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		<title>Der Mann, der tanzt</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Alexandra Seitz]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 29 Sep 2022 15:00:52 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[<p>Charly Hübner brilliert erneut, nämlich in „Mittagsstunde“ von Lars Jessen – ein Porträt des Ernst-Lubitsch-Preisträgers. Charly Hübner darf man nicht unterschätzen, also, genauer gesagt: seine Figuren. Die können nämlich auch anders, wenn’s drauf ankommt. Gemeinhin wirkt der Mann ja eher so, als könne er keiner Fliege was zuleide tun. Aber wenn es sich wirklich gar nicht mehr vermeiden lässt und echt nicht anders geht, dann muss eben auf den Tisch gehauen und durchgegriffen werden. Dann öffnet Oberstleutnant Harald Schäfer, verantwortlich [&#8230;]</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p><em>Charly Hübner brilliert erneut, nämlich in „Mittagsstunde“ von Lars Jessen – ein Porträt des Ernst-Lubitsch-Preisträgers.</em></p>
<p>Charly Hübner darf man nicht unterschätzen, also, genauer gesagt: seine Figuren. Die können nämlich auch anders, wenn’s drauf ankommt. Gemeinhin wirkt der Mann ja eher so, als könne er keiner Fliege was zuleide tun. Aber wenn es sich wirklich gar nicht mehr vermeiden lässt und echt nicht anders geht, dann muss eben auf den Tisch gehauen und durchgegriffen werden. Dann öffnet Oberstleutnant Harald Schäfer, verantwortlich für den Grenzübergang Bornholmer Straße, den Schlagbaum und damit die Berliner Mauer (<em>Bornholmer Straße</em>, Christian Schwochow, 2014). Checker und Prahlhans Hermann Wittorf macht ernst, richtet die Thompson auf Bankangestellte und schießt (<em>Banklady</em>, Christian Alvart, 2013). Es erhebt sich der brave Verwaltungsangestellte Lorenz Brahmkamp von der Couch und steigt entschlossen in kriminelle Machenschaften ein (<em>Vorsicht vor Leuten</em>, Arne Feldhusen, 2015). Der bis dato so vorbildliche Hausmann und liebende Vater Konrad zieht von Zuhause aus, um es sich am Theater noch einmal zu beweisen (<em>Eltern</em>, Robert Thalheim, 2013). Oder es fällt ein gewisser Karl Schmidt eine Entscheidung. Nämlich die, nicht zurückzukehren nach Hamburg, in die therapeutisch betreute WG und zum gemächlichen Mädchen-für-alles-Job im Kinderkurheim. Sondern vielmehr zurückzukehren in ungesicherte Verhältnisse im wilden und gefährlichen Berlin, wo ihn dermaleinst, zur turbulenten Wende- und Hochzeit des Tekkno, zu viele Drogen aus der Kurve und in die Klapse trugen.</p>
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<p><em>Magical Mystery oder die Rückkehr des Karl Schmidt</em> hieß denn auch das Werk, mit dem Arne Feldhusen den gleichnamigen Roman von Sven Regener verfilmt und damit für eines der Highlights deutschen Komödienschaffens der vergangenen Jahre gesorgt hat. Gut und schön und folgerichtig war es daher, dass Charly Hübners Darstellung des Titelhelden 2018 mit dem Ernst-Lubitsch-Preis ausgezeichnet wurde, den der Club der Filmjournalisten Berlin e.V. alljährlich für die „beste komödiantische Leistung im Deutschen Film“ vergibt (und der von Billy Wilder initiiert wurde). Im Jahr vor Hübner erhielt übrigens Peter Simonischek für seine Figur in Maren Ades <em>Toni Erdmann</em> den Preis. Hübner, der früher einmal an vorderster Partyfront immer mit dabei war, coole Kunst machte und die Bohrmaschine in der legendären Band Glitterschnitter spielte, ruht sich aber nicht auf Preisen aus. Für seine Darstellung des Geografie-Dozenten Ingwer Feddersen, der von der Uni Kiel zurückkehrt in seinen Heimatort Brinkebüll in Nordfriesland – auch in <em>Mittagsstunde</em> <a href="https://filmfilter.at/themen/kritiken/wer-visionen-hat/">geht es nämlich um eine Rückkehr</a> –, gebührt ihm im Grunde der nächste großkalibrige Preis.</p>
