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	<title>tom holland Archive - filmfilter</title>
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		<title>Wahlberg und der Ruhm der Welt</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Roman Scheiber]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 17 Feb 2022 20:30:55 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[<p>Lustiger Quatsch mit Tom Holland und Mark Wahlberg, ein Alpinist, der Ruhm der Welt und ein unmöglich analoges Projekt. Ein Überblick von Benjamin Moldenhauer und Roman Scheiber. Der Trailer enthält bereits die wahrscheinlich spektakulärste Szene: Tom Holland turnt auf Gepäckstücken rum, die aus einem Flugzeugladeraum in ein paar hundert Metern Höhe rausdonnern, dann knallt ihm noch ein Auto an die Birne, und es geht ab in die Tiefe. Die Szene aus Uncharted interessiert sich nicht nur Null für irgendwelche physikalischen [&#8230;]</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p><em>Lustiger Quatsch mit Tom Holland und Mark Wahlberg, ein Alpinist, der Ruhm der Welt und ein unmöglich analoges Projekt. Ein Überblick von Benjamin Moldenhauer und Roman Scheiber.<br />
</em></p>
<p>Der Trailer enthält bereits die wahrscheinlich spektakulärste Szene: Tom Holland turnt auf Gepäckstücken rum, die aus einem Flugzeugladeraum in ein paar hundert Metern Höhe rausdonnern, dann knallt ihm noch ein Auto an die Birne, und es geht ab in die Tiefe. Die Szene aus <strong><em>Uncharted </em></strong>interessiert sich nicht nur Null für irgendwelche physikalischen Gesetze, sie ist auch unübersehbar an Gaming-Ästhetik angelehnt. Und was völlig übertrieben ist, macht im besten Fall Spaß, wirkt dabei aber meist künstlich. Die von Holland und Wahlberg dargestellten Protagonisten im Film von <em>Venom</em>-Regisseur Ruben Fleischer hangeln sich diszipliniert an einem hauchdünnen Schatzsucher-Plot von Spektakelsequenz zu Spektakelsequenz, oder auch von Level zu Level. Was nun auch nicht verwundert, denn dieser lustige Quatsch ist eine Computerspielverfilmung. „Wenn man mit der Legende Mark Wahlberg arbeitet, ist es wichtig, dass man im Fitnessstudio alles gibt“, hat Hauptdarsteller Tom Holland im Vorfeld erklärt. „Ich habe versucht, so viel Masse wie möglich aufzubauen und so viel Kraft wie möglich zu bewahren.“ Womit das filmästhetische Prinzip von <em>Uncharted </em>bereits recht komplett zusammengefasst wäre.</p>
<p><iframe class="zeen-lazy-load-base zeen-lazy-load" title="YouTube video player" src="about:blank" data-lazy-src="https://www.youtube.com/embed/l-LD16Yzi2c" width="560" height="315" frameborder="0" allowfullscreen="allowfullscreen"></iframe><noscript><iframe title="YouTube video player" src="https://www.youtube.com/embed/l-LD16Yzi2c" width="560" height="315" frameborder="0" allowfullscreen="allowfullscreen"></iframe></noscript></p>
<p>Holland und Wahlberg in allen Ehren, aber der Extremkletterer Marc-André Leclerc kraxelt ohne technische Hilfs- und Sicherungsmittel in ein paar hundert Metern herum. Der Regisseur Peter Mortimer (<em>Durch die Wand</em>) hat ihn dabei mit der Kamera begleitet und Begleiter und Kolleginnen interviewt. <strong><em>Der Alpinist </em></strong>ermöglicht einen Blick auf die Gebiete der Natur, die noch immer weitgehend Wildnis sind: karge Steilwände, an denen Menschen eigentlich nichts verloren haben. Der öffentlichkeitsscheue Leclerc ist viele von ihnen trotzdem rauf- und auch wieder runtergeklettert. Mortimers Dokumentarfilm bietet Einblick in eine besondere, risikoreiche Form der Weltflucht und präsentiert dabei wunderschöne Naturbilder.</p>
