<?xml version="1.0" encoding="UTF-8"?><rss version="2.0"
	xmlns:content="http://purl.org/rss/1.0/modules/content/"
	xmlns:wfw="http://wellformedweb.org/CommentAPI/"
	xmlns:dc="http://purl.org/dc/elements/1.1/"
	xmlns:atom="http://www.w3.org/2005/Atom"
	xmlns:sy="http://purl.org/rss/1.0/modules/syndication/"
	xmlns:slash="http://purl.org/rss/1.0/modules/slash/"
	
	xmlns:georss="http://www.georss.org/georss"
	xmlns:geo="http://www.w3.org/2003/01/geo/wgs84_pos#"
	>

<channel>
	<title>arnold schwarzenegger Archive - filmfilter</title>
	<atom:link href="https://filmfilter.at/tag/arnold-schwarzenegger/feed/" rel="self" type="application/rss+xml" />
	<link>https://filmfilter.at/tag/arnold-schwarzenegger/</link>
	<description>Freies Online-Magazin für Filme und Serien</description>
	<lastBuildDate>Sun, 18 Jun 2023 12:33:19 +0000</lastBuildDate>
	<language>de</language>
	<sy:updatePeriod>
	hourly	</sy:updatePeriod>
	<sy:updateFrequency>
	1	</sy:updateFrequency>
	<generator>https://wordpress.org/?v=6.7.2</generator>

<image>
	<url>https://i0.wp.com/filmfilter.at/wp-content/uploads/2021/11/cropped-favicon_d9d8cf.png?fit=32%2C32&#038;ssl=1</url>
	<title>arnold schwarzenegger Archive - filmfilter</title>
	<link>https://filmfilter.at/tag/arnold-schwarzenegger/</link>
	<width>32</width>
	<height>32</height>
</image> 
<site xmlns="com-wordpress:feed-additions:1">196720335</site>	<item>
		<title>Old, not obsolete</title>
		<link>https://filmfilter.at/sofa-surfer/old-not-obsolete/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Roman Scheiber]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 17 Jun 2023 14:00:34 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Sofa Surfer]]></category>
		<category><![CDATA[2023]]></category>
		<category><![CDATA[aktuell]]></category>
		<category><![CDATA[arnold]]></category>
		<category><![CDATA[arnold schwarzenegger]]></category>
		<category><![CDATA[beste filme]]></category>
		<category><![CDATA[beste serien]]></category>
		<category><![CDATA[bestes filmmagazin]]></category>
		<category><![CDATA[bodybuilder]]></category>
		<category><![CDATA[bodybuilding]]></category>
		<category><![CDATA[conan]]></category>
		<category><![CDATA[danny devito]]></category>
		<category><![CDATA[doku]]></category>
		<category><![CDATA[dokumentation]]></category>
		<category><![CDATA[dreiteiler]]></category>
		<category><![CDATA[escape plan]]></category>
		<category><![CDATA[expendables]]></category>
		<category><![CDATA[film magazine]]></category>
		<category><![CDATA[film magazine web]]></category>
		<category><![CDATA[filme]]></category>
		<category><![CDATA[filmempfehlung]]></category>
		<category><![CDATA[filmfilter]]></category>
		<category><![CDATA[filmkritik]]></category>
		<category><![CDATA[filmkritiker]]></category>
		<category><![CDATA[filmmagazin]]></category>
		<category><![CDATA[filmmagazin österreich]]></category>
		<category><![CDATA[filmtipps]]></category>
		<category><![CDATA[fubar]]></category>
		<category><![CDATA[gouverneur]]></category>
		<category><![CDATA[james cameron]]></category>
		<category><![CDATA[jamie lee curtis]]></category>
		<category><![CDATA[kennedy]]></category>
		<category><![CDATA[klimaschutz]]></category>
		<category><![CDATA[linda hamilton]]></category>
		<category><![CDATA[maria shriver]]></category>
		<category><![CDATA[medien]]></category>
		<category><![CDATA[miniserie]]></category>
		<category><![CDATA[mr universe]]></category>
		<category><![CDATA[netflix]]></category>
		<category><![CDATA[online film magazine]]></category>
		<category><![CDATA[online magazin]]></category>
		<category><![CDATA[onlinemagazin]]></category>
		<category><![CDATA[podcast]]></category>
		<category><![CDATA[predator]]></category>
		<category><![CDATA[running man]]></category>
		<category><![CDATA[schwarzenegger]]></category>
		<category><![CDATA[serien]]></category>
		<category><![CDATA[serienempfehlung]]></category>
		<category><![CDATA[serientipps]]></category>
		<category><![CDATA[sofa surfer]]></category>
		<category><![CDATA[steirische eiche]]></category>
		<category><![CDATA[streamingtipps]]></category>
		<category><![CDATA[sylvester stallone]]></category>
		<category><![CDATA[terminator]]></category>
		<category><![CDATA[terminator 2]]></category>
		<category><![CDATA[thal bei graz]]></category>
		<category><![CDATA[top filme]]></category>
		<category><![CDATA[top serien]]></category>
		<category><![CDATA[total recall]]></category>
		<category><![CDATA[trailer]]></category>
		<category><![CDATA[true lies]]></category>
		<category><![CDATA[tulsa king]]></category>
		<category><![CDATA[twins]]></category>
		<category><![CDATA[webmagazin filme online]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://filmfilter.at/?p=10586</guid>