<p><iframe class="zeen-lazy-load-base zeen-lazy-load" title="YouTube video player" src="about:blank" data-lazy-src="https://www.youtube.com/embed/tFPMAjXeUTw" width="560" height="315" frameborder="0" allowfullscreen="allowfullscreen"></iframe><noscript><iframe title="YouTube video player" src="https://www.youtube.com/embed/tFPMAjXeUTw" width="560" height="315" frameborder="0" allowfullscreen="allowfullscreen"></iframe></noscript></p>
<p>„Die Kunst, die Melancholie mit subtilen Momenten der Komik zu durchbrechen, beherrscht Charly Hübner genial“, hieß es damals in der Begründung der Jury für die Vergabe des Ernst-Lubitsch-Preises. In der Tat kommt in <em>Magical Mystery oder die Rückkehr des Karl Schmidt</em> – der tatsächlich ein Held im eigentlichen Sinne ist, insofern er sich die Bestimmung über sein eigenes Leben zurückerobert – verdichtet zum Vorschein, was Hübners schauspielerische Kunst ausmacht: eine erstaunliche äußerliche Gelassenheit, die mit einem nicht weniger überraschenden, reichhaltigen Innenleben einher geht. Charly Hübners Männerfiguren hegen komplexe Gedanken und Gefühle, sind sensibel und aufmerksam, sie strahlen Wärme aus, haben ein offenes Ohr, können sich artikulieren und machen um keine Tanzfläche einen Bogen. Dabei drängen sie sich nicht auf, spielen sich nicht in den Mittelpunkt, machen sich nicht wichtig und halten sich auch nicht für den Nabel der Welt. Alles Eigenschaften, die sie aus den Darstellungs-Klischees von Männlichkeit herausheben und authentischen Männern annähern, und wahrscheinlich deswegen sieht man ihnen auch so gerne zu.</p>
<p>Dabei wirkt der 1972 in Neustrelitz geborene und an der Berliner Hochschule für Schauspielkunst „Ernst Busch“ ausgebildete Hübner mit seinen 1,92 m eher hünenhaft. Ein Mann von stattlicher Statur, der auf den zahlreichen Bühnen, an denen er von Mitte der Neunziger an engagiert war – darunter das Maxim-Gorki-Theater und die Schaubühne in Berlin -, zweifelsohne Eindruck machte. 2003 aber wechselte Hübner von der Bühne vor die Kamera, wo seine schöne Begabung für die fein nuancierte Verkörperung der strudeligen Tiefe von stillen Wassern gut, ja, vielleicht sogar besser aufgehoben ist.</p>
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<p>Nur ein paar von vielen weiteren möglichen Nennungen: In Emily Atefs <em>3 Tage in Quiberon</em> spielt Hübner jenen Fotografen, der Romy Schneiders letztes Interview dokumentiert. In Lola Randls Beziehungskomödie <em>Fühlen Sie sich manchmal ausgebrannt und leer?</em>, gibt er an der Seite von Lina Beckmann, mit der er auch im wirklichen Leben verheiratet ist, einen langweilig gewordenen Ehemann. Und mit <em>Wildes Herz</em> (2017), einem Dokumentarfilm über die in Mecklenburg-Vorpommern beheimatete Punkband Feine Sahne Fischfilet, hat Hübner auch bereits sein Regiedebüt vorgelegt. Mit seinen rezenten Auftritten bei Andreas Dresen (<em>Rabiye Kurnaz gegen George W. Bush</em>), bei <em>In den Gängen</em>-Regisseur Thomas Stuber (<em>Die stillen Trabanten</em>) und u.a. eben in Lars Jessens <em>Mittagsstunde</em> hat der Mann offensichtlich schon wieder einen Lauf. Hoffentlich hält ihn keiner auf.</p>
<h6><em>Magical Mystery oder die Rückkehr des Karl Schmidt</em> ist flat auf Sky verfügbar bzw. gegen geringes Entgelt bei Prime Video, Apple TV+ u.a.</h6>
<h6><em>Mittagsstunde</em> läuft derzeit in AT und DE im Kino.</h6>
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		<title>Krisenehepaare</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Benjamin Moldenhauer]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 15 Sep 2022 18:00:50 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[<p>Ticket ins Paradies und anderswohin für geschiedene Eheleute; eine Meisterköchin, Bowie, ein Creeper, Schwall ins All: Wir filtern die dieswöchige Kinostartflut in Österreich. Schön, aber auch schön seicht geht es los, mit der Romantic Comedy Ticket to Paradise, mit dem nach Ocean&#8217;s Eleven und diversen anderen Filmen sehr routinierten Star-Duo George Clooney und Julia Roberts. Die beiden spielen hier ein geschiedenes Ehepaar, das sich zusammenraufen muss, um die Hochzeit der eigenen Tochter (Kaitlyn Dever) auf Bali zu verhindern. Letztere nämlich [&#8230;]</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p><em>Ticket ins Paradies und anderswohin für geschiedene Eheleute; eine Meisterköchin, Bowie, ein Creeper, Schwall ins All: Wir filtern die dieswöchige Kinostartflut in Österreich.<br />
