlich nicht lange, bis einer der Gäste tot it. Eine Überdosis, sagt der Milliardär. Es war Mord, behauptet Darby Hart. Schließlich hat die Hobby-Detektivin, die auch als „Gen Z Sherlock Holmes“ bezeichnet wird, Erfahrung mit solchen Dingen, auch wenn ihr kurz getragenes, rosafarbenes Haar das nicht vermuten lassen würde. Ihre Einladung zu dem ultra-geheimen Treffen ist dem Erfolg ihrer jüngsten True-Crime-Memoiren zu verdanken, in denen sie die Verfolgung eines Serienmörders mit Hilfe ihres ersten Freundes (ein großartiger Harris Dickinson) schildert.</p>
<p>Mehr von der Handlung braucht es nicht und würde Spaß kosten. <em>A Murder at the End of the World </em>springt immer wieder in die Vergangenheit, wo sich eine schöne Noir-Liebesgeschichte in dunstigen, neonbeleuchteten Motels abspielt, unterlegt mit dem Sound von Annie Lennox. Vieles kommt einem zu Beginn bekannt vor, aber wer sich vor Augen hält, wer diese Serie verantwortet, kann davon ausgehen, dass hier ein smarter Twist versteckt ist.</p>
<p><iframe class="zeen-lazy-load-base zeen-lazy-load" title="YouTube video player" src="about:blank" data-lazy-src="https://www.youtube.com/embed/AnPl4PuNb5U?si=6J9GT2RAk_asMXlL" width="560" height="315" frameborder="0" allowfullscreen="allowfullscreen"></iframe><noscript><iframe title="YouTube video player" src="https://www.youtube.com/embed/AnPl4PuNb5U?si=6J9GT2RAk_asMXlL" width="560" height="315" frameborder="0" allowfullscreen="allowfullscreen"></iframe></noscript></p>
<p>Der Siebenteiler beschäftigt sich mit einigen relevanten Themen unserer Zeit, mit Gewalt gegen Frauen etwa, mit der Faszination für „alternative Intelligenz“, sprich KI, und mit der tiefen Angst vor klimabedingten Katastrophen. Es gibt auch einen Hauch von Science-Fiction, da Andy Ronson Technologie einführt, die leicht über die Grenzen dessen hinausweisen, was derzeit möglich ist – wie eine hochmoderne KI namens Ray (Edoardo Ballerino), die von Ronson als persönlicher Assistent, Lehrer und Therapeut verkauft wird.</p>
<p>Clive Owen ist ein angenehmer Zeitgenosse und spielt den eingebildeten Größenwahnsinnigen patent, aber das Hauptaugenmerk liegt hier auf Emma Corrin. Ihre Darby Hart muss sich nicht vor ihren männlichen Vorbildern verstecken. Im Gegenteil: Hercule Poirot, Sherlock Holmes, Benoit Blanc und wie sie alle heißen, würden vor Neid erblassen.</p>
<p>&nbsp;</p>
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		<title>Gesunde Wut</title>
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		<pubDate>Thu, 22 Dec 2022 16:00:59 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[<p>„Glass Onion: A Knives Out Mystery“: Ex-Bond Daniel Craig wird hoffentlich bald ikonisch als Privatdetektiv Benoit Blanc. Um es vorwegzunehmen, Glass Onion ist einer der unterhaltsamsten und trotz seiner fast zweieinhalb Stunden Laufzeit kurzweiligsten Filme des laufenden Jahres. Eine Kontinuität zum ersten, ebenfalls ungeheuer entertaining ausgefallenen Knives Out-Film: Die Intelligenz der Konstruktion überträgt sich auf Zuschauerin und Zuschauer. Man ist, um es einmal hochgestochen zu formulieren, identifiziert mit dem Blick des Privatdetektivs Benoit Blanc (Daniel Craig in seiner hoffentlich in [&#8230;]</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p><em>„Glass Onion: A Knives Out Mystery“: Ex-Bond Daniel Craig wird hoffentlich bald ikonisch als Privatdetektiv Benoit Blanc. </em></p>