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<p>Zurück auf den Boden, dort vergeht unterdessen der Ruhm der Welt, jedenfalls wenn es nach dem Titel des jüngsten Films von Robert Guédiguian geht: <em><strong>Gloria Mundi,</strong></em> angelehnt an den lateinischen Sager „Sic transit gloria mundi“, erzählt die Geschichte der Familie eines Babys namens Gloria und der Titel lässt erahnen, dass dieses Baby trotz seiner ruhmreichen Geburt nicht, wie man so sagt, mit feiner Seife gewaschen werden wird, sondern in eine eher unwirtliche und unwürdige Welt, nämlich in die Gesellschaft von Marseille, hineinwachsen muss. Einen <a href="https://www.critic.de/film/gloria-mundi-14037/" target="_blank" rel="noopener">Abgesang auf die Solidarität unter Arbeitern</a> sieht critic.de darin.</p>
<p><iframe class="zeen-lazy-load-base zeen-lazy-load" title="YouTube video player" src="about:blank" data-lazy-src="https://www.youtube.com/embed/f7CssxZ877w" width="560" height="315" frameborder="0" allowfullscreen="allowfullscreen"></iframe><noscript><iframe title="YouTube video player" src="https://www.youtube.com/embed/f7CssxZ877w" width="560" height="315" frameborder="0" allowfullscreen="allowfullscreen"></iframe></noscript></p>
<p>Schließlich der Hinweis auf <em><strong>An Impossible Project</strong></em>: Dieser sympathische Dokumentarfilm von Jens Meurer, eine österreichisch-deutsche Koproduktion, porträtiert Liebhaber:innen des Analogen. Sie wollen auch in Zeiten der Digitalität etwas Echtes, Unverfälschbares, etwas zum Angreifen haben: Vinyl, Polaroids, Filmstreifen, Handgeschriebenes, Selbstgemachtes. Und einer der Protagonisten von <em>An Impossible Project</em>, nämlich der &#8222;homo analogicus&#8220; Florian Kaps, der 2008 mit ein paar anderen Idealisten sein ganzes Geld riskierte, um die letzte Polaroid-Fabrik der Welt zu retten, ist <a href="https://filmfilter.at/podcasts/">in unserem Podcast</a> zu Gast.</p>
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<p>&nbsp;</p>
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		<title>Wahlberg oder die Berge</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Benjamin Moldenhauer]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 17 Feb 2022 18:30:00 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[<p>Lustiger Quatsch mit Tom Holland und Mark Wahlberg, Unterschiedliches aus den Bergen, Bekanntes aus der ostdeutschen Provinz und der seltene Fall einer gelungenen Demenz-Komödie. Der Trailer enthält bereits die wahrscheinlich spektakulärste Szene: Tom Holland turnt auf Gepäckstücken rum, die aus einem Flugzeugladeraum in ein paar hundert Metern Höhe rausdonnern, dann knallt ihm noch ein Auto an die Rübe, und es geht ab in die Tiefe. Die Szene aus Uncharted interessiert sich nicht nur Null für irgendwelche physikalischen Gesetze, sie ist [&#8230;]</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p><em>Lustiger Quatsch mit Tom Holland und Mark Wahlberg, Unterschiedliches aus den Bergen, Bekanntes aus der ostdeutschen Provinz und der seltene Fall einer gelungenen Demenz-Komödie.</em></p>