</em></p>
<p>Schön, aber auch schön seicht geht es los, mit der Romantic Comedy <strong><em>Ticket to Paradise</em></strong>, mit dem nach <em>Ocean&#8217;s Eleven </em>und diversen anderen Filmen sehr routinierten Star-Duo George Clooney und Julia Roberts. Die beiden spielen hier ein geschiedenes Ehepaar, das sich zusammenraufen muss, um die Hochzeit der eigenen Tochter (Kaitlyn Dever) auf Bali zu verhindern. Letztere nämlich soll nicht die Fehler wiederholen, die die Eltern gemacht haben. Regisseur Ol Parker scheint mit <em>Ticket ins Paradies </em>an die Screwball-Tradition anschließen zu wollen. Vielleicht rührt der Eindruck aber auch daher, dass Clooney, wenn er in Komödien spielt, oft wirkt wie ein Wiedergänger von Cary Grant.</p>
<p>Auch in <strong><em>Lieber Kurt</em></strong>, dem neuen Film des deutschen Filmemacher-Unikats Til Schweiger, geht es um ein getrenntes (Ex-)Ehepaar. Allerdings ist das Familiäre hier Bühne für ein Drama um Trauer und Verlust. Jana (Jasmin Gerat) und Kurt (Til Schweiger) teilen sich das Sorgerecht für ihr gemeinsames Kind (Levi Wolter), das auch Kurt heißt. Das Patchwork wird komplett durch Kurts neue Freundin Lena (Franziska Machens). Dann passiert das Schlimmste: Kurt, das Kind, stürzt und stirbt, und Schweiger versucht, adäquate Bilder und Töne für elterliche Trauer und Verzweiflung zu finden. Die inszenatorische Methode der Wahl ist der Holzhammer, wie auch schon in Schweigers Komödien, nur eben jetzt in Melodramatisch. Auf der Haben-Seite ist Peter Simonischek (<em>Toni Erdmann</em>) in <em>Lieber Kurt </em>zu sehen; aber eben auch Heiner Lauterbach.</p>
<p><iframe class="zeen-lazy-load-base zeen-lazy-load" title="YouTube video player" src="about:blank" data-lazy-src="https://www.youtube.com/embed/zbVrK9rbK6k" width="560" height="315" frameborder="0" allowfullscreen="allowfullscreen"></iframe><noscript><iframe title="YouTube video player" src="https://www.youtube.com/embed/zbVrK9rbK6k" width="560" height="315" frameborder="0" allowfullscreen="allowfullscreen"></iframe></noscript></p>
<p>Das dritte Ehepaar in der Kinovorschau dieser Woche: Will (Gerard Butler) sieht rot und jagt die Entführer seiner Frau (Jaimie Alexander). Und weil eben die mitten in einer eskalierenden Ehekrise verschwunden ist, fällt der Verdacht auf den zu allem Unglück auch noch gehörnten Ehemann. Der dann allerdings, <strong><em>Chase </em></strong>ist ein Action-Thriller, auf seinem Weg freigiebig austeilt.</p>
<p>Vergleichsweise erholsam, zumindest wenn man französische Feel-Good-Komödien im Gefolge von <em>Ziemlich beste Freunde </em>erträgt, ist <strong><em>Die Küchenbrigade</em></strong>, in dem eine Meisterköchin nach Jobverlust eine Stelle als Kantinenköchin in einem Heim für unbegleitete minderjährige Geflüchtete annehmen muss. <em>Die Küchenbrigade </em>ist ein Film, der zum allseitigen Wohlgefallen unablässig davon erzählt, wie bereichernd es ist, wenn man Klassen- und sonstige Schranken zwischenmenschlich hinter sich lässt. Grenzen, die die Figuren in den französischen Komödien der letzten Jahre dann aber auch nie wirklich infrage stellen, sondern letzten Endes eben als bereichernd empfinden – denn es sind ja gerade die Unterschiede, die die Welt so interessant machen. So bleibt auch in <em>Die Küchenbrigade </em>alles so, wie es ist, und das Bild der Gesellschaft, das hier gezeichnet wird, ist ein im Prinzip sehr durchlässiges.</p>
<p><iframe class="zeen-lazy-load-base zeen-lazy-load" title="YouTube video player" src="about:blank" data-lazy-src="https://www.youtube.com/embed/7nV8BZBfdxY" width="560" height="315" frameborder="0" allowfullscreen="allowfullscreen"></iframe><noscript><iframe title="YouTube video player" src="https://www.youtube.com/embed/7nV8BZBfdxY" width="560" height="315" frameborder="0" allowfullscreen="allowfullscreen"></iframe></noscript></p>