<p>Um es vorwegzunehmen, <em>Glass Onion </em>ist einer der unterhaltsamsten und trotz seiner fast zweieinhalb Stunden Laufzeit kurzweiligsten Filme des laufenden Jahres. Eine Kontinuität zum ersten, ebenfalls ungeheuer <em>entertaining</em> ausgefallenen <em>Knives Out</em>-Film: Die Intelligenz der Konstruktion überträgt sich auf Zuschauerin und Zuschauer. Man ist, um es einmal hochgestochen zu formulieren, identifiziert mit dem Blick des Privatdetektivs Benoit Blanc (Daniel Craig in seiner hoffentlich in naher Zukunft, James Bond hin, James Bond her, ikonischen Rolle), der Schlüsse und Verbindungen zieht und versucht, die Rätsel um die Motive der Anwesenden und den Ablauf des Verbrechens zu lösen. Ein Film, der die Intelligenz des Publikums nicht mittels schwierigen Verrätselungen, sondern mit sehr eleganten Rätsellösungen mobilisiert.</p>
<p>Dann ist das Sequel auch noch um einiges lustiger als der erste <em>Knives Out</em>. Und letzterer war bereits mit einem ganzen Wurf skurriler Charaktere bevölkert, die so angelegt waren, dass der Cast zahlreiche Gelegenheiten hatte, sich schauspielerisch auszutoben. Auch an dem Punkt legt <em>Glass Onion </em>noch eine Schippe drauf. Gemordet wird hier unter einer Gruppe ehemaliger Freunde, die inzwischen nur noch durch Geld, gegenseitige Abhängigkeit, Schuld und Lügen miteinander verbunden sind. Und mittendrin der Detektiv, vor dessen Augen sich nicht nur die Motivlage entfaltet, sondern auch eine ganze Parade von Arschlöchern vorbeizieht.</p>
<p><iframe class="zeen-lazy-load-base zeen-lazy-load" title="YouTube video player" src="about:blank" data-lazy-src="https://www.youtube.com/embed/pt_kY3igK0Q" width="560" height="315" frameborder="0" allowfullscreen="allowfullscreen"></iframe><noscript><iframe title="YouTube video player" src="https://www.youtube.com/embed/pt_kY3igK0Q" width="560" height="315" frameborder="0" allowfullscreen="allowfullscreen"></iframe></noscript></p>
<p>In diesem Aspekt ist der Subtext dieses Films enthalten, der bereits im ersten präsent war, wenn auch eher verborgen: Die Drehbücher von Regisseur Rian Johnson sind von einer spürbaren Wut auf reiche Menschen beseelt, in dem Wissen, dass man in einer kapitalistisch organisierten Gesellschaft nur an große Mengen Reichtum kommt, wenn man Geld und Kapital anderen entwendet oder sie ohne nennenswerte Gewissensbisse ausbeutet. Diese gesunde Wut schlägt in <em>Glass Onion </em>noch ungebremster durch, inklusive einer sehr lustvoll inszenierten Zerstörung der Milliardärsvilla. Edward Norton, wie alle anderen hier in Hochform, trägt das Übrige dazu bei, indem er das reiche Arschloch als stumpfen, Elon-Musk-förmigen Soziopathen spielt, und gerade nicht als Parodie. Wo es ja von Jahr zu Jahr schwerer wird, die herrschende Klasse mit den Mitteln der Kunst zu parodieren. Insofern würde dieser Film auch sehr gut als Double-Feature mit <em>Triangle of Sadness </em>(<a href="https://filmfilter.at/themen/kritiken/leinen-los/">unsere Besprechung</a>) funktionieren.</p>
<p>Das Böse hat hier nichts Sinistres oder Mondänes, sondern ist vollends banal. Und der Mord geschieht nicht einmal mehr aus Leidenschaft. Wie schon im ersten Teil sind die Motive aller Beteiligten – Benoit Blanc und seinen erneut weiblichen Sidekick (dieses Mal gespielt von Janelle Monáe) ausgenommen – vollkommen schäbig. Und wenn auch die Raffinesse der Lösung wieder einmal beeindruckt, macht <em>Glass</em> <em>Onion </em>sich den Spaß, den Mörder als tumben Vollidioten zu porträtieren, der dem Detektiv die Lösung schwermacht, gerade weil seine Aktionen ungemein dumm sind. Ein Arsch halt, aber anders als im ersten Teil eben auch ein dummer Arsch – was dann auch das Wort ist, das in diesem Film in verschiedensten Variationen am häufigsten fällt.</p>
<p><iframe class="zeen-lazy-load-base zeen-lazy-load" title="YouTube video player" src="about:blank" data-lazy-src="https://www.youtube.com/embed/-xR_lBtEvSc" width="560" height="315" frameborder="0" allowfullscreen="allowfullscreen"></iframe><noscript><iframe title="YouTube video player" src="https://www.youtube.com/embed/-xR_lBtEvSc" width="560" height="315" frameborder="0" allowfullscreen="allowfullscreen"></iframe></noscript></p>