					<description><![CDATA[<p>Arnold Schwarzenegger blickt in einem Netflix-Dreiteiler ehrlich auf sein Leben zurück. Ein guter Anlass, selbst zurückzublicken: Welche Eindrücke hat die steirische Kernöl-Eiche in den vergangenen vierzig Jahren hinterlassen? Im Sommer 1983 wollte mir ein Sportfreund ein Fitnessbuch von Arnold Schwarzenegger borgen. Ich lehnte dankend ab. BMX-Biken im Wiener Prater und Fußballspielen auf der Birkenwiese waren bis dahin meine Leidenschaften. Außerdem wollte ich lieber mein Hirn als meine Muskeln trainieren, statt Büchern über Leibesübungen las ich welche über den Urknall, die [&#8230;]</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://filmfilter.at/sofa-surfer/old-not-obsolete/">Old, not obsolete</a> erschien zuerst auf <a href="https://filmfilter.at">filmfilter</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><em>Arnold Schwarzenegger blickt in einem Netflix-Dreiteiler ehrlich auf sein Leben zurück. Ein guter Anlass, selbst zurückzublicken: Welche Eindrücke hat die steirische Kernöl-Eiche in den vergangenen vierzig Jahren hinterlassen?</em></p>
<p>Im Sommer 1983 wollte mir ein Sportfreund ein Fitnessbuch von Arnold Schwarzenegger borgen. Ich lehnte dankend ab. BMX-Biken im Wiener Prater und Fußballspielen auf der Birkenwiese waren bis dahin meine Leidenschaften. Außerdem wollte ich lieber mein Hirn als meine Muskeln trainieren, statt Büchern über Leibesübungen las ich welche über den Urknall, die Herkunft der Welt und des Lebens, die Abstammung des Menschen vom Affen. Es wäre mir affig erschienen, Gymnastik nach Anleitung eines öligen Posers zu treiben.</p>
<p>In der Unterstufe meiner Schule, wie damals vermutlich in weiten Teilen Österreichs, war der ausgewanderte Kernölsteirer entweder unbekannt oder galt als überambitionierter Kraftlackel ohne Hirnschmalz. Den Film <em>Conan, der Barbar</em> hatten alle Nase rümpfend ausgelassen, bis auf meinen erwähnten Sportfreund. Der wiederum ließ nicht locker, mich zu Sit-ups, Klimmzügen und Beincurls zu überreden. Für unser durchwachsenes Trainingsareal im Prater, musste ich allmählich zugeben, waren die mit vielen Improvisationstipps gespickten Übungen aus Arnolds Fitness-Ratgeber recht brauchbar und nicht zuletzt bemerkte ich, dass der Kraftzuwachs meinem Stil als Ballesterer durchaus zuträglich war. Eine der plastischeren Erinnerungen aus dem Buch (in dem sich übrigens auch prototypische Ernährungsratschläge fanden): Arnold beschreibt, wie er spätabends die Notausgangs-Treppen eines fünfzehnstöckigen Hotels drei Mal rauf- und runter rennt, um nicht während eines Business-Trips auf sein Workout verzichten zu müssen. Spinner, dachte ich damals. Doch wir jungen Sportfreunde waren Avantgardisten, denn als die Aerobic- und Kraftsport-Welle mit der üblichen Verspätung über den Atlantik zu uns rüberschwappte, war Schwarzenegger bereits ein Star. Sein Durchbruch trug den Namen <em>Terminator</em> (1984).</p>
<p><iframe class="zeen-lazy-load-base zeen-lazy-load" title="YouTube video player" src="about:blank" data-lazy-src="https://www.youtube.com/embed/XPtVZ69lomk" width="560" height="315" frameborder="0" allowfullscreen="allowfullscreen"></iframe><noscript><iframe title="YouTube video player" src="https://www.youtube.com/embed/XPtVZ69lomk" width="560" height="315" frameborder="0" allowfullscreen="allowfullscreen"></iframe></noscript></p>
<p>Knapp vierzig Jahre später blickt Schwarzenegger, der diesen Sommer 76 Jahre alt wird, in dem Netflix-Dreiteiler <em>Arnold</em> auf sein Leben und seine Karriere zurück. Die Serie ist mit Fotos, Zeitungsausschnitten, Videoclips, Talking Heads (James Cameron, Linda Hamilton, Jamie Lee Curtis, Danny DeVito, Sylvester Stallone u.v.m.) und ausführlichen Interviewsequenzen zwar ziemlich konventionell gestaltet, besticht allerdings durch drei Vorzüge. Erstens erfährt auch, wer so gut wie alles über „Österreichs Hollywood-Export“ zu wissen meint, jede Menge neuer Details. Zum Zweiten inszeniert Klimaschutz-Veteran Schwarzenegger sich im weitläufigen eigenen Anwesen, mal melancholisch leise, mal im üblichen Hau-drauf-Stil, mal augenzwinkernd vor alpenähnlicher Kulisse – u.a. im Schaffelbad-Jacuzzi mit Zigarre im Mund oder beim Schuften im Kraftraum –, fährt im dreiachsigen Steyr-Puch Pinzgauer durch die Gegend oder berichtet von der täglichen Routine seiner Hausesel-Pflege (auch sein <a href="https://www.instagram.com/schwarzenegger/?hl=de" target="_blank" rel="noopener">Insta-Account</a> zeugt davon). Und drittens gibt Schwarzenegger nicht nur preis, wie er sich in bestimmten Momenten seines Lebens gefühlt hat, sondern spricht sogar freimütig vom „biggest fuckup of my life“: Als er nämlich mit der eigenen Haushälterin einen Sohn gezeugt und dies seiner inzwischen geschiedenen Frau Maria Shriver und seinen vier ehelichen Kindern 14 Jahre lang verschwiegen hatte.</p>
<p>Doch zurück in den Juni des Jahres 1985, als <em>Terminator</em> in Österreich ins Kino kam. Die Leute staunten, wie eindrücklich „unsere“ steirische Eiche eine fast perfekte Tötungsmaschine spielen konnte (was für ein Anlass für eine Nostrifikation), und ich staunte mit. Der eingangs erwähnte Sportfreund hat seitdem übrigens kaum einen seiner Filme ausgelassen, außer vielleicht <em>Twins</em> (1990), in dem Schwarzenegger sein maschinelles Spiel gekonnt in den Dienst hölzerner Comedy-Naivität stellt. Mich interessierten natürlich weniger Arnolds frühe Paraderollen in doofen Rabaukenreißern wie <em>Das Phantom-Kommando</em> oder <em>Predator</em> als, nur zum Beispiel, der in seiner prophetischen Qualität unterschätzte <em>Running Man</em> (1987) oder sein Revoluzzer in Paul Verhoevens legendärem Sci-Fi-Knaller <em>Total Recall</em> (1990). In letzterem manifestierte sich auch Schwarzeneggers beachtliche schauspielerische Lernfähigkeit, welche später in Gestalt des eifersüchtigen Agenten Harry in <em>True Lies</em> (1994) einen seltenen Höhepunkt fand. Freilich: „Jim, I don’t wanna be an actor“, hatte er schon zehn Jahre früher zu James Cameron gesagt. „I wanna be a movie star.“ Den einstigen Actionhero-Titanenkampf gegen Sly Stallone nahm Schwarzenegger beispielsweise mit der <em>Expendables</em>-Reihe (seit 2010) oder mit dem Buddy-Ausbruchs-Thriller <em>Escape Plan </em>(2013) auf die Schaufel. Und neuerdings matchen die beiden einander mit den Serien <em>Tulsa King </em>(Paramount+) und <em>Fubar </em>(Netflix), wobei Arnie qualitativ hier eindeutig den Kürzeren zieht.</p>
<p><img data-recalc-dims="1" fetchpriority="high" decoding="async" src="https://i0.wp.com/filmfilter.at/wp-content/uploads/2023/06/Arnold_Netflix.png?resize=550%2C275&#038;ssl=1" class="zeen-lazy-load-base zeen-lazy-load alignnone wp-image-10600" data-lazy-src="https://filmfilter.at/wp-content/uploads/2023/06/Arnold_Netflix-300x150.png" alt="Schwarzenegger Arnold Netlfix" width="550" height="275" /><noscript><img data-recalc-dims="1" decoding="async" class="alignnone wp-image-10600" src="https://i0.wp.com/filmfilter.at/wp-content/uploads/2023/06/Arnold_Netflix.png?resize=550%2C275&#038;ssl=1" alt="Schwarzenegger Arnold Netlfix" width="550" height="275" srcset="https://i0.wp.com/filmfilter.at/wp-content/uploads/2023/06/Arnold_Netflix.png?resize=300%2C150&amp;ssl=1 300w, https://i0.wp.com/filmfilter.at/wp-content/uploads/2023/06/Arnold_Netflix.png?resize=1024%2C512&amp;ssl=1 1024w, https://i0.wp.com/filmfilter.at/wp-content/uploads/2023/06/Arnold_Netflix.png?resize=770%2C385&amp;ssl=1 770w, https://i0.wp.com/filmfilter.at/wp-content/uploads/2023/06/Arnold_Netflix.png?resize=1536%2C768&amp;ssl=1 1536w, https://i0.wp.com/filmfilter.at/wp-content/uploads/2023/06/Arnold_Netflix.png?resize=2048%2C1024&amp;ssl=1 2048w, https://i0.wp.com/filmfilter.at/wp-content/uploads/2023/06/Arnold_Netflix.png?resize=500%2C250&amp;ssl=1 500w, https://i0.wp.com/filmfilter.at/wp-content/uploads/2023/06/Arnold_Netflix.png?resize=585%2C293&amp;ssl=1 585w, https://i0.wp.com/filmfilter.at/wp-content/uploads/2023/06/Arnold_Netflix.png?resize=1170%2C585&amp;ssl=1 1170w, https://i0.wp.com/filmfilter.at/wp-content/uploads/2023/06/Arnold_Netflix.png?resize=1500%2C750&amp;ssl=1 1500w, https://i0.wp.com/filmfilter.at/wp-content/uploads/2023/06/Arnold_Netflix.png?resize=293%2C147&amp;ssl=1 293w, https://i0.wp.com/filmfilter.at/wp-content/uploads/2023/06/Arnold_Netflix.png?resize=1400%2C700&amp;ssl=1 1400w, https://i0.wp.com/filmfilter.at/wp-content/uploads/2023/06/Arnold_Netflix.png?resize=390%2C195&amp;ssl=1 390w, https://i0.wp.com/filmfilter.at/wp-content/uploads/2023/06/Arnold_Netflix.png?resize=1320%2C660&amp;ssl=1 1320w, https://i0.wp.com/filmfilter.at/wp-content/uploads/2023/06/Arnold_Netflix.png?w=2400&amp;ssl=1 2400w" sizes="(max-width: 550px) 100vw, 550px" /></noscript></p>
<p>Der erste Teil der Miniserie widmet sich Arnolds Anfängen als Bodybuilder, der sich von Championat zu Championat hantelt (nebenbei erwähnt wird der schon damals übliche Steroid-Missbrauch), seinen frühen Freunden und Förderern, seinem vom kriegstraumatisierten Vater eingepflanzten Konkurrenzdenken und natürlich seinem Aufwachsen im idyllischen Thal bei Graz. Klar war ihm schon früh: The world was too small for him in Styria. Der anekdotenreiche zweite Teil zeichnet anhand kollegialer Schnurren und Funfacts seine fulminante Filmkarriere nach; der dritte beleuchtet Schwarzeneggers Quereinstieg in die Politik als Gouverneur von Kalifornien. Großes Staunen, großer Stolz damals in Österreich. Da lebt doch glatt ein immigrierter Steirer, der quasi Kernöl statt Muttermilch verabreicht bekam, den amerikanischen Traum. Mich hat seine Wahl zum Governator dann schon nicht mehr verwundert; Westernstar-Präsident Reagan war noch in Erinnerung, und in die Reagan-Jahre des beginnenden Fake-it-till-you-make-it-Anything-goes-Turbokapitalismus (nicht umsonst ein Bezugspunkt der Trump-Ära) war ja auch Arnolds steiler Aufstieg als Actionheld gefallen.</p>
<p>Einer der hübschesten Momente der Serie ist jener, als der Politikneuling nach zwei Monaten Wahlkampf samt <em>Terminator</em>-Persiflage erstmals in seinen Gouverneurssessel sinkt – mission accomplished –, wie auf dem Filmset scherzhaft nach der Maske fragt, sich dann aber insgeheim eingestehen muss: Keine Ahnung, was ich jetzt tun soll. Für diese neue Rolle konnte er nicht trainieren, doch kurz danach erfindet er ein „Zigarrenzelt“ im Hof seines Amtsgebäudes, und bald wollen alle, die in Kalifornien etwas zu sagen haben, in diesem Zelt mit Arnold plaudern. Und er lernt schnell. Von seinen Verbindungen zum demokratischen Kennedy-Clan profitiert der Republikaner Schwarzenegger damals besonders; so ist er z.B. in der Lage, den damals angesehensten Klima-Experten der Demokraten für sein Kabinett anzuheuern.</p>
<p><iframe class="zeen-lazy-load-base zeen-lazy-load" title="YouTube video player" src="about:blank" data-lazy-src="https://www.youtube.com/embed/x2AEI26LBpA" width="560" height="315" frameborder="0" allowfullscreen="allowfullscreen"></iframe><noscript><iframe title="YouTube video player" src="https://www.youtube.com/embed/x2AEI26LBpA" width="560" height="315" frameborder="0" allowfullscreen="allowfullscreen"></iframe></noscript></p>
<p>Reichlich Glück hatte er auch, der Terminator. Nicht nur kam das Skript zu seinem ersten Welterfolg genau zur richtigen Zeit, bevor seine Karriere als TV-Witzfigur und Herkules-Kampfmaschine – ursprünglich wegen unkaputtbaren Akzents synchronisiert – versandet wäre. Die testosteronschwangeren Macho-Achtziger waren überhaupt die historisch erste Möglichkeit für eine singuläre Weltkarriere wie diese (Muskelmenschen wie Dwayne Johnson oder Dave Bautista konnten später darauf bauen). Glück hatte Arnold auch mit seinen Förderern, mit seiner Ehefrau und ihrem Clan oder mit dem Window of Opportunity durch die historische Gouverneursabwahl seines Vorgängers in Kalifornien. „I’ll be back“: Wahrscheinlich war es das Glück des Tüchtigen, des Stehaufmännchens, das keine Niederlage als endgültig akzeptiert. Des Sohnes einer extrem disziplinierten Mutter. Des Knaben, der immer wieder gegen seinen älteren Bruder antreten muss (auch über den früh verunfallten Meinhard Schwarzenegger spricht er in <em>Arnold</em>). Das Glück des Träumers, der sich seine Träume „visualisieren“ konnte und sie durch stählernen Willen verwirklichte. Schon als Kaufmannslehrling war er in selbstgebauten Eisenschuhen durchs Dorf marschiert.</p>
<p>Gemäß seinem Leitspruch kam Arnold Schwarzenegger immer wieder zurück, ob an der Seite von Greta Thunberg als Klimabotschafter oder mit selbstironischen Action-Rollen. Und jetzt? Immer weitermachen. Sich in Schwung halten. Versuche, deinen Mitmenschen nützlich zu sein, so Arnolds Devise. Man kann schlechter altern.</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://filmfilter.at/sofa-surfer/old-not-obsolete/">Old, not obsolete</a> erschien zuerst auf <a href="https://filmfilter.at">filmfilter</a>.</p>
]]></content:encoded>
					