<p>Dann doch lieber <strong><em>Jeepers Creepers Reborn</em></strong>, der vierte Teil der atmosphärisch mitunter recht schönen <em>Jeepers Creepers</em>-Reihe. <em>Reborn </em>ist der erste <em>Jeepers Creepers</em>-Film, bei dem nicht der verurteilte Sexualstraftäter Victor Salva Regie führte. Sondern Timo Vuorensola, Regisseur der launigen <em>Iron Sky</em>-Filme. Der schwarze Mann, der Creeper, wird im vierten Teil auf ein Horrorfestival in Louisiana losgelassen. Der <a href="https://youtu.be/6D0yFgZnmYM" target="_blank" rel="noopener">creepige Trailer</a> führt die verschiedenen Modi erschöpfend vor: um sein Leben laufen, mit schreckgeweiteten Augen in die Kamera schauen, wimmern, alles in einem effektiv gestalteten Geisterbahn-Setting.</p>
<p>Filmästhetisch eine ganz andere Liga ist <strong><em>Moonage Daydream</em></strong>, der massig viel Material zu David Bowie neu montiert, darunter viel Unveröffentlichtes aus den privaten Bowie-Archiven. Wie schon mit <em>Cobain: Montage of Heck</em> gelingt Regisseur Brett Morgen ein sehr immersives und in diesem Fall geradezu hypnotisches Musikerporträt. Sicherlich einer der besten Musikfilme des Jahres.</p>
<p><iframe class="zeen-lazy-load-base zeen-lazy-load" title="YouTube video player" src="about:blank" data-lazy-src="https://www.youtube.com/embed/QUvjaPIEIBs" width="560" height="315" frameborder="0" allowfullscreen="allowfullscreen"></iframe><noscript><iframe title="YouTube video player" src="https://www.youtube.com/embed/QUvjaPIEIBs" width="560" height="315" frameborder="0" allowfullscreen="allowfullscreen"></iframe></noscript></p>
<p>Schließlich startet auch ein hochinteressantes Sci-Fi-Kammerspiel aus Österreich. Mit dem hollywoodesken Set-Design betraut wurde Roland-Emmerich-Zuarbeiter Johannes Mücke, Skript und Inszenierung hat die junge österreichische Regisseurin Leni Lauritsch gefördert bekommen. Im Kern geht es um drei Menschen auf der Titel gebenden Raumstation <em><strong>Rubikon</strong></em>, nachdem unser Planet wegen einer plötzlichen Naturkatastrophe dem Untergang geweiht ist. Quasi angeführt wird das Trio von einer rechtzeitig weggeschickten Konzernsoldatin (Julia Franz Richter), die eigentlich zur Algenzucht gedachte Station wird zum letzten Außenposten für ein paar privilegierte Überlebende auf der Erde und es kommt, was in Endzeitbetrachtungen kommen muss: Einer für alle – bzw. hier: zwei für alle Überlebenden –, oder eben: jede:r für sich selbst. Die Story vermag streckenweise zu fesseln und das Schauspiel ist solide (die Produktion wurde bereits international erfolgreich vermarket), doch das ernüchternd auslaufende Ende kann mit dem scheinbar hohen Production Value schwer mithalten – die US-Rezeption ist übrigens untermittelprächtig. (rs)</p>
<p><iframe class="zeen-lazy-load-base zeen-lazy-load" title="YouTube video player" src="about:blank" data-lazy-src="https://www.youtube.com/embed/7JGiNkZlDPU" width="560" height="315" frameborder="0" allowfullscreen="allowfullscreen"></iframe><noscript><iframe title="YouTube video player" src="https://www.youtube.com/embed/7JGiNkZlDPU" width="560" height="315" frameborder="0" allowfullscreen="allowfullscreen"></iframe></noscript></p>
<p>Normalerweise würden wir an dieser Stelle auf ein Podcastgespräch verweisen, das wir mit dem bekennenden Sci-Fi-Nerd und Star-Trek-Fan Lauritsch geführt haben, allein: Weil ihr keine Aufwandsentschädigung zugestanden wurde, hat sie die Einladung ausgeschlagen. (Anmerkung: Kein einziger Gast in Golli Marboes mittlerweile 600 Gespräche starker Podcastreihe „365 – Über Medien Reden“ und auch kein Gast des Kombipodcasts mit dem filmfilter hat bislang Geld für seine Teilnahme verlangt.) Ground Control to Leni Lauritsch: bitte zur Vernunft kommen und melden! (rs)</p>