<p>Damit ist <em>Glass Onion </em>zum einen eine erneut berauschend intelligent gebaute Hommage an die große Tradition des Whodunit (inklusive eines sehr schönen Gastauftritts der im Oktober 2022 verstorbenen <em>Mord ist ihr Hobby</em>-Akteurin Angela Lansbury). Darüber hinaus zerlegt der Film zornig die aktuelle Ausprägung des Sozialcharakters des jungen Aufsteigers, der buchstäblich über Leichen geht und hier wahlweise in den Bereichen Hightech, Politik, Influencertum oder Mode reüssieren kann. Dagegen steht der abgeklärte, unkorrumpierbare Privatdetektiv. Insofern ist der zweite <em>Knives Out</em>-Film sozusagen strukturell nicht zuletzt eine Art Film Noir. Was man nur nicht gleich merkt, weil er vor allem hochkomisch ist.</p>
<p>&nbsp;</p>
<div style="font-size: 12px; line-height: 1.9; background-color: #eaeae5; padding: 30px; color: #1e1e1e;"><p><strong>Glass Onion: A Knives Out Mystery</strong><br />
<strong>USA 2022, Regie und Drehbuch</strong> Rian Johnson<br />
<strong>Mit</strong> Daniel Craig, Edward Norton, Dave Bautista, Janelle Monáe, Kate Hudson, Jessica Henwick<br />
<strong>Laufzeit</strong> 140 Minuten</p>
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		<title>Knives Out (2019)</title>
		<link>https://filmfilter.at/starkes-stueck/knives-out-2019/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Benjamin Moldenhauer]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 19 Sep 2022 18:21:51 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[<p>In Whodunit-Filmen schwingen Meta-Ebene und Selbstironie zwangsläufig mit, mal mehr, mal weniger sanft. Das Rätsel ist, auch wenn es sich plausibel lösen lässt und keine Logiklücken enthält, ohne Zweifel konstruiert. Und wo man die Gemachtheit spürt, ist die Selbstironie prinzipiell nicht weit. Das Schönste an dem wirklich formvollendeten Film Knives Out ist, mit welcher Leichtigkeit er die Balance zwischen Augenzwinkern und ernstem Krimi-Plot hält. Das Setting ist so klassisch, dass es – mit ein paar Film-Jahrzehnten mit Miss Marple und [&#8230;]</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>In Whodunit-Filmen schwingen Meta-Ebene und Selbstironie zwangsläufig mit, mal mehr, mal weniger sanft. Das Rätsel ist, auch wenn es sich plausibel lösen lässt und keine Logiklücken enthält, ohne Zweifel konstruiert. Und wo man die Gemachtheit spürt, ist die Selbstironie prinzipiell nicht weit. Das Schönste an dem wirklich formvollendeten Film <em>Knives Out </em>ist, mit welcher Leichtigkeit er die Balance zwischen Augenzwinkern und ernstem Krimi-Plot hält.</p>
<p>Das Setting ist so klassisch, dass es – mit ein paar Film-Jahrzehnten mit Miss Marple und Sherlock Holmes und der endgültigen Genre-Veralberung <em>Eine Leiche zum Dessert</em> im Rücken – schon fast den Charakter einer Versuchsanordnung bekommt: Wie überzeugend kann man heute noch eine Geschichte erzählen, die damit beginnt, dass eine, sagen wir mal, sehr konfliktlastige Erbengemeinschaft in einem alten britischen Herrenhaus zu einer Feier zusammenkommt und das Familienoberhaupt, der erfolgreicher und schwerreicher Krimiautor ist, stirbt? Was zuerst wie ein Selbstmord aussieht, aber keiner ist, oder eigentlich irgendwie doch, aber anders als man denkt. Mittendrin natürlich ein mysteriöser, aber rustikal auftretender Privatdetektiv, gespielt von Daniel Craig. Die Antwort, die Regisseur Rian Johnson mit Skript und Inszenierung von <em>Knives Out </em>formuliert, ist: sehr überzeugend.</p>