<p>Der Trailer enthält bereits die wahrscheinlich spektakulärste Szene: Tom Holland turnt auf Gepäckstücken rum, die aus einem Flugzeugladeraum in ein paar hundert Metern Höhe rausdonnern, dann knallt ihm noch ein Auto an die Rübe, und es geht ab in die Tiefe. Die Szene aus <strong><em>Uncharted </em></strong>interessiert sich nicht nur Null für irgendwelche physikalischen Gesetze, sie ist auch unübersehbar an Gaming-Ästhetik angelehnt. Und was völlig übertrieben ist, macht im besten Falle Spaß, wirkt dabei aber meist künstlich. Die von Holland und Wahlberg dargestellten Protagonisten im Film von <em>Venom</em>-Regisseur Ruben Fleischer hangeln sich diszipliniert an einem eher hauchdünnen Schatzsuchen-Plot von Spektakelsequenz zu Spektakelsequenz, oder auch von Level zu Level. Was nun alles auch nicht verwundert, schließlich ist dieser lustige Quatsch eine Computerspielverfilmung. „Wenn man mit der Legende Mark Wahlberg arbeitet, ist es wichtig, dass man im Fitnessstudio alles gibt“, hat Hauptdarsteller Tom Holland im Vorfeld erklärt. „Ich habe versucht, so viel Masse wie möglich aufzubauen und so viel Kraft wie möglich zu bewahren.“ Womit das filmästhetische Prinzip von <em>Uncharted </em>bereits recht komplett zusammengefasst wäre.</p>
<p><iframe class="zeen-lazy-load-base zeen-lazy-load" title="YouTube video player" src="about:blank" data-lazy-src="https://www.youtube.com/embed/l-LD16Yzi2c" width="560" height="315" frameborder="0" allowfullscreen="allowfullscreen"></iframe><noscript><iframe title="YouTube video player" src="https://www.youtube.com/embed/l-LD16Yzi2c" width="560" height="315" frameborder="0" allowfullscreen="allowfullscreen"></iframe></noscript></p>
<p>Holland und Wahlberg in allen Ehren, aber der 14-jährige Julius Weckauf spielt sie an die Wand. In dem sehr, sehr guten Hape-Kerkeling-Biopic <em>Der Junge muss an die frische Luft </em>war das schon beeindruckend, danach hat Weckauf leider in eher weniger gelungenen Produktionen mitgespielt. <strong><em>Der Pfad </em></strong>könnte da um einiges sehenswerter ausgefallen sein. Der Film von Tobias Wiemann <em>(Amelie</em> <em>rennt</em>) erzählt von einer Flucht über die Alpen im Jahre 1940. Rolf (Julius Weckauf) und sein Vater Ludwig Kirsch (Volker Bruch) versuchen, aus Frankreich heraus und über die Pyrenäen in die USA zu gelangen. Der Ton ist heiter, auch wenn Bedrückendes passiert, und in diesem Sinne ist <em>Der Pfad </em>zum einen ein kindgerechter Film, der eine Geschichte aus dem Nationalsozialismus erzählt, zum anderen schlicht ein Abenteuerfilm, der halt 1940 spielt.</p>
<p>Wir bleiben in den Bergen. Der Extremkletterer Marc-André Leclerc kraxelt ohne technische Hilfs- und Sicherungsmittel in ein paar hundert Metern herum. Der Regisseur Peter Mortimer (<em>Durch die Wand</em>) hat ihn dabei mit der Kamera begleitet und Begleiter und Kolleginnen interviewt. <strong><em>Der Alpinist </em></strong>ermöglicht einen Blick auf die Gebiete der Natur, die noch immer weitgehend Wildnis sind: karge Steilwände, an denen Menschen eigentlich nichts verloren haben. Der öffentlichkeitsscheue Leclerc ist viele von ihnen trotzdem rauf- und auch wieder runtergeklettert. Mortimers Dokumentarfilm bietet Einblick in eine besondere, risikoreiche Form der Weltflucht und präsentiert dabei wunderschöne Naturbilder.</p>