<p>Außerdem: <a href="https://filmfilter.at/themen/kritiken/frau-professorin-schlaufuchs/">Alle reden übers Wetter</a>, und das zurecht.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://filmfilter.at/kinovorschau/krisenehepaare-2/">Krisenehepaare</a> erschien zuerst auf <a href="https://filmfilter.at">filmfilter</a>.</p>
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		<title>Krisenehepaare</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Benjamin Moldenhauer]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 15 Sep 2022 13:30:37 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[<p>Ticket für geschiedene Eheleute ins Paradies und anderswohin; eine Meisterköchin, David Bowie und ein Creeper: neu in deutschen Kinos. Schön, aber auch schön seicht geht es los, mit der Romantic Comedy Ticket to Paradise, mit dem nach Ocean&#8217;s Eleven und diversen anderen Filmen sehr routinierten Star-Duo George Clooney und Julia Roberts. Die beiden spielen hier ein geschiedenes Ehepaar, das sich zusammenraufen muss, um die Hochzeit der eigenen Tochter (Kaitlyn Dever) auf Bali zu verhindern. Letztere nämlich soll nicht die Fehler [&#8230;]</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p><em>Ticket für geschiedene Eheleute ins Paradies und anderswohin; eine Meisterköchin, David Bowie und ein Creeper: neu in deutschen Kinos.</em></p>
<p>Schön, aber auch schön seicht geht es los, mit der Romantic Comedy <strong><em>Ticket to Paradise</em></strong>, mit dem nach <em>Ocean&#8217;s Eleven </em>und diversen anderen Filmen sehr routinierten Star-Duo George Clooney und Julia Roberts. Die beiden spielen hier ein geschiedenes Ehepaar, das sich zusammenraufen muss, um die Hochzeit der eigenen Tochter (Kaitlyn Dever) auf Bali zu verhindern. Letztere nämlich soll nicht die Fehler wiederholen, die die Eltern gemacht haben. Regisseur Ol Parker scheint mit <em>Ticket ins Paradies </em>an die Screwball-Tradition anschließen zu wollen. Vielleicht rührt der Eindruck aber auch daher, dass Clooney, wenn er in Komödien spielt, oft wirkt wie ein Wiedergänger von Cary Grant.</p>
<p>Auch in <strong><em>Lieber Kurt</em></strong>, dem neuen Film des deutschen Filmemacher-Unikats Til Schweiger, geht es um ein getrenntes (Ex-)Ehepaar. Allerdings ist das Familiäre hier Bühne für ein Drama um Trauer und Verlust. Jana (Jasmin Gerat) und Kurt (Til Schweiger) teilen sich das Sorgerecht für ihr gemeinsames Kind (Levi Wolter), das auch Kurt heißt. Das Patchwork wird komplett durch Kurts neue Freundin Lena (Franziska Machens). Dann passiert das Schlimmste: Kurt, das Kind, stürzt und stirbt, und Schweiger versucht, adäquate Bilder und Töne für elterliche Trauer und Verzweiflung zu finden. Die inszenatorische Methode der Wahl ist der Holzhammer, wie auch schon in Schweigers Komödien, nur eben jetzt in Melodramatisch. Auf der Haben-Seite ist Peter Simonischek (<em>Toni Erdmann</em>) in <em>Lieber Kurt </em>zu sehen; aber eben auch Heiner Lauterbach.</p>
<p><iframe class="zeen-lazy-load-base zeen-lazy-load" title="YouTube video player" src="about:blank" data-lazy-src="https://www.youtube.com/embed/zbVrK9rbK6k" width="560" height="315" frameborder="0" allowfullscreen="allowfullscreen"></iframe><noscript><iframe title="YouTube video player" src="https://www.youtube.com/embed/zbVrK9rbK6k" width="560" height="315" frameborder="0" allowfullscreen="allowfullscreen"></iframe></noscript></p>
<p>Das dritte Ehepaar in der Kinovorschau dieser Woche: Will (Gerard Butler) sieht rot und jagt die Entführer seiner Frau (Jaimie Alexander). Und weil eben die mitten in einer eskalierenden Ehekrise verschwunden ist, fällt der Verdacht auf den zu allem Unglück auch noch gehörnten Ehemann. Der dann allerdings, <strong><em>Chase </em></strong>ist ein Action-Thriller, auf seinem Weg freigiebig austeilt.</p>