<p><iframe class="zeen-lazy-load-base zeen-lazy-load" title="YouTube video player" src="about:blank" data-lazy-src="https://www.youtube.com/embed/sL-9Khv7wa4" width="560" height="315" frameborder="0" allowfullscreen="allowfullscreen"></iframe><noscript><iframe title="YouTube video player" src="https://www.youtube.com/embed/sL-9Khv7wa4" width="560" height="315" frameborder="0" allowfullscreen="allowfullscreen"></iframe></noscript></p>
<p>Der Film ist so gebaut, dass man als Zuschauer:in ständig angehalten ist zu prüfen, was man weiß, was die Figuren wissen und worauf das alles zulaufen könnte. Dass man da mit Begeisterung mitmacht, liegt daran, dass alle – also alle Figuren –, bei allem Spaß, den Johnson mit Stereotypen hat, so auftreten, dass man sich für sie und ihre Verfehlungen und all ihre möglichen Verbrechen tatsächlich interessiert. Was wiederum daran liegt, dass ausnahmslos alle Schauspieler:innen hier nicht nur mit Virtuosität, sondern auch mit großem Spaß zu Werke gegangen sind – allen voran Jamie Lee Curtis als verhärtete Autorentochter und Chris Evans als unglaublich arschlochhafter Enkel; aber eigentlich kann man da kaum Unterschiede machen in diesem Fall: Don Johnson, Christopher Plummer, Toni Collette und natürlich Craig – alle toll.</p>
<p>Und am Ende löst sich dann alles zu allem Überfluss auch noch in einem schon sagenhaft gut geschriebenen Finale auf. (Es gibt übrigens schon den Teaser <a href="https://youtu.be/-xR_lBtEvSc" target="_blank" rel="noopener">zum nächsten Puzzle</a>, das in Griechenland zusammengestückelt werden will.)</p>
<p>&nbsp;</p>
<div style="font-size: 12px; line-height: 1.9; background-color: #eaeae5; padding: 30px; color: #1e1e1e;"><p><strong>Knives Out</strong><br />
<strong>USA 2019, Buch &amp; Regie</strong> Rian Johnson<br />
<strong>Mit</strong> Daniel Craig, Ana de Armas, Chris Evans, Michael Shannon, Don Johnson, Katherine Langford, LaKeith Stanfield, Jamie Lee Curtis, Christopher Plummer, Toni Collette<br />
<strong>Laufzeit</strong> 130 Minuten</p>
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		<title>Heimeliger Horror</title>
		<link>https://filmfilter.at/fantastischer-film/heimeliger-horror-scream/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Benjamin Moldenhauer]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 15 Jan 2022 15:30:02 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Fantastischer Film]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Der neue „Scream“ macht großen Spaß und stupst das Franchise wie nebenbei ins neue Jahrzehnt. Zumindest dreimal hat der Regisseur Wes Craven maßgeblich dazu beigetragen, das Horrorgenre ins nächste Jahrzehnt rüber zu retten, immer in Zwölfjahresabständen. 1972 mit seinem beklemmend kaputten The Last House on the Left, der eine bis dahin unbekannte Negativität ins Genre einführte (die bis in heutige Torture-Porn-Exzesse ausstrahlt). 1984 mit A Nightmare on Elm Street, der ein Horrorfilmmonster zum ersten Mal seit den Fünfzigerjahren wieder zu [&#8230;]</p>
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]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><em>Der neue „Scream“ macht großen Spaß und stupst das Franchise wie nebenbei ins neue Jahrzehnt.</em></p>
<p>Zumindest dreimal hat der Regisseur Wes Craven maßgeblich dazu beigetragen, das Horrorgenre ins nächste Jahrzehnt rüber zu retten, immer in Zwölfjahresabständen. 1972 mit seinem beklemmend kaputten <em>The Last House on the Left</em>, der eine bis dahin unbekannte Negativität ins Genre einführte (die bis in heutige Torture-Porn-Exzesse ausstrahlt). 1984 mit <em>A Nightmare on Elm Street</em>, der ein Horrorfilmmonster zum ersten Mal seit den Fünfzigerjahren wieder zu einem das Genre überschreitenden Massenphänomen mit flächendeckendem Merchandise werden ließ. Und 1996 mit der finalen Überführung des Slasher ins Postmoderne, mittels selbstreflexiver Scherze (vorbereitet bereits zwei Jahre zuvor mit <em>Freddy&#8217;s New Nightmare</em>). Das Schöne an <em>Scream</em> war, dass er auf zwei Ebenen funktionierte; zum einen auf der beim heutigen Wiedersehen gar nicht so aufdringlichen Metaebene (der Film adressiert einen als wissende Zuschauer:in, man checkt die Verweise und kann die Selbstironie schätzen) und zugleich unmittelbar (der Film adressierte einen als Kind, das Angst vorm schwarzen Mann hat). Ein toller Highschool-Film ist <em>Scream</em> (flat auf Sky) außerdem.</p>