<p><iframe class="zeen-lazy-load-base zeen-lazy-load" title="YouTube video player" src="about:blank" data-lazy-src="https://www.youtube.com/embed/37vC2aJHzoM" width="560" height="315" frameborder="0" allowfullscreen="allowfullscreen"></iframe><noscript><iframe title="YouTube video player" src="https://www.youtube.com/embed/37vC2aJHzoM" width="560" height="315" frameborder="0" allowfullscreen="allowfullscreen"></iframe></noscript></p>
<p>Zurück auf den Boden: Gudrun (Corinna Harfouch) feiert ihren 60. Geburtstag, irgendwo in der ostdeutschen Provinz, in dem Waisenhaus, in dem sie selbst, ohne Eltern, aufgewachsen ist. Als sie erfährt, dass das Heim verkauft werden soll, geht sie auf die Barrikaden. Marie Schuberts Regiedebüt <strong><em>Das Mädchen mit den goldenen Händen </em></strong>will diese Geschichte über den Ausverkauf einer ganzen Region und über die Schwierigkeit, die eigene Geschichte loszulassen, als generalisierbare Erzählung über die Nachwendezeit verstehen. Damit erzählt der Film nichts prinzipiell Neues, hat aber ein gutes Gespür für die bleierne Atmosphäre der Jahre nach der Wiedervereinigung.</p>
<p>Ebenfalls um ihre Vergangenheit kämpft June (Noni Hazlehurst) in dem Film <strong><em>Noch einmal, June</em></strong>. Vor Jahren schon ist June nach einem Schlaganfall dement geworden. Nach fünf Jahren mit der Krankheit erlebt sie aber mit einem Mal wieder eine wache Phase. Was die Familie latent in Erklärungsnot bringt, schließlich hat sich Junes Sohn inzwischen scheiden lassen, und die Tochter hat ihr Haus verkauft. <em>Noch einmal, June </em>kann sich ganz auf seine schwerst sympathische Hauptfigur verlassen, wenn es an das ja nicht ganz unheikle Unterfangen geht, von einer schweren Demenzerkrankung in Form einer Komödie zu erzählen (dass man ein derartiges Unterfangen auch rigoros an die Wand fahren kann, hat zum Beispiel Til Schweiger mit seinem in fast jeder Hinsicht grausligen <em>Honig im Kopf</em> gezeigt). Die Klarheit im Kopf von June wird nur eine vorübergehende sein. In dieser kurzen Zeit feiert dieser kleine, aber feine australische Film das Leben.</p>
<p><iframe class="zeen-lazy-load-base zeen-lazy-load" title="YouTube video player" src="about:blank" data-lazy-src="https://www.youtube.com/embed/FXn0ryXxfak" width="560" height="315" frameborder="0" allowfullscreen="allowfullscreen"></iframe><noscript><iframe title="YouTube video player" src="https://www.youtube.com/embed/FXn0ryXxfak" width="560" height="315" frameborder="0" allowfullscreen="allowfullscreen"></iframe></noscript></p>
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		<title>Spinnwebwald der Wahrheit</title>