		
		
		<post-id xmlns="com-wordpress:feed-additions:1">10586</post-id>	</item>
		<item>
		<title>Vagina dentata</title>
		<link>https://filmfilter.at/themen/kritiken/vagina-dentata/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Benjamin Moldenhauer]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 10 Aug 2022 12:00:11 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Kritiken]]></category>
		<category><![CDATA[2022]]></category>
		<category><![CDATA[aktuell]]></category>
		<category><![CDATA[amber midthunder]]></category>
		<category><![CDATA[arnold schwarzenegger]]></category>
		<category><![CDATA[august 22]]></category>
		<category><![CDATA[beste filme]]></category>
		<category><![CDATA[bestes filmmagazin]]></category>
		<category><![CDATA[CGI tiere]]></category>
		<category><![CDATA[dan trachtenberg]]></category>
		<category><![CDATA[disney plus]]></category>
		<category><![CDATA[disney+]]></category>
		<category><![CDATA[film magazine]]></category>
		<category><![CDATA[film magazine web]]></category>
		<category><![CDATA[filme]]></category>
		<category><![CDATA[filmempfehlung]]></category>
		<category><![CDATA[filmfilter]]></category>
		<category><![CDATA[filmkritik]]></category>
		<category><![CDATA[filmkritiker]]></category>
		<category><![CDATA[filmmagazin]]></category>
		<category><![CDATA[filmmagazin österreich]]></category>
		<category><![CDATA[filmtipps]]></category>
		<category><![CDATA[franchise]]></category>
		<category><![CDATA[medien]]></category>
		<category><![CDATA[online film magazine]]></category>
		<category><![CDATA[online magazin]]></category>
		<category><![CDATA[onlinemagazin]]></category>
		<category><![CDATA[podcast]]></category>
		<category><![CDATA[predator]]></category>
		<category><![CDATA[predator 2]]></category>
		<category><![CDATA[predator franchise]]></category>
		<category><![CDATA[prey]]></category>
		<category><![CDATA[serien]]></category>
		<category><![CDATA[sofa surfer]]></category>
		<category><![CDATA[streamer]]></category>
		<category><![CDATA[streamingtipps]]></category>
		<category><![CDATA[top filme]]></category>
		<category><![CDATA[trailer]]></category>
		<category><![CDATA[vagina dentata]]></category>
		<category><![CDATA[webmagazin filme online]]></category>
		<category><![CDATA[weite landschaft]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://filmfilter.at/?p=8277</guid>