<p>Vergleichsweise erholsam, zumindest wenn man französische Feel-Good-Komödien im Gefolge von <em>Ziemlich beste Freunde </em>erträgt, ist <strong><em>Die Küchenbrigade</em></strong>, in dem eine Meisterköchin nach Jobverlust eine Stelle als Kantinenköchin in einem Heim für unbegleitete minderjährige Geflüchtete annehmen muss. <em>Die Küchenbrigade </em>ist ein Film, der zum allseitigen Wohlgefallen unablässig davon erzählt, wie bereichernd es ist, wenn man Klassen- und sonstige Schranken zwischenmenschlich hinter sich lässt. Grenzen, die die Figuren in den französischen Komödien der letzten Jahre dann aber auch nie wirklich infrage stellen, sondern letzten Endes eben als bereichernd empfinden – denn es sind ja gerade die Unterschiede, die die Welt so interessant machen. So bleibt auch in <em>Die Küchenbrigade </em>alles so, wie es ist, und das Bild der Gesellschaft, das hier gezeichnet wird, ist ein im Prinzip sehr durchlässiges.</p>
<p><iframe class="zeen-lazy-load-base zeen-lazy-load" title="YouTube video player" src="about:blank" data-lazy-src="https://www.youtube.com/embed/7nV8BZBfdxY" width="560" height="315" frameborder="0" allowfullscreen="allowfullscreen"></iframe><noscript><iframe title="YouTube video player" src="https://www.youtube.com/embed/7nV8BZBfdxY" width="560" height="315" frameborder="0" allowfullscreen="allowfullscreen"></iframe></noscript></p>
<p>Dann doch lieber <strong><em>Jeepers Creepers Reborn</em></strong>, der vierte Teil der atmosphärisch mitunter recht schönen <em>Jeepers Creepers</em>-Reihe. <em>Reborn </em>ist der erste <em>Jeepers Creepers</em>-Film, bei dem nicht der verurteilte Sexualstraftäter Victor Salva Regie führte. Sondern Timo Vuorensola, Regisseur der launigen <em>Iron Sky</em>-Filme. Der schwarze Mann, der Creeper, wird im vierten Teil auf ein Horrorfestival in Louisiana losgelassen. Der <a href="https://youtu.be/6D0yFgZnmYM" target="_blank" rel="noopener">creepige Trailer</a> führt die verschiedenen Modi erschöpfend vor: um sein Leben laufen, mit schreckgeweiteten Augen in die Kamera schauen, wimmern, alles in einem effektiv gestalteten Geisterbahn-Setting.</p>
<p>Filmästhetisch eine ganz andere Liga ist <strong><em>Moonage Daydream</em></strong>, der massig viel Material zu David Bowie neu montiert, darunter viel Unveröffentlichtes aus den privaten Bowie-Archiven. Wie schon mit <em>Cobain: Montage of Heck</em> gelingt Regisseur Brett Morgen ein sehr immersives und in diesem Fall geradezu hypnotisches Musikerporträt. Sicherlich einer der besten Musikfilme des Jahres.</p>
<p><iframe class="zeen-lazy-load-base zeen-lazy-load" title="YouTube video player" src="about:blank" data-lazy-src="https://www.youtube.com/embed/QUvjaPIEIBs" width="560" height="315" frameborder="0" allowfullscreen="allowfullscreen"></iframe><noscript><iframe title="YouTube video player" src="https://www.youtube.com/embed/QUvjaPIEIBs" width="560" height="315" frameborder="0" allowfullscreen="allowfullscreen"></iframe></noscript></p>
<p>Popkultur gibt es auch in Deutschland, ein besonders tristes Beispiel ist das Buddy-Movie <strong><em>Piratensender Powerplay</em></strong> von 1982, mit Thomas Gottschalk und Mike Krüger, das jetzt aus irgendwelchen Jubiläumsvorwänden wieder für kurze Zeit in die Kinos kommt. Regie führte Siggi Götz, der auch für Filme wie <em>Geh, zieh dein Dirndl aus</em>, <em>Alpenglüh’n im Dirndlrock</em> und <em>Bohr weiter, Kumpel </em>verantwortlich gemacht werden kann. Das Lexikon des internationalen Films erkannte in <em>Piratensender Powerplay </em>eine „unsäglich platte <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Klamotte" target="_blank" rel="noopener">Klamotte</a> mit allen Klischees der deutschen Filmkomödie“. Also filmhistorisch heute durchaus interessant.</p>
<p>Außerdem: Der perlentaucher <a href="https://www.perlentaucher.de/im-kino/ueber-die-alice-schwarzer-doku-von-sabine-derflinger-und-ueber-chase-von-brian-goodman.html?nle_id=10577" target="_blank" rel="noopener">schreibt</a> über Sabine Derflingers Alice-Schwarzer-Porträt und den oben angeführten <em>Chase</em>. Und <a href="https://filmfilter.at/themen/kritiken/frau-professorin-schlaufuchs/">alle reden übers Wetter</a>.</p>
<p>&nbsp;</p>