		<link>https://filmfilter.at/kinovorschau/spinnwebwald-der-wahrheit/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Alexandra Seitz]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 16 Dec 2021 16:00:21 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[<p>Spider-Man: Der alles andere an den Rand drängende Abschluss der Spinnenmann-Trilogie. Dazu ein Hügel der Wahrheit für Maresi Riegner und ein geraubter Wald. Ein Blick auf die kümmerliche Anzahl der dieswöchentlichen Filmstarts – es ist gerade einmal ein halbes Dutzend – legt Arachnophobie nahe. In der Mitte des Netzes sitzt fett Spider-Man: No Way Home, ein Platzhirsch auf acht Beinen, und beansprucht mit der größten Selbstverständlichkeit den Löwenanteil an Aufmerksamkeit, an Leinwänden, an Umsatz. Weil Superheld! So einfach ist das [&#8230;]</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p><em>Spider-Man: Der alles andere an den Rand drängende Abschluss der Spinnenmann-Trilogie. Dazu ein Hügel der Wahrheit für Maresi Riegner und ein geraubter Wald. </em></p>
<p>Ein Blick auf die kümmerliche Anzahl der dieswöchentlichen Filmstarts – es ist gerade einmal ein halbes Dutzend – legt Arachnophobie nahe. In der Mitte des Netzes sitzt fett <strong><em>Spider-Man: No Way Home</em></strong>, ein Platzhirsch auf acht Beinen, und beansprucht mit der größten Selbstverständlichkeit den Löwenanteil an Aufmerksamkeit, an Leinwänden, an Umsatz. Weil Superheld! So einfach ist das heutzutage. Gegen einen Superhelden haben wir keine Chance, mag da so mancher Verleih vor allem angesichts des ohnehin konsumunlustigen, weil coronamaßregelungsermüdeten Kinovolks sich gedacht haben und mit seinem vergleichsweise kleinen Film aus dem Weg gewichen sein. Und nur die ganz Mutigen, die ganz Ignoranten und die ganz Verträumten sind einfach sitzen geblieben auf ihren Startterminen und harren der g‘spinnerten Lawine.</p>
<p>Zu den Verträumten zählen beispielsweise jene, die sich Anfang des vergangenen Jahrhunderts auf dem Monte Verità &#8211; einer „Naturheilanstalt“ auf einem Hügel von 321 Metern Höhe im schweizerischen Tessin – zusammenfanden: Lebensreformer, Pazifisten, Künstler, Schriftsteller, Anhänger unterschiedlicher alternativer Bewegungen erprobten dort innovative Lifestyle-Komponenten wie Nacktluftbaden, Vielweiberei, Drogenkonsum, Veganismus usw. usf. Von diesen frühen Hippies erzählt <strong><em>Monte Verità</em></strong> von Stefan Jäger anhand der (erfundenen) Figur der Hanna Leitner, die aus einer sie buchstäblich erstickenden Ehe in Wien auf den Hügel flieht und ihr fotografisches Talent zur künstlerischen Form entwickelt. Jäger inszeniert diese Geschichte einer Emanzipation etwas gemächlich und arg brav und bieder auf dem Niveau eines TV-Films der Woche; das Potenzial des Stoffes schöpft er nicht aus und großartige Schauspielerinnen wie Julia Jentsch und Hannah Herzsprung wirken orientierungslos. An der Ausstattung gibt es hingegen nichts auszusetzen. (Ein Gespräch mit Hauptdarstellerin Maresi Riegner finden Sie  in unserem <a href="https://filmfilter.at/podcasts/" target="_blank" rel="noopener">Podcast</a>.)</p>
<figure id="attachment_5551" aria-describedby="caption-attachment-5551" style="width: 500px" class="wp-caption alignnone"><img data-recalc-dims="1" fetchpriority="high" decoding="async" src="https://i0.wp.com/filmfilter.at/wp-content/uploads/2021/12/monte-verita.jpg?resize=500%2C333&#038;ssl=1" class="zeen-lazy-load-base zeen-lazy-load wp-image-5551" data-lazy-src="https://filmfilter.at/wp-content/uploads/2021/12/monte-verita-300x200.jpg" alt="" width="500" height="333" /><figcaption id="caption-attachment-5551" class="wp-caption-text"><noscript><img