					<description><![CDATA[<p>Mit „Prey“ gelingt Dan Trachtenberg ein atmosphärisch stimmiges, mitreißendes Prequel der „Predator“-Filmwelt. Im Predator-Franchise liegen Licht und Schatten nah beieinander. John McTiernans 1987 erschienener Aufschlag hat auf ewig einen Platz in meinem Herzen, der erste Achtzigerjahre-Actionhit, den ich gesehen habe, mit dreizehn oder vierzehn, und ohne Frage unter den fünf besten Arnold-Schwarzenegger-Filmen. Und das in einem an Sensationellem (Terminator, Terminator 2, Kindergarten Cop u.v.a.m.) ja nicht armen filmischen Werk. Nach Predator kam 1990 das unvermeidliche, sehr gelungene und schwitzige Sequel, [&#8230;]</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://filmfilter.at/themen/kritiken/vagina-dentata/">Vagina dentata</a> erschien zuerst auf <a href="https://filmfilter.at">filmfilter</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><em>Mit „Prey“ gelingt Dan Trachtenberg ein atmosphärisch stimmiges, mitreißendes Prequel der „Predator“-Filmwelt.</em></p>
<p>Im <em>Predator</em>-Franchise liegen Licht und Schatten nah beieinander. John McTiernans 1987 erschienener Aufschlag hat auf ewig einen Platz in meinem Herzen, der erste Achtzigerjahre-Actionhit, den ich gesehen habe, mit dreizehn oder vierzehn, und ohne Frage unter den fünf besten Arnold-Schwarzenegger-Filmen. Und das in einem an Sensationellem <em>(Terminator,</em> <em>Terminator 2</em>, <em>Kindergarten</em> <em>Cop</em> u.v.a.m.) ja nicht armen filmischen Werk. Nach <em>Predator</em> kam 1990 das unvermeidliche, sehr gelungene und schwitzige Sequel, das die Jagd aus dem mittelamerikanischen Dschungel ins Los Angeles des Jahres 1997 verlagerte und das Alien einen Bandenkrieg eskalieren ließ, bevor Danny Glover es dann zerlegen durfte.</p>
<p>Dann ging es bergab, mal nur ein wenig (<em>Predators</em>), mal in grenzwertige Regionen (<em>Alien vs. Predator</em>), manchmal aber auch bis nach ganz unten (<em>Predator – Upgrade</em>, <em>Aliens vs. Predator 2</em>). Die Hoffnung, dass sich das Franchise, das immerhin eine der bezauberndsten Monsterfiguren der Achtzigerjahre in die Kinowelt stellte, noch einmal fängt, war nicht mehr groß. Die Hulu-Produktion <em>Prey </em>ist tatsächlich überraschend: Patrick Aisons Drehbuch versteht den Plot ganz im Geiste des Originals als Anlassreihung für Kampf- und Jagdszenen, die Regisseur Dan Trachtenberg denn auch ästhetisch recht packend inszeniert hat (wenn man von zwei wirklich schlimm lieblos zusammenprogrammierten CGI-Tieren, einem Löwen und einem Bären, einmal absieht). Insofern ist <em>Prey </em>geradezu traditionell angelegt: Eine Gruppe trifft auf das Alien mit dem „Pussyface“ (das Synonym der Danny-Glover-Figur für <em>vagina dentata</em>), dann beginnt das Schlachten.</p>
<p><iframe class="zeen-lazy-load-base zeen-lazy-load" title="YouTube video player" src="about:blank" data-lazy-src="https://www.youtube.com/embed/fHPaRGk2E2k" width="560" height="315" frameborder="0" allowfullscreen="allowfullscreen"></iframe><noscript><iframe title="YouTube video player" src="https://www.youtube.com/embed/fHPaRGk2E2k" width="560" height="315" frameborder="0" allowfullscreen="allowfullscreen"></iframe></noscript></p>
<p>Neu ist, dass der Predator dieses Mal, <em>Prey </em>ist ein Prequel, gegen eine Gruppe Comanchen antritt, die, wir schreiben das Jahr 1719, mit Bogen und Äxten bewaffnet sind. Und dass sein Endgegner und damit die Hauptfigur eine Frau ist, Naru (Amber Midthunder), was aus dem Franchise erstmal ein wenig vom Testosteron-Überdruck rauslässt, an der Bewegungsdynamik und Körperlichkeit aber nicht groß was ändert. Es wird gerannt, gekämpft, Köpfe werden abgeschlagen und Rückgrate rausgerissen, dass es nur so kracht. Der Schwester-/Bruder-Konflikt, den das Drehbuch auffährt, damit die Figuren zumindest ein bisschen mehr als Waffenträger:innen sein dürfen, ist weitgehend egal, hält einen aber auch nicht weiter auf.</p>
<p>Neu ist auch, dass <em>Prey</em> bei seinen filmischen Raumkonstruktionen viel mit der Weite der wirklich sehr schönen Landschaften arbeitet. Und so zwischen den ganzen Raufereien eine schöne Ruhe in den Filmfluss bringt. Überhaupt ist das Ganze atmosphärisch sehr gelungen, was dann auch wieder freut, weil auch auf dieser Ebene bei fast allem, was nach dem ersten Sequel noch an Nachfolgern kam, besinnungslos geholzt wurde.</p>
<p><em>Prey </em>macht Spaß, ist spannend und in den Gewaltszenen mitreißend; wobei CGI-Geschmadder, zumindest wenn man in den Achtziger- und Neunzigerjahren angefangen hat, Horror- und Actionfilme zu schauen, im direkten Vergleich zu den Latex- und Kunstblutsauereien immer ungut aseptisch wirkt. Aber das ist wahrscheinlich nur eine Frage der Mediensozialisation, und später Geborene fühlen sich in Sequenzen, die natürlich wieder einmal viel von der aktuell gängigen Gaming-Ästhetik aufnehmen, gleich heimisch. Am Ende verneigt sich der Film mit einem schönen Detail in Richtung <em>Predator 2</em>. Was nebenbei kurz den Eindruck erzeugt, der Kreis würde sich hier schließen, und in diesem Franchise hätte alles Misslungene nach 1990 gar nicht stattgefunden.</p>
<p><em> </em></p>
<div style="font-size: 12px; line-height: 1.9; background-color: #eaeae5; padding: 30px; color: #1e1e1e;"><p><strong>Prey</strong><br />
<strong>USA 2022, Regie</strong> Dan Trachtenberg<br />
<strong>Mit</strong> Amber Midthunder, Dane DiLiegro, Dakota Beavers<br />
<strong>Laufzeit</strong> 130 Minuten</p>
</div><p>Der Beitrag <a href="https://filmfilter.at/themen/kritiken/vagina-dentata/">Vagina dentata</a> erschien zuerst auf <a href="https://filmfilter.at">filmfilter</a>.</p>
]]></content:encoded>
					
		
		
		<post-id xmlns="com-wordpress:feed-additions:1">8277</post-id>	</item>
		<item>
		<title>Nicht alles Gold was glänzt</title>
		<link>https://filmfilter.at/kolumnen/brooklyn-bulletin/nicht-alles-gold-was-glaenzt/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Marietta Steinhart]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 11 Jan 2022 16:00:02 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Brooklyn Bulletin]]></category>
		<category><![CDATA[79.]]></category>
		<category><![CDATA[anerkennung]]></category>
		<category><![CDATA[arnold schwarzenegger]]></category>
		<category><![CDATA[auslandsjournalisten]]></category>
		<category><![CDATA[auszeichnungen]]></category>
		<category><![CDATA[bedeutung]]></category>
		<category><![CDATA[beverly hills hotel]]></category>
		<category><![CDATA[blitzgewitter]]></category>
		<category><![CDATA[brooklyn bulletin]]></category>
		<category><![CDATA[bühne]]></category>
		<category><![CDATA[conan o’brien]]></category>
		<category><![CDATA[dankesreden]]></category>
		<category><![CDATA[diversifiziert]]></category>
		<category><![CDATA[echokammer]]></category>
		<category><![CDATA[einschaltquoten]]></category>
		<category><![CDATA[einschaltquotenproblem]]></category>
		<category><![CDATA[errungenschaften]]></category>
		<category><![CDATA[fernsehübertragung]]></category>
		<category><![CDATA[film]]></category>
		<category><![CDATA[filmfilter]]></category>
		<category><![CDATA[filmfiltern]]></category>
		<category><![CDATA[gala]]></category>
		<category><![CDATA[gestreamt]]></category>
		<category><![CDATA[gewinner]]></category>
		<category><![CDATA[glamour]]></category>
		<category><![CDATA[globes]]></category>
		<category><![CDATA[gold]]></category>
		<category><![CDATA[golden globes]]></category>
		<category><![CDATA[goldmännchen]]></category>
		<category><![CDATA[hacks]]></category>
		<category><![CDATA[hbo]]></category>
		<category><![CDATA[hfpa]]></category>
		<category><![CDATA[hohe filmkunst]]></category>
		<category><![CDATA[hollywood foreign press associatio]]></category>
		<category><![CDATA[image]]></category>
		<category><![CDATA[irrelevant]]></category>
		<category><![CDATA[jane campion]]></category>
		<category><![CDATA[kinofilm]]></category>
		<category><![CDATA[kolumne]]></category>
		<category><![CDATA[kontroverse]]></category>
		<category><![CDATA[kulturelle produkte]]></category>
		<category><![CDATA[l.a. times]]></category>
		<category><![CDATA[live]]></category>
		<category><![CDATA[los angeles]]></category>
		<category><![CDATA[marietta steinhart]]></category>
		<category><![CDATA[mitglieder]]></category>
		<category><![CDATA[netflix]]></category>
		<category><![CDATA[öffentlichkeit]]></category>
		<category><![CDATA[organisation]]></category>
		<category><![CDATA[oscars]]></category>
		<category><![CDATA[pandemie]]></category>
		<category><![CDATA[party]]></category>
		<category><![CDATA[preise]]></category>
		<category><![CDATA[preisverleihungen]]></category>
		<category><![CDATA[promis]]></category>
		<category><![CDATA[publikum]]></category>
		<category><![CDATA[rassistisch]]></category>
		<category><![CDATA[relevanz]]></category>
		<category><![CDATA[remake]]></category>
		<category><![CDATA[roter teppich]]></category>
		<category><![CDATA[serien]]></category>
		<category><![CDATA[show]]></category>
		<category><![CDATA[social media]]></category>
		<category><![CDATA[steven spielberg]]></category>
		<category><![CDATA[subjektiv]]></category>
		<category><![CDATA[succession]]></category>
		<category><![CDATA[the power of the dog]]></category>
		<category><![CDATA[twitter]]></category>
		<category><![CDATA[wertschätzung]]></category>
		<category><![CDATA[west side story]]></category>
		<category><![CDATA[zuschauer]]></category>
		<category><![CDATA[zuschauerzahlen]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://filmfilter.at/?p=6025</guid>