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		<title>Knight out</title>
		<link>https://filmfilter.at/sofa-surfer/knight-out/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Marietta Steinhart]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 01 Apr 2022 13:30:13 +0000</pubDate>
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										<content:encoded><![CDATA[<p><em>Ein grüner Ritter (Prime Video), ein Mond-Ritter (Disney+) und ein – nicht immer – ritterlicher Vater (Netflix).</em></p>
<p>Filme über König Artus gibt es viele, mit Kokosnüssen und Jungfrauen in Not, aber noch nie gab es eine so surreale und philosophische Adaption wie <strong><em>The Green Knight</em></strong> von David Lowery (ab sofort flat auf Amazon Prime Video) – und ich meine das als großes Lob. Der texanische Filmpoet hat aus einem uralten Rittergedicht ein faszinierendes Filmgemälde gemacht, über das man neu rätseln kann. Eine abstrakte, gruselige, unvergessliche Kopfreise darüber, wie man seine Ehre behält, ohne seinen Kopf zu verlieren. Es ist eine faszinierende Kreuzung zwischen Andrei Tarkowskis <em>Andrej Rubljow</em>, John Boormans <em>Excalibur</em> und Ingmar Bergmans <em>Das Siebente Siegel</em>.</p>
<p>Lowerys Kamera folgt Dev Patels Gawain über neblige Berge und durch moosbewachsene Wälder. Sogar mit Leichen übersäte Schlachtfelder haben eine unheimliche Schönheit. Die warmen Töne von Gawains goldenem Umhang dringen durch die kühlen Töne der Dunkelheit. Dann brechen bedrohliche Rottöne hervor: eine Blutlache, ein Rotfuchs. Der Kameramann Andrew Droz Palermo erzeugt eine so fassbare Textur, dass man mit den Fingern über den Bildschirm streichen und sie fühlen könnte, das Kettenhemd, die Baumrinde, das Fuchsfell.</p>
<p>Die Geschichte ist simpel: Gawain wird herausgefordert, dem Grünen Ritter, einer imposanten Halb-Mann-Halb-Baum-Kreatur, einen Schlag zu versetzen, aber der Ritter darf diesen Schlag ein Jahr später erwidern. Als Gawain den Ritter herzhaft enthauptet, hebt der Ritter seinen Kopf wieder auf und geht gackernd davon. Also wird Gawain ein Jahr später dem großen Ende der Dinge entgegen marschieren. Es ist eine Metapher für uns alle, unser Greifen nach Bedeutung, während wir auf die einzige Gewissheit zusteuern, die im Leben existiert. Auf diese Weise ist der neue Film von David Lowery die natürliche Verlängerung seines fabelhaften Fantasyfilms <em>A Ghost Story</em> (2017).</p>
<p><em>The Green Knight</em> ist offen für mehr als nur eine Interpretation (J. R. R. Tolkien quälte sich jahrzehntelang mit seiner Bedeutung) und es ist sicher kein einfacher Film. Eine Montage am Ende kristallisiert auf ungewöhnlich wundersame Weise ein gut gelebtes Leben. „Ist das alles im Leben?“ will der Ritter wissen. Es gibt keine einfachen Antworten, aber Lowery stellt die richtigen Fragen.</p>
<p><iframe class="zeen-lazy-load-base zeen-lazy-load" title="YouTube video player" src="about:blank" data-lazy-src="https://www.youtube.com/embed/sS6ksY8xWCY" width="560" height="315" frameborder="0" allowfullscreen="allowfullscreen"></iframe><noscript><iframe title="YouTube video player" src="https://www.youtube.com/embed/sS6ksY8xWCY" width="560" height="315" frameborder="0" allowfullscreen="allowfullscreen"></iframe></noscript></p>
<p>Um einen anderen Ritter geht es in einer neuen Marvel-Serie. In vielerlei Hinsicht ist <strong><em>Moon Knight</em></strong> (exklusiv flat auf Disney+) mehr als man sich erhoffen durfte, seit <em>WandaVision</em> vor rund einem Jahr bei Disneys Streamer anlief. Wie Elizabeth Olsens Wanda ringt der Held im Herzen von <em>Moon Knight</em> um seine psychische Gesundheit. Er leidet an einer „dissoziativen Identitätsstörung“ und es ist das erste Mal seit seiner Netflix-Ära, dass Marvel einen völlig neuen Helden im Fernsehen vorstellt. In den ersten vier von insgesamt sechs Folgen ist er zumeist der Engländer Steven Grant, ein unbeholfener Angestellter eines Londoner Museums-Shops; sein Alter Ego ist der Amerikaner Marc Spector, der sich wiederum in den Selbstjustiz-affinen Moon Knight verwandelt, der für den ägyptischen Gott der Rache arbeitet, eine Sensenmann-ähnliche Kreatur mit Vogeltotenkopf.</p>