data-recalc-dims="1" decoding="async" class="wp-image-5551" src="https://i0.wp.com/filmfilter.at/wp-content/uploads/2021/12/monte-verita.jpg?resize=500%2C333&#038;ssl=1" alt="" width="500" height="333" srcset="https://i0.wp.com/filmfilter.at/wp-content/uploads/2021/12/monte-verita-scaled.jpg?resize=300%2C200&amp;ssl=1 300w, https://i0.wp.com/filmfilter.at/wp-content/uploads/2021/12/monte-verita-scaled.jpg?resize=1024%2C682&amp;ssl=1 1024w, https://i0.wp.com/filmfilter.at/wp-content/uploads/2021/12/monte-verita-scaled.jpg?resize=770%2C513&amp;ssl=1 770w, https://i0.wp.com/filmfilter.at/wp-content/uploads/2021/12/monte-verita-scaled.jpg?resize=1536%2C1024&amp;ssl=1 1536w, https://i0.wp.com/filmfilter.at/wp-content/uploads/2021/12/monte-verita-scaled.jpg?resize=2048%2C1365&amp;ssl=1 2048w, https://i0.wp.com/filmfilter.at/wp-content/uploads/2021/12/monte-verita-scaled.jpg?resize=360%2C240&amp;ssl=1 360w, https://i0.wp.com/filmfilter.at/wp-content/uploads/2021/12/monte-verita-scaled.jpg?resize=500%2C333&amp;ssl=1 500w, https://i0.wp.com/filmfilter.at/wp-content/uploads/2021/12/monte-verita-scaled.jpg?resize=1155%2C770&amp;ssl=1 1155w, https://i0.wp.com/filmfilter.at/wp-content/uploads/2021/12/monte-verita-scaled.jpg?resize=370%2C247&amp;ssl=1 370w, https://i0.wp.com/filmfilter.at/wp-content/uploads/2021/12/monte-verita-scaled.jpg?resize=293%2C195&amp;ssl=1 293w, https://i0.wp.com/filmfilter.at/wp-content/uploads/2021/12/monte-verita-scaled.jpg?resize=1400%2C933&amp;ssl=1 1400w, https://i0.wp.com/filmfilter.at/wp-content/uploads/2021/12/monte-verita-scaled.jpg?resize=120%2C80&amp;ssl=1 120w, https://i0.wp.com/filmfilter.at/wp-content/uploads/2021/12/monte-verita-scaled.jpg?resize=240%2C160&amp;ssl=1 240w, https://i0.wp.com/filmfilter.at/wp-content/uploads/2021/12/monte-verita-scaled.jpg?resize=390%2C260&amp;ssl=1 390w, https://i0.wp.com/filmfilter.at/wp-content/uploads/2021/12/monte-verita-scaled.jpg?resize=1320%2C880&amp;ssl=1 1320w, https://i0.wp.com/filmfilter.at/wp-content/uploads/2021/12/monte-verita-scaled.jpg?w=2400&amp;ssl=1 2400w" sizes="(max-width: 500px) 100vw, 500px" /></noscript> Monte Verità, 2021, Stefan Jäger</figcaption></figure>
<p>Weder von Träumern noch von Superhelden, sondern vielmehr von wahren Helden berichtet <strong><em>Wood – Der geraubte Wald</em></strong> von Ebba Sinzinger, Michaela Kirst und Monica Lazurean-Gorgan. Eine Investigativ-Doku, welche von den Raubzügen der österreichischen holzverarbeitenden Firma Schweighofer in den Wäldern Rumäniens, die als die letzten Urwälder Europas gelten, wütend kündet. Mit der „Holz-Mafia“, von der im gegebenen Kontext nicht umsonst die Rede ist, legen sich die Aktivist:innen der Environmental Investigation Agency (EIA) an, denen wiederum die Filmemacherinnen auf den Fersen bleiben. Und wenn es dann einmal mehr undercover geht, bekommt es das Publikum mit wackeligen Handy-Aufnahmen und verrauschtem Ton zu tun, denn schließlich sind wir hier nicht im Arthouse, sondern bei der Verbrechensbekämpfung.</p>