					<description><![CDATA[<p>„Wenn ein Baum im Wald einen Golden Globe gewinnt, aber nicht im Fernsehen übertragen wird, hält er dann immer noch eine peinliche Rede?“ scherzte Conan O’Brien auf Twitter vergangenen Freitag. Der Spruch brachte das geradezu philosophische Rätsel der 79. Golden Globes auf den Punkt. Von der Öffentlichkeit skeptisch beäugt oder ganz ignoriert, gingen sie am Sonntag Abend Ortszeit im Beverly Hills Hotel in Los Angeles über die Bühne. Wenn es nun mittlerweile zum guten Ton gehört, Preise zurück zu geben, [&#8230;]</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://filmfilter.at/kolumnen/brooklyn-bulletin/nicht-alles-gold-was-glaenzt/">Nicht alles Gold was glänzt</a> erschien zuerst auf <a href="https://filmfilter.at">filmfilter</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>„Wenn ein Baum im Wald einen Golden Globe gewinnt, aber nicht im Fernsehen übertragen wird, hält er dann immer noch eine peinliche Rede?“ scherzte Conan O’Brien auf <a href="https://twitter.com/ConanOBrien/status/1479561796759527426" target="_blank" rel="noopener">Twitter</a> vergangenen Freitag. Der Spruch brachte das geradezu philosophische Rätsel der 79. Golden Globes auf den Punkt. Von der Öffentlichkeit skeptisch beäugt oder ganz ignoriert, gingen sie am Sonntag Abend Ortszeit im Beverly Hills Hotel in Los Angeles über die Bühne. Wenn es nun mittlerweile zum guten Ton gehört, Preise zurück zu geben, weil sie wie ein Stigma anmuten, stellt sich die berechtigte Frage, ob wir denn überhaupt welche brauchen (Tom Cruise offenbar nicht mehr, er retournierte aus Protest seine drei Globes).</p>
<p>Große Gewinner sind im Bereich Kinofilm Jane Campions grübelnder, großartiger Western <em>The Power of The Dog </em>und Steven Spielbergs schönes <em>West Side Story</em>-Remake mit je drei Auszeichnungen. Die HBO-Serien <em>Succession</em> und <em>Hacks</em> gewannen die besten Serienpreise. Kein schlechtes Zeugnis. Aber es gab kein Publikum, keine Fernsehübertragung, keine tränenreichen Dankesreden, keinen roten Teppich, keine Promis, keine Party. Die Show wurde nicht einmal live gestreamt. Die Gewinner wurden nüchtern auf Social Media verlautbart.</p>
<p>Die Hollywood Foreign Press Association (HFPA), die seit 1944 die Golden Globes vergibt, war vor zwei Jahren (völlig zu Recht, wenngleich viel zu spät) in Ungnade gefallen. Die Organisation sei zu exklusiv, zu rassistisch, zu bestechlich, zu inkompetent. Gipfel: Rund dreißig Mitglieder wurden von den Produzenten von <em>Emily in Paris</em> nach Paris geflogen, wo sie in einem Hotel für je 1.400 US-Dollar pro Nacht untergebracht waren. Die klischeestrotzende Netflix-Serie wurde für zwei Globes nominiert, während z.B. Michaela Coels hervorragende Serie <a href="https://filmfilter.at/starkes-stueck/i-may-destroy-you/"><em>I May Destroy You</em></a> völlig ignoriert wurde. Eher kein Zufall, denn kein einziges der damals 87 Mitglieder war schwarz. Die Gruppe hat inzwischen ihre Reihen diversifiziert, 21 neue Mitglieder aufgenommen und neue Compliance-Regeln verabschiedet. A little late.</p>
<p>Da war ein kurzer Auftritt von Arnold Schwarzenegger am Sonntagabend fast schon verzweifelt peinlich. Um das angekratzte Image der Organisation zu retten, pries der Schauspieler die Großzügigkeit und Offenheit der HFPA und betonte, dass die Gruppe einst ihm, einem jungen österreichischen Bodybuilder mit änderungswürdigem Nachnamen, einen Award zugesprochen hatte – für seine Rolle in <em>Stay Hungry</em> (1976) .</p>
<p>Ganz abgesehen von der Kontroverse, die von der <a href="https://www.latimes.com/entertainment-arts/business/story/2021-02-21/hfpa-golden-globes-2021-who-are-the-members" target="_blank" rel="noopener">L.A. Times</a> angekurbelt wurde, hatten die Golden Globes lange vor der Pandemie ein Reputations- und Einschaltquotenproblem. Ricky Gervais nannte sie „wertlos“, als er sie im Jahr 2016 moderierte: „Es ist ein bisschen Metall, das einige nette, alte, verwirrte Journalisten Ihnen persönlich geben wollen, damit sie ein Selfie mit Ihnen machen können, okay?“</p>
<p>Hoffentlich ist dies das letzte Jahr, in dem wir die Golden Globes ernsthaft diskutieren. Was sind sie, wenn nicht irrelevant? Jedes Jahr, als noch Galas möglich waren, gelang es einer kleinen, dubiosen Gruppe von Auslandsjournalist:innen, ein elitäres, antiquiertes Pseudo-Ereignis zu inszenieren. Alle klopften sich auf die Schultern, die Gewinner verbeugten sich vor der Echokammer/Kollegenschaft, und am nächsten Morgen jammerten alle in den Medien darüber, wie langweilig es war (inklusive dieser Autorin). Während die Welt prekärer wird, fühlt sich der schillernde, selbstbeglückende Geist von Preisverleihungen immer bizarrer an.</p>
<p>Das gilt im Übrigen auch für die Oscars, die am 27. März stattfinden sollen. Keiner weiß, wie die Veranstaltung aussehen wird. Kernfrage: Wer wird zusehen wollen? Ich kann mich gut an lange Nächte mit Augenringen erinnern, in denen ich aufgeblieben bin, um die Oscars live im Fernsehen zu verfolgen. War auch einige Jahre vor Ort, um Bericht zu erstatten. Obwohl ich jetzt näher an der passenden Zeitzone lebe, sehe ich mir stattdessen lieber einen guten Film an.</p>
<p>Die Oscar-Zuschauerzahlen sind seit Jahren im freien Fall. In ihren besten Zeiten zog die Gala 55 Millionen Zuschauer an. Während die Zahlen von 2020, als letztlich <em>Parasite</em> gewann, als neues Allzeittief (23,6 Millionen) in die TV-Geschichte eingingen, brachen sie schon im nächsten Jahr um weitere 60 Prozent ein: Im April 2021 wollten nur mehr 10,4 Millionen Zuschauer live dabei sein, als die Goldmännchen ausgehändigt wurden.</p>
<p>Die Oscars verstehen sich als Wächter der „hohen“ Kunst, in einer Zeit, in der ein Actionspektakel voller Maschinen-Fetische (<em>F9: The Fast Saga</em>) sowie ein Superhelden-Franchise (<em>Spider-Man: No Way Home</em>), zu den wirtschaftlich erfolgreichsten Filmen der Welt zählen. Freilich: Oscars spiegeln nicht in erster Linie die hohe Filmkunst wider (das können Festivals viel besser), es ging bei der Gala immer schon mehr um Voyeurismus, um Pomp, um Politik, um Einschaltquoten. Darüber hinaus wissen wir alle, wie subjektiv Preisverleihungen sind.</p>
<p>Preise sollten eine Wertschätzung für künstlerische Anstrengungen sein. Die Anerkennung ist für viele ein Grund, sich einen „kleineren“ Film anzuschauen. Der Entfall pompöser Preisverleihungen hätte wohl wenig Wirkung auf die Erinnerung und Relevanz kultureller Produkte. Wenn wir sie als veraltete Schiedsrichter für künstlerische Verdienste nicht loswerden können, dann müssen sie sich wieder mit den Menschen verbinden. Wenn sich die Viruswolke eines Tages endlich hebt, werden sich unsere Sehgewohnheiten geändert haben. Vielleicht ist das auch gut so. Vielleicht definieren wir dann auch den Erfolg eines Films anders. Die Errungenschaften einer Frau hinter der Kamera zum Beispiel, wie Jane Campion, bleiben auch ohne Blitzgewitter, High Heels und Glamour dieselben bewunderungswürdigen Errungenschaften.</p>
<p>Stellt euch vor, es ist Preisverleihung in einem schicken Hotel in Beverly Hills und niemand geht hin.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://filmfilter.at/kolumnen/brooklyn-bulletin/nicht-alles-gold-was-glaenzt/">Nicht alles Gold was glänzt</a> erschien zuerst auf <a href="https://filmfilter.at">filmfilter</a>.</p>
]]></content:encoded>
					