<p>Während Steven und Marc versuchen, einen scheinheiligen Schurken (Ethan Hawke) daran zu hindern, eine gefährliche andere ägyptische Gottheit wiederzubeleben, tauschen sie widerwillig die Kontrolle über den Körper von Oscar Isaac, der beide <a href="https://filmfilter.at/themen/features/and-the-oscar-should-go-to/">wie gewohnt exzellent spielt</a>, mal mit britischem, mal mit amerikanischem Akzent.</p>
<p>Als Superhelden-Serie, in der es um psychische Erkrankungen geht, ist der Standardvergleichspunkt unweigerlich Noah Hawleys fantastisches <a href="https://www.youtube.com/watch?v=4SZ3rMMYBLY" target="_blank" rel="noopener"><em>X-Men</em>-Spin-off <em>Legion</em></a> (ebenfalls bei Disney+). <em>Legion</em> ist eine der besten Serien auf diesem Terrain, ein avantgardistisch-subversiver Fiebertraum, der die Grenzen des Genres gesprengt hat. Wie David Haller in <em>Legion</em> vor ihm, läuft Steven Grant/Marc Spector mit einer alternativen Realität im Kopf herum. <em>Moon Knight</em> ist jedoch vergleichsweise konventionell. Bereits beschrieben wurde die Miniserie als eine Mischung aus <em>The Mummy</em> und <em>Indiana Jones</em> und dieses Label ist nicht falsch, aber ich würde gern auch <em>The Mask</em> in den Mix werfen, denn <em>Moon Knight</em> hat einen Slapstick-artigen Sinn für Humor. Die vierte Folge ist eher seelenverwandt mit <em>12 Monkeys</em>. Ab da wird es wirklich interessant. <em>Moon Knight</em> ist teils Komödie, teils Action-Abenteuer, mit einem Hauch von Romantik und Horror, was es im besten Sinne seltsam macht. Nur vielleicht nicht seltsam genug.</p>
<p><iframe class="zeen-lazy-load-base zeen-lazy-load" title="YouTube video player" src="about:blank" data-lazy-src="https://www.youtube.com/embed/x7Krla_UxRg" width="560" height="315" frameborder="0" allowfullscreen="allowfullscreen"></iframe><noscript><iframe title="YouTube video player" src="https://www.youtube.com/embed/x7Krla_UxRg" width="560" height="315" frameborder="0" allowfullscreen="allowfullscreen"></iframe></noscript></p>
<p>Apropos. <strong><em>Toni Erdmann</em></strong>, der seit seinem Erscheinen 2016 zurecht eine Vielzahl an Filmpreisen gewonnen hat, ist nun endlich auch auf Netflix zu sehen. Zu behaupten, dieser Film sei seltsam, erfasst nicht einmal ansatzweise die Textur der liebenswürdigen Komödie von Maren Ade, weil sie sowohl von reinem Realismus als auch von absoluter Absurdität durchdrungen ist. Zugespitzt: ein Film rund um Emanzipation, Furzkissen und das Abspritzen auf Petits Fours. <em>Toni Erdmann</em> handelt von einem Vater und seiner Tochter, die sich in ihren jeweiligen Menschenkostümen verlieren und einen Punkt erreichen, an dem sie vielleicht vergessen haben, wer sie einmal waren und wer sie sind. Darüber hinaus geht es um die Flüchtigkeit von Momenten, und darum, was es überhaupt bedeutet, glücklich zu sein – inklusive einer legendären Nacktparty. Peter Simonischek und Sandra Hüller bleiben unvergesslich. Er mit seiner Perücke und seinen falschen Zähnen und sie, die seine Possen zuerst mit Fassung und dann mit einem spektakulären Meltdown beantwortet. Es ist ein fein kalibriertes Stück, das seine epische Länge von 162 Minuten vollständig verdient und weit über den „Plainsong“ von The Cure im Abspann hinaus nachhallt. Jetzt gibt es keine Ausrede mehr, dieses Meisterwerk nicht gesehen zu haben.</p>
<p><iframe class="zeen-lazy-load-base zeen-lazy-load" title="YouTube video player" src="about:blank" data-lazy-src="https://www.youtube.com/embed/nLQIVfefMOo" width="560" height="315" frameborder="0" allowfullscreen="allowfullscreen"></iframe><noscript><iframe title="YouTube video player" src="https://www.youtube.com/embed/nLQIVfefMOo" width="560" height="315" frameborder="0" allowfullscreen="allowfullscreen"></iframe></noscript></p>
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