<p><iframe class="zeen-lazy-load-base zeen-lazy-load" title="YouTube video player" src="about:blank" data-lazy-src="https://www.youtube.com/embed/tV4PTwciTuQ" width="560" height="315" frameborder="0" allowfullscreen="allowfullscreen"></iframe><noscript><iframe title="YouTube video player" src="https://www.youtube.com/embed/tV4PTwciTuQ" width="560" height="315" frameborder="0" allowfullscreen="allowfullscreen"></iframe></noscript></p>
<p>Es folgte die unvermeidliche Sequelbildung, die in den Teilen zwei und drei freilich in die Konstruktion mit aufgenommen wurde: Das Genrewissen hilft hier nicht mehr nur dem Publikum bei der Lösung des lustigen Whodunit, sondern auch den Figuren selbst, die von Sequel zu Sequel ausschweifender über das Horrorgenre dozieren. Das war in seiner forcierten Cleverness wieder potenziell arg nervig, und 2000 war dann auch erstmal Schluss – kurz bevor ein Schwall grimmiger, schwarzhumoriger, drastischer Horrorfilme die Leichtigkeit des sogenannten postmodernen Horrors bis auf Weiteres abwürgte. Und auf <em>Last House on the Left </em>zurückwies, und nicht auf <em>Nightmare on Elm Street</em>; viele Wege, die die Geschichte des Horrorgenres genommen hat, führen zurück zu Wes Craven.</p>
<p><em>Scream 4 </em>nahm 2011 dann auch Bezug auf die damals aktuelle Dominanz im Genre: Am Anfang beklagt sich eine der Figuren über stumpfen Torture Porn und muss kurz darauf sterben. Ansonsten war der Film, was selbstreflexive Kapriolen anging, eher dezent. Und auch sonst sehr fad. Was nun wiederum das Erscheinen des fünften Teils der Serie, der im Original schlicht <em>Scream </em>heißt, überraschend werden lässt. Schließlich war <em>Scream 4</em> nicht nur filmisch, sondern auch kommerziell eher unergiebig. Und Wes Craven ist seit bald sieben Jahren tot.</p>
<p><iframe class="zeen-lazy-load-base zeen-lazy-load" title="YouTube video player" src="about:blank" data-lazy-src="https://www.youtube.com/embed/beToTslH17s" width="560" height="315" frameborder="0" allowfullscreen="allowfullscreen"></iframe><noscript><iframe title="YouTube video player" src="https://www.youtube.com/embed/beToTslH17s" width="560" height="315" frameborder="0" allowfullscreen="allowfullscreen"></iframe></noscript></p>
<p>Noch überraschender: Der neue <em>Scream</em> macht großen Spaß, stupst das Franchise wie nebenbei ins neue Jahrzehnt und hat mit dem  traditionell schwierigen finalen Plot Twist auch keine größeren Probleme als die Vorgänger. Vielleicht ist ja, wer Mitte der Neunziger gerade alt genug für das Original war, inzwischen auch in einem nostalgiefähigen Alter. Könnte ja sein, die <a href="https://filmfilter.at/fantastischer-film/funny-game/">Wiederauflage von <em>Matrix</em></a> deutet es an, dass nach der Achtziger-Retro-Welle jetzt das nächste Jahrzehnt vom zeitgenössischen Genrekino wieder hochgewürgt wird.</p>