		
		
		<post-id xmlns="com-wordpress:feed-additions:1">6025</post-id>	</item>
		<item>
		<title>Do the right thing</title>
		<link>https://filmfilter.at/themen/kritiken/do-the-right-thing/</link>
					<comments>https://filmfilter.at/themen/kritiken/do-the-right-thing/#respond</comments>
		
		<dc:creator><![CDATA[Roman Scheiber]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 20 Sep 2021 09:00:23 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Kritiken]]></category>
		<category><![CDATA[aktenkisten]]></category>
		<category><![CDATA[anne hathaway]]></category>
		<category><![CDATA[anwalt]]></category>
		<category><![CDATA[anwaltsfirma]]></category>
		<category><![CDATA[arnold schwarzenegger]]></category>
		<category><![CDATA[bill camp]]></category>
		<category><![CDATA[bill pullman]]></category>
		<category><![CDATA[dark waters]]></category>
		<category><![CDATA[drama]]></category>
		<category><![CDATA[dupont]]></category>
		<category><![CDATA[film]]></category>
		<category><![CDATA[filmfilter]]></category>
		<category><![CDATA[gift]]></category>
		<category><![CDATA[giftmüll]]></category>
		<category><![CDATA[greta thunberg]]></category>
		<category><![CDATA[konzern]]></category>
		<category><![CDATA[krebs]]></category>
		<category><![CDATA[krebserregend]]></category>
		<category><![CDATA[kritik]]></category>
		<category><![CDATA[kritiken]]></category>
		<category><![CDATA[mark ruffalo]]></category>
		<category><![CDATA[new york times magazine]]></category>
		<category><![CDATA[poltik]]></category>
		<category><![CDATA[robert bilott]]></category>
		<category><![CDATA[roman scheiber]]></category>
		<category><![CDATA[sky]]></category>
		<category><![CDATA[sozialdrama]]></category>
		<category><![CDATA[teflonpfannen]]></category>
		<category><![CDATA[telfon]]></category>
		<category><![CDATA[the lawyer who became dupont’s worst nightmare]]></category>
		<category><![CDATA[tim robbins]]></category>
		<category><![CDATA[todd haynes]]></category>
		<category><![CDATA[umweltschutz]]></category>
		<category><![CDATA[umweltskandal]]></category>
		<category><![CDATA[vergiftete wahrheit]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://filmfilter.at/?p=5444</guid>