<figure id="attachment_5553" aria-describedby="caption-attachment-5553" style="width: 500px" class="wp-caption alignnone"><img data-recalc-dims="1" decoding="async" src="https://i0.wp.com/filmfilter.at/wp-content/uploads/2021/12/wood-der-geraubte-wald.jpg?resize=500%2C281&#038;ssl=1" class="zeen-lazy-load-base zeen-lazy-load wp-image-5553" data-lazy-src="https://filmfilter.at/wp-content/uploads/2021/12/wood-der-geraubte-wald-300x169.jpg" alt="" width="500" height="281" /><figcaption id="caption-attachment-5553" class="wp-caption-text"><noscript><img data-recalc-dims="1" decoding="async" class="wp-image-5553" src="https://i0.wp.com/filmfilter.at/wp-content/uploads/2021/12/wood-der-geraubte-wald.jpg?resize=500%2C281&#038;ssl=1" alt="" width="500" height="281" srcset="https://i0.wp.com/filmfilter.at/wp-content/uploads/2021/12/wood-der-geraubte-wald.jpg?resize=300%2C169&amp;ssl=1 300w, https://i0.wp.com/filmfilter.at/wp-content/uploads/2021/12/wood-der-geraubte-wald.jpg?resize=1024%2C576&amp;ssl=1 1024w, https://i0.wp.com/filmfilter.at/wp-content/uploads/2021/12/wood-der-geraubte-wald.jpg?resize=770%2C433&amp;ssl=1 770w, https://i0.wp.com/filmfilter.at/wp-content/uploads/2021/12/wood-der-geraubte-wald.jpg?resize=500%2C281&amp;ssl=1 500w, https://i0.wp.com/filmfilter.at/wp-content/uploads/2021/12/wood-der-geraubte-wald.jpg?resize=293%2C165&amp;ssl=1 293w, https://i0.wp.com/filmfilter.at/wp-content/uploads/2021/12/wood-der-geraubte-wald.jpg?resize=390%2C219&amp;ssl=1 390w, https://i0.wp.com/filmfilter.at/wp-content/uploads/2021/12/wood-der-geraubte-wald.jpg?w=1272&amp;ssl=1 1272w" sizes="(max-width: 500px) 100vw, 500px" /></noscript> Wood – Der geraubte Wald, 2020, Michaela Kirst, Ebba Sinzinger u.a.</figcaption></figure>
<p>Von wegen Arthouse: Das Regie-Debüt der wunderbaren Schauspielerin Maggie Gyllenhaal stammt ursprünglich aus der Feder von Elena Ferrante, heißt <strong><em>The Lost Daughter</em></strong> (bzw. auf Deutsch wie deren Roman <em>Frau im Dunkeln</em>), hat Oscar-Preisträgerin Olivia Colman und Dakota Johnson aufzubieten und zählt zur seltenen Kategorie künstlerisch wertvoller Mutterschaftsdramen (zunächst im Kino, dann auf Netflix).</p>
<p>Im Arthouse, was heißt, im ArtHOCHhaus ist auch <strong><em>Annette</em></strong>, Leos Carax‘ <a href="https://filmfilter.at/themen/kritiken/luft-anhalten/" target="_blank" rel="noopener">unbotmäßiges Musical</a> angesiedelt. Es hält das angesichts drohender Spinnenbisse dringend notwendige Gegengift bereit: Filmkunst statt Franchise, ästhetische Innovation statt CGI-Getriebe, intellektueller Anspruch statt Popcorn-Kompatibilität, kurz: <em>Annette</em> ist alles, was <em>Spider-Man</em> nicht ist.</p>
<figure id="attachment_5554" aria-describedby="caption-attachment-5554" style="width: 500px" class="wp-caption alignnone"><img data-recalc-dims="1" decoding="async" src="https://i0.wp.com/filmfilter.at/wp-content/uploads/2021/12/annette_hd.jpg?resize=500%2C270&#038;ssl=1" class="zeen-lazy-load-base zeen-lazy-load wp-image-5554" data-lazy-src="https://filmfilter.at/wp-content/uploads/2021/12/annette_hd-300x162.jpg" alt="" width="500" height="270" /><figcaption id="caption-attachment-5554" class="wp-caption-text"><noscript><img data-recalc-dims="1" decoding="async" class="wp-image-5554" src="https://i0.wp.com/filmfilter.at/wp-content/uploads/2021/12/annette_hd.jpg?resize=500%2C270&#038;ssl=1" alt="" width="500" height="270" srcset="https://i0.wp.com/filmfilter.at/wp-content/uploads/2021/12/annette_hd-scaled.jpg?resize=300%2C162&amp;ssl=1 300w, https://i0.wp.com/filmfilter.at/wp-content/uploads/2021/12/annette_hd-scaled.jpg?resize=1024%2C554&amp;ssl=1 