<p>Jedenfalls verbreitet der Cast hier eine Atmosphäre wohliger Vertrautheit, Neve Campbell, Courteney Cox und David Arquette sind wieder mit dabei. Die Verweisdichte hat wieder zugenommen, der Duschmord aus <em>Psycho </em>wird anzitiert, und der Horrortrend, dem das traditionsbewusste Slashergenre als <em>old school </em>gegenübergestellt wird, ist der Schwung an politisch bewusstem Horror seit den Zehnerjahren. Jordan Peele wird von einer Filmfigur als bester Horror-Regisseur der Gegenwart gewürdigt, und der Lieblingsfilm einer anderen ist <em>The Babadook</em>. Zwischen den Gesprächen über Genreregeln, Horrortrends und die <em>Stab</em>-Filmreihe<em>,</em> die erneut als Film im Film (und für die Mordserie strukturbildendes Moment) mitläuft, gelingen den beiden Regisseuren Matt Bettinelli-Olpin und Tyler Gillett ein paar sehr schöne Slasher-Sequenzen, die fernab von allem Meta-Gedöns funktionieren (vor allem eine Terrorszene im Krankenhaus und die traditionelle finale Party).</p>
<figure id="attachment_6106" aria-describedby="caption-attachment-6106" style="width: 550px" class="wp-caption alignnone"><img data-recalc-dims="1" decoding="async" src="https://i0.wp.com/filmfilter.at/wp-content/uploads/2022/01/scream-campbell-cox.jpg?resize=550%2C300&#038;ssl=1" class="zeen-lazy-load-base zeen-lazy-load wp-image-6106" data-lazy-src="https://filmfilter.at/wp-content/uploads/2022/01/scream-campbell-cox-300x164.jpg" alt="" width="550" height="300" /><figcaption id="caption-attachment-6106" class="wp-caption-text"><noscript><img data-recalc-dims="1" decoding="async" class="wp-image-6106" src="https://i0.wp.com/filmfilter.at/wp-content/uploads/2022/01/scream-campbell-cox.jpg?resize=550%2C300&#038;ssl=1" alt="" width="550" height="300" srcset="https://i0.wp.com/filmfilter.at/wp-content/uploads/2022/01/scream-campbell-cox.jpg?resize=300%2C164&amp;ssl=1 300w, https://i0.wp.com/filmfilter.at/wp-content/uploads/2022/01/scream-campbell-cox.jpg?resize=1024%2C559&amp;ssl=1 1024w, https://i0.wp.com/filmfilter.at/wp-content/uploads/2022/01/scream-campbell-cox.jpg?resize=770%2C420&amp;ssl=1 770w, https://i0.wp.com/filmfilter.at/wp-content/uploads/2022/01/scream-campbell-cox.jpg?resize=500%2C273&amp;ssl=1 500w, https://i0.wp.com/filmfilter.at/wp-content/uploads/2022/01/scream-campbell-cox.jpg?resize=293%2C160&amp;ssl=1 293w, https://i0.wp.com/filmfilter.at/wp-content/uploads/2022/01/scream-campbell-cox.jpg?resize=390%2C213&amp;ssl=1 390w, https://i0.wp.com/filmfilter.at/wp-content/uploads/2022/01/scream-campbell-cox.jpg?w=1280&amp;ssl=1 1280w" sizes="(max-width: 550px) 100vw, 550px" /></noscript> Neve Campbell, Courteney Cox in Scream</figcaption></figure>
<p>Beim Sehen fällt sehr auf, und da ist man dann wieder bei der Nostalgie: Man fühlt sich als in den Achtzigerjahren Geborener in diesem Kosmos mit seinen klaren Regeln, bekannten Charakteren und vorhersehbaren Inszenierungstechniken, die um ihre Vorhersehbarkeit wissen, rundum wohl; achten Sie mal darauf, wie demonstrativ in diesem Film Schrank- und andere Türen geöffnet und wieder geschlossen werden, und wann einer mit einem Messer dahintersteht und wann nicht. Da kann auch ein Irrer mit Edvard-Munch-Maske, der die Figuren im Viertelstundentakt zerhackt, nicht viel dran ändern. Wie überhaupt ein Aspekt des Horrorfilms in den Texten zum Genre, das ja unter anderem von der Suggestion von Krassheit und Transgression lebt, nur selten zur Sprache kommt: wie heimelig und gemütlich das alles in seiner Vertrautheit immer wieder ist.</p>
<p>&nbsp;</p>
<div style="font-size: 12px; line-height: 1.9; background-color: #eaeae5; padding: 30px; color: #1e1e1e;"><p><strong>Scream</strong><br />
<strong>USA 2022, Regie</strong> Matt Bettinelli-Olpin, Tyler Gillett<br />
<strong>Mit</strong> Melissa Barrera, Jenna Ortega, Neve Campbell, Courteney Cox, David Arquette<br />
<strong>Laufzeit</strong> 115 Minuten</p>
</div><p>Der Beitrag <a href="https://filmfilter.at/fantastischer-film/heimeliger-horror-scream/">Heimeliger Horror</a> erschien zuerst auf <a href="https://filmfilter.at">filmfilter</a>.</p>
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