					<description><![CDATA[<p>Mit „Dark Waters“ gelang es Todd Haynes, aus einem juristischen Stellungskrieg ein relevantes Sozialdrama und zugleich ein großes Stück Kino zu machen – über einen der größten Umweltskandale der US-amerikanischen Geschichte. Der Film hat unter dem Titel „Vergiftete Wahrheit“ den Deutschen Synchronpreis 2021 gewonnen, ausnahmsweise empfehlen wir also nicht nur die amerikanische Originalversion.   Während Weltklimabotschafter von Greta Thunberg bis Arnold Schwarzenegger in flammenden Umweltschutz-Appellen unter viel Beifall die Politik vor sich herzutreiben suchen, probiert es dieser Film mit einer [&#8230;]</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://filmfilter.at/themen/kritiken/do-the-right-thing/">Do the right thing</a> erschien zuerst auf <a href="https://filmfilter.at">filmfilter</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><em>Mit „Dark Waters“ gelang es Todd Haynes, aus einem juristischen Stellungskrieg ein relevantes Sozialdrama und zugleich ein großes Stück Kino zu machen – über einen der größten Umweltskandale der US-amerikanischen Geschichte. Der Film hat unter dem Titel „Vergiftete Wahrheit“ den Deutschen Synchronpreis 2021 gewonnen, ausnahmsweise empfehlen wir also nicht nur die amerikanische Originalversion.</em>  </p>
<p>Während Weltklimabotschafter von Greta Thunberg bis Arnold Schwarzenegger in flammenden Umweltschutz-Appellen unter viel Beifall die Politik vor sich herzutreiben suchen, probiert es dieser Film mit einer juristisch komplexen, aber äußerst eindrücklichen Geschichte über einen unbekannten, anfangs blassen Helden. Eigentlich taugt er gar nicht zum Idol, dieser Robert Bilott (herausragend gespielt von Mark Ruffalo): Er ist ein Papiertiger, ein braver Ehemann und Familienvater. Zu Beginn des Films, wir schreiben 1998, will Rob als neuer Partner seiner großen Wirtschaftsanwaltsfirma im Grunde wenig mehr als ein guter Amerikaner zu sein und seinen in flotter Folge auf die Welt kommenden Söhnen einen gesicherten Start in ein wohlständiges Leben zu ermöglichen.</p>
<p>Natürlich kommt es anders, nämlich in der Person eines grantigen Farmers (grandios: Bill Camp). Der schneit eines schönen Tages, natürlich während eines wichtigen Meetings, im Headquarter von Robs Anwaltsfirma in Cincinnati herein und fordert Rob, der bislang auf Seiten von Chemie-Unternehmen um Recht gestritten hat, dazu auf, sich ausnahmsweise einmal um den sprichwörtlichen kleinen Mann, also um ihn zu kümmern. Zumal dieser kleine Mann ein Bekannter seiner Großmutter ist und auf seiner Farm am Rand der Kleinstadt Parkersburg, West Virginia, zusehen muss, wie seine Kühe qualvoll verenden. Sobald man nun gemeinsam mit Rob diese wahnsinnig gewordenen Tiere und arg metastasierten Kadaver vor Augen geführt bekommt, muss man kein Tierrechtsaktivist sein, um sich bewusst zu machen: Der Grantler hat allen Grund zum Granteln. Womöglich kann er gar nicht mehr anders, denn auf seinem Grundstück hat sich Gift breitgemacht.</p>
<figure id="attachment_5442" aria-describedby="caption-attachment-5442" style="width: 500px" class="wp-caption alignnone"><img data-recalc-dims="1" decoding="async" src="https://i0.wp.com/filmfilter.at/wp-content/uploads/2021/12/dark_waters_camp.jpg?resize=500%2C333&#038;ssl=1" class="zeen-lazy-load-base zeen-lazy-load wp-image-5442" data-lazy-src="https://filmfilter.at/wp-content/uploads/2021/12/dark_waters_camp-300x200.jpg" alt="" width="500" height="333" /><figcaption id="caption-attachment-5442" class="wp-caption-text"><noscript><img data-recalc-dims="1" decoding="async" class="wp-image-5442" src="https://i0.wp.com/filmfilter.at/wp-content/uploads/2021/12/dark_waters_camp.jpg?resize=500%2C333&#038;ssl=1" alt="" width="500" height="333" srcset="https://i0.wp.com/filmfilter.at/wp-content/uploads/2021/12/dark_waters_camp.jpg?resize=300%2C200&amp;ssl=1 300w, https://i0.wp.com/filmfilter.at/wp-content/uploads/2021/12/dark_waters_camp.jpg?resize=1024%2C683&amp;ssl=1 1024w, https://i0.wp.com/filmfilter.at/wp-content/uploads/2021/12/dark_waters_camp.jpg?resize=770%2C513&amp;ssl=1 770w, https://i0.wp.com/filmfilter.at/wp-content/uploads/2021/12/dark_waters_camp.jpg?resize=1536%2C1024&amp;ssl=1 1536w, https://i0.wp.com/filmfilter.at/wp-content/uploads/2021/12/dark_waters_camp.jpg?resize=2048%2C1366&amp;ssl=1 2048w, https://i0.wp.com/filmfilter.at/wp-content/uploads/2021/12/dark_waters_camp.jpg?resize=360%2C240&amp;ssl=1 360w, https://i0.wp.com/filmfilter.at/wp-content/uploads/2021/12/dark_waters_camp.jpg?resize=500%2C333&amp;ssl=1 500w, https://i0.wp.com/filmfilter.at/wp-content/uploads/2021/12/dark_waters_camp.jpg?resize=1155%2C770&amp;ssl=1 1155w, https://i0.wp.com/filmfilter.at/wp-content/uploads/2021/12/dark_waters_camp.jpg?resize=370%2C247&amp;ssl=1 370w, https://i0.wp.com/filmfilter.at/wp-content/uploads/2021/12/dark_waters_camp.jpg?resize=293%2C195&amp;ssl=1 293w, https://i0.wp.com/filmfilter.at/wp-content/uploads/2021/12/dark_waters_camp.jpg?resize=1400%2C934&amp;ssl=1 1400w, https://i0.wp.com/filmfilter.at/wp-content/uploads/2021/12/dark_waters_camp.jpg?resize=120%2C80&amp;ssl=1 120w, https://i0.wp.com/filmfilter.at/wp-content/uploads/2021/12/dark_waters_camp.jpg?resize=240%2C160&amp;ssl=1 240w, https://i0.wp.com/filmfilter.at/wp-content/uploads/2021/12/dark_waters_camp.jpg?resize=390%2C260&amp;ssl=1 390w, https://i0.wp.com/filmfilter.at/wp-content/uploads/2021/12/dark_waters_camp.jpg?resize=1320%2C880&amp;ssl=1 1320w, https://i0.wp.com/filmfilter.at/wp-content/uploads/2021/12/dark_waters_camp.jpg?w=2400&amp;ssl=1 2400w" sizes="(max-width: 500px) 100vw, 500px" /></noscript> Bill Camp, Mark Ruffalo in Dark Waters</figcaption></figure>
<p>Ein Gutteil von <em>Dark Waters</em>, der übrigens durch eine ausnehmend schöne Prologsequenz an dunklem Wasser besticht (und auch sonst hat Kameramann Ed Lachman den Film in wunderbar gedämpfte Farben getaucht), dreht sich nun um die Recherche, wie dieser gravierende Umweltschaden verursacht und über Jahrzehnte vertuscht wurde. Als der Verursacher des Giftmülls, schlimmer noch: als der über Leichen gehende Bösewicht stellt sich der Chemie-Riese DuPont heraus, aber wie soll man das vor Gericht beweisen? Dazu ist DuPont blöderweise einer der wichtigsten Klienten von Robs Anwaltsfirma. Für Robs Boss und freundschaftlichen Mentor Tom (Tim Robbins) mutiert der Fall somit zur schwierigsten Loyalitätsprüfung seiner Karriere, denn Rob will den Fall unbedingt übernehmen. Nachdem Rob den zuständigen DuPont-Manager (Victor Garber) öffentlich zur Rede gestellt und gerichtlich die Herausgabe wesentlicher interner Dokumente erwirkt hat, landet – eine beliebte Strategie klagsbedrohter Konzerne – eine Lastwagenladung voller Aktenkisten in seinem Büro. Aber allein, wie er die ersten Kisten auspackt und sich mit zehntausend Zetteln im Schneidersitz auf den Boden setzt, lässt ahnen, dass dieser leise, sympathische Mann als Aktenwühlmaus einen gründlichen Job machen und, obwohl sein Gegner Corporate America heißt, so bald nicht aufgeben wird.</p>
<p><em>Dark Waters</em> basiert auf der im Jänner 2016 im „New York Times Magazine“ erschienenen Story „The Lawyer Who Became DuPont’s Worst Nightmare“ von Nathaniel Rich. Bis er zum Albtraum seines übermächtigen Gegners wurde, hatte Robert Bilott allerdings Sträuße mit seiner Frau Sarah auszufechten (Anne Hathaway macht das Beste aus einer eher undankbaren Rolle), einen Jahrzehnte währenden zermürbenden Kampf zu führen, gesundheitliche Probleme und selbst so manchen Albtraum zu überstehen. Bis heute vertritt er Geschädigte der „Teflon-Firma“ DuPont. Der Film erinnert mittendrin daran, dass es einst eine breite mediale Diskussion über den krebserregenden Effekt zerkratzter Teflonpfannen gegeben hatte, die Gefahren für die Mitarbeiter an der Herstellung und die Umweltschäden durch in den Ohio River geleiteten Giftmüll aber marginalisiert wurden.</p>