1024w, https://i0.wp.com/filmfilter.at/wp-content/uploads/2021/12/annette_hd-scaled.jpg?resize=770%2C416&amp;ssl=1 770w, https://i0.wp.com/filmfilter.at/wp-content/uploads/2021/12/annette_hd-scaled.jpg?resize=1536%2C830&amp;ssl=1 1536w, https://i0.wp.com/filmfilter.at/wp-content/uploads/2021/12/annette_hd-scaled.jpg?resize=2048%2C1107&amp;ssl=1 2048w, https://i0.wp.com/filmfilter.at/wp-content/uploads/2021/12/annette_hd-scaled.jpg?resize=500%2C270&amp;ssl=1 500w, https://i0.wp.com/filmfilter.at/wp-content/uploads/2021/12/annette_hd-scaled.jpg?resize=293%2C158&amp;ssl=1 293w, https://i0.wp.com/filmfilter.at/wp-content/uploads/2021/12/annette_hd-scaled.jpg?resize=1400%2C757&amp;ssl=1 1400w, https://i0.wp.com/filmfilter.at/wp-content/uploads/2021/12/annette_hd-scaled.jpg?resize=390%2C211&amp;ssl=1 390w, https://i0.wp.com/filmfilter.at/wp-content/uploads/2021/12/annette_hd-scaled.jpg?resize=1320%2C714&amp;ssl=1 1320w, https://i0.wp.com/filmfilter.at/wp-content/uploads/2021/12/annette_hd-scaled.jpg?w=2400&amp;ssl=1 2400w" sizes="(max-width: 500px) 100vw, 500px" /></noscript> Annette, 2021, Leos Carax</figcaption></figure>
<p>Doch wie verhält es sich nun mit dem Spinnenmannfilm? Beansprucht er seinen Platz Mittemitte des Saals zu Recht?</p>
<p>Jon Watts, der auch die beiden vorangegangenen Filme mit Tom Holland in der Titelrolle verantwortete, nämlich <em>Spider-Man: Homecoming</em> (2017) und <em>Spider-Man: Far From Home</em> (2019), schließt mit <em>Spider-Man: No Way Home</em> eine weitere Trilogie rund um den Spinnenmann vorläufig endgültig ab. Auf flehentliches Bitten von Produktionsfirma, Verleih, Pressestelle und Fans hin sollen die Irrungen und Wirrungen, Überraschungen und Enthüllungen, mit deren Hilfe dies vonstatten geht, mal wieder, eh klar, nicht verraten werden. Wer allerdings eine Besetzungsliste lesen kann oder sich einen der offiziellen Trailer anschaut, dem muss klar sein, dass mit Auftritten einer Reihe prominenter Figuren des Marvel Cinematic Universe zu rechnen ist; weder ist Holland der erste, der das Spider-Man-Franchise geschultert hat, noch ist der Expansionsdrang der Nachbargalaxien gestillt.</p>
<p>Verraten werden darf immerhin, dass das vorliegende Exemplar mit seiner Laufzeit von knapp zweieinhalb Stunden nicht nur eher lang ist. Er ist auch streckenweise ziemlich langatmig und an manchen Stellen sogar regelrecht langweilig. Dann nämlich, wenn Krach und Krawall verstummen, die Action zum Erliegen kommt, die flotten Dialoge eine Auszeit nehmen und alle Witze in ihren Löchern verschwinden. Wenn also den Verantwortlichen einfällt, dass die Spider-Man-Legende nicht ohne Schicksalsschläge zu erzählen ist. Vor allem im letzten Drittel häufen sich die sentimental-pathetischen Versöhnungs- und Erlösungs-Szenen wie im abschließenden Teil von <em>Lord of the Rings</em>. Erinnern Sie sich an jene schier endlose Abschiedsorgie Aller von Allen? Freilich gab es seinerzeit auch Leute, denen erschien das genau gut und richtig dimensioniert. Für alle anderen gilt: Immerhin sind Sie jetzt gewarnt.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://filmfilter.at/kinovorschau/spinnwebwald-der-wahrheit/">Spinnwebwald der Wahrheit</a> erschien zuerst auf <a href="https://filmfilter.at">filmfilter</a>.</p>
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