<p><img data-recalc-dims="1" decoding="async" src="https://i0.wp.com/filmfilter.at/wp-content/uploads/2021/12/dark_waters_hathaway.jpg?resize=500%2C281&#038;ssl=1" class="zeen-lazy-load-base zeen-lazy-load alignnone wp-image-5443" data-lazy-src="https://filmfilter.at/wp-content/uploads/2021/12/dark_waters_hathaway-300x169.jpg" alt="" width="500" height="281" /><noscript><img data-recalc-dims="1" decoding="async" class="alignnone wp-image-5443" src="https://i0.wp.com/filmfilter.at/wp-content/uploads/2021/12/dark_waters_hathaway.jpg?resize=500%2C281&#038;ssl=1" alt="" width="500" height="281" srcset="https://i0.wp.com/filmfilter.at/wp-content/uploads/2021/12/dark_waters_hathaway.jpg?resize=300%2C169&amp;ssl=1 300w, https://i0.wp.com/filmfilter.at/wp-content/uploads/2021/12/dark_waters_hathaway.jpg?resize=1024%2C576&amp;ssl=1 1024w, https://i0.wp.com/filmfilter.at/wp-content/uploads/2021/12/dark_waters_hathaway.jpg?resize=770%2C433&amp;ssl=1 770w, https://i0.wp.com/filmfilter.at/wp-content/uploads/2021/12/dark_waters_hathaway.jpg?resize=1536%2C864&amp;ssl=1 1536w, https://i0.wp.com/filmfilter.at/wp-content/uploads/2021/12/dark_waters_hathaway.jpg?resize=500%2C281&amp;ssl=1 500w, https://i0.wp.com/filmfilter.at/wp-content/uploads/2021/12/dark_waters_hathaway.jpg?resize=293%2C165&amp;ssl=1 293w, https://i0.wp.com/filmfilter.at/wp-content/uploads/2021/12/dark_waters_hathaway.jpg?resize=1400%2C788&amp;ssl=1 1400w, https://i0.wp.com/filmfilter.at/wp-content/uploads/2021/12/dark_waters_hathaway.jpg?resize=390%2C219&amp;ssl=1 390w, https://i0.wp.com/filmfilter.at/wp-content/uploads/2021/12/dark_waters_hathaway.jpg?resize=1320%2C743&amp;ssl=1 1320w, https://i0.wp.com/filmfilter.at/wp-content/uploads/2021/12/dark_waters_hathaway.jpg?w=1920&amp;ssl=1 1920w" sizes="(max-width: 500px) 100vw, 500px" /></noscript></p>
<p>Es ist das Verdienst der Drehbuchautoren Mario Correa und Matthew Michael Carnahan und des Spielleiters Todd Haynes, dass der auf prozessuale und auf chemische Fragen („What the fuck is PFOA?“, fragt Rob, der im Chemie-Unterricht geschlafen hat, sich selbst) konzentrierte Teil des Films so nachvollziehbar und spannend geworden ist. <em>Dark Waters</em> bedient sich keiner drastischen Thrillerdramaturgie (wie einst zum Beispiel der thematisch verwandte <em>Michael Clayton</em> mit George Clooney), sondern zeigt seinen unspektakulären Helden als Stehaufmännchen. Nach jedem Rückschlag widmet er sich erneut der Sache seiner Parkersburger Mandanten – aus dem Einzelfall ist nämlich unterdessen eine Sammelklage geworden. Und er zeigt, wie sich solch obsessives Engagement auf das eigene Familienleben auswirkt.</p>
<p>In einem Partner-Meeting in Robs Anwaltsfirma fallen an einem Wendepunkt der Geschichte jene Schlüsselfragen, die für einen sozial relevanten Film der Firma Participant kennzeichnend sind: „Is this how we want America to be? Is this the world we wanna live in?“ Dabei zerreißt sich Rob gar nicht so sehr zwischen Moral und Kapital, sondern wird einfach fortlaufend zu persönlichen Entscheidungen gezwungen: Kümmere ich mich mehr um die eigene Familie oder helfe ich einer Gesellschaft der Wehrlosen? Persönliches Risiko oder ökonomische Sicherheit? Bis zum Herzkasperl für die Klienten aufreiben oder Einsicht in die Aussichtslosigkeit des verbissenen Treibens? Es sind einige der großen Fragen des Lebens und des Kinos, welche <em>Dark Waters</em> seinem Publikum stellt und anhand des Schicksals der Bilotts in fein dosiertem Drama und streckenweise in an <em>Spotlight</em> erinnernder Nüchternheit durchdekliniert – wobei das Schlussplädoyer natürlich für das Engagement des Individuums gegen das ungerechte, repressive System ausfällt. Mark Ruffalo, auch offscreen sozialer Aktivist, war das Projekt ein Herzensanliegen, er hat den Film auch mitproduziert.</p>
<p><img data-recalc-dims="1" decoding="async" src="https://i0.wp.com/filmfilter.at/wp-content/uploads/2021/12/dark_waters_boxes.jpg?resize=500%2C334&#038;ssl=1" class="zeen-lazy-load-base zeen-lazy-load alignnone wp-image-5441" data-lazy-src="https://filmfilter.at/wp-content/uploads/2021/12/dark_waters_boxes-300x200.jpg" alt="" width="500" height="334" /><noscript><img data-recalc-dims="1" decoding="async" class="alignnone wp-image-5441" src="https://i0.wp.com/filmfilter.at/wp-content/uploads/2021/12/dark_waters_boxes.jpg?resize=500%2C334&#038;ssl=1" alt="" width="500" height="334" srcset="https://i0.wp.com/filmfilter.at/wp-content/uploads/2021/12/dark_waters_boxes.jpg?resize=300%2C200&amp;ssl=1 300w, https://i0.wp.com/filmfilter.at/wp-content/uploads/2021/12/dark_waters_boxes.jpg?resize=770%2C514&amp;ssl=1 770w, https://i0.wp.com/filmfilter.at/wp-content/uploads/2021/12/dark_waters_boxes.jpg?resize=360%2C240&amp;ssl=1 360w, https://i0.wp.com/filmfilter.at/wp-content/uploads/2021/12/dark_waters_boxes.jpg?resize=500%2C334&amp;ssl=1 500w, https://i0.wp.com/filmfilter.at/wp-content/uploads/2021/12/dark_waters_boxes.jpg?resize=370%2C247&amp;ssl=1 370w, https://i0.wp.com/filmfilter.at/wp-content/uploads/2021/12/dark_waters_boxes.jpg?resize=293%2C195&amp;ssl=1 293w, https://i0.wp.com/filmfilter.at/wp-content/uploads/2021/12/dark_waters_boxes.jpg?resize=120%2C80&amp;ssl=1 120w, https://i0.wp.com/filmfilter.at/wp-content/uploads/2021/12/dark_waters_boxes.jpg?resize=240%2C160&amp;ssl=1 240w, https://i0.wp.com/filmfilter.at/wp-content/uploads/2021/12/dark_waters_boxes.jpg?resize=390%2C260&amp;ssl=1 390w, https://i0.wp.com/filmfilter.at/wp-content/uploads/2021/12/dark_waters_boxes.jpg?w=1000&amp;ssl=1 1000w" sizes="(max-width: 500px) 100vw, 500px" /></noscript></p>
<p>Ruffalo ist ein konträrer Typ zu Julia Roberts in <em>Erin Brockovich</em>, auch wenn die Agenden der beiden einander ähnlich sind. Er ist im Grunde ein milder Geist, kann aber auch seine Fäuste ballen. Wie in <em>Spotlight</em> (u.a. mit Ruffalo) überzeugt fast das gesamte Ensemble, für wichtige Nebenrollen schlossen sich auch Bill Pullman und Mare Winningham dem exzellenten Cast an. Dass Ruffalo den virtuosen Todd Haynes – der Meister des Melodramas (<em>Far from Heaven</em>, <em>Carol</em>) ist gewissermaßen ein Genre-Newcomer – als Regisseur engagiert hat, kommt <em>Dark Waters</em> zugute: Die menschlichen Schicksale der Stadt Parkersburg, auch den Zwiespalt der Stadt zwischen Arbeitsplatz und Gesundheit, stellt er klug, ziemlich naturalistisch, einfühlsam, aber beherrscht dar und entwertet sie nicht durch emotionalen Überlauf. Er entspricht damit auch Robs Haltung, die schwierige Sache über mehr als 20 Jahre durchzuziehen. Einmal braucht Rob einfach nur eine flüchtige Begegnung an der Tankstelle, um sich daran zu erinnern, was ihn zum Fall seines Lebens getrieben hat. Denn im Grunde hat Robert Bilott etwas ganz Naheliegendes getan: Er hat seinen beruflichen Hintergrund dazu genutzt, den unglücklichen Leuten aus jenem Ort zu helfen, an dem er selbst die glücklichsten Sommer seiner Kindheit verbracht hat.</p>

<p><em>(Dies ist eine gekürzte Fassung des letzten Textes, der von Roman Scheiber im „ray“ erschien. Mit den besten Wünschen für den Fortbestand des Magazins.)</em></p>
<p>&nbsp;</p><div style="font-size: 12px; line-height: 1.9; background-color: #eaeae5; padding: 30px; color: #1e1e1e;"><p><strong>Dark Waters<br /></strong> <strong>USA 2019, Regie</strong> Todd Haynes<strong> <br />Mit</strong> Mark Ruffalo, Bill Camp, Tim Robbins, Anne Hathaway, Victor Garber, Mare Winningham, Bill Pullman <br /><strong>Laufzeit</strong> 126 Minuten</p>
</div><p>Der Beitrag <a href="https://filmfilter.at/themen/kritiken/do-the-right-thing/">Do the right thing</a> erschien zuerst auf <a href="https://filmfilter.at">filmfilter</a>.</p>
]]></content:encoded>
					
					<wfw:commentRss>https://filmfilter.at/themen/kritiken/do-the-right-thing/feed/</wfw:commentRss>
			<slash:comments>0</slash:comments>
		
		
		<post-id xmlns="com-wordpress:feed-additions:1">5444</post-id>	</item>
	</channel>
</rss>
