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		<title>Be Kind Rewind (2008)</title>
		<link>https://filmfilter.at/starkes-stueck/be-kind-rewind-2008/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Marietta Steinhart]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 22 Mar 2023 11:30:41 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[<p>Michel Gondrys autobiografischer Dokumentarfilm I‘ve Been 12 Forever (2004) ist eine ziemlich akkurate Zusammenfassung seiner Stärken und Schwächen als Künstler. Er hat eine beneidenswert überbordende Fantasie, die fälschlicherweise mit Kinderzimmer-Bastelspaß verwechselt werden könnte. Gondry ist am besten, wenn seine kindliche Verspieltheit von Charlie Kaufmans beseelter Exzentrik in Schach gehalten wird. Kaufman hat Gondrys wildes Spielfilmdebüt Human Nature (2001) und auch seinen bislang besten Film, den mit einem Oscar ausgezeichneten Eternal Sunshine of the Spotless Mind (2004) geschrieben. Wenn der Franzose [&#8230;]</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>Michel Gondrys autobiografischer Dokumentarfilm <em>I‘ve Been 12 Forever</em> (2004) ist eine ziemlich akkurate Zusammenfassung seiner Stärken und Schwächen als Künstler. Er hat eine beneidenswert überbordende Fantasie, die fälschlicherweise mit Kinderzimmer-Bastelspaß verwechselt werden könnte.</p>
<p>Gondry ist am besten, wenn seine kindliche Verspieltheit von Charlie Kaufmans beseelter Exzentrik in Schach gehalten wird. Kaufman hat Gondrys wildes Spielfilmdebüt <em>Human Nature</em> (2001) und auch seinen bislang besten Film, den mit einem Oscar ausgezeichneten <em>Eternal Sunshine of the Spotless Mind</em> (2004) geschrieben. Wenn der Franzose hingegen ein eigenes Drehbuch verfilmt, erscheint sein Talent, in den Verstand seines Kindes einzudringen, fast wie eine Regression. Und so halten etliche Kritiker Gondrys Komödie <em>Be Kind Rewind</em> aus dem Jahr 2008 für Quatsch.</p>
<p>Doch ich sage: Lassen Sie sich nicht davon abschrecken, dass Jack Blacks Urin radioaktiv leuchtet. <em>Be Kind Rewind</em> ist ein einfallsreicher, nostalgischer, urkomischer kleiner Film, komplett mit publikumsfreundlichem Happy End und vielleicht ist es auch Gondrys stromlinienförmigster Film, der zugleich gegen den Hollywood-Strom schwimmt – if that makes sense.</p>
<p><iframe class="zeen-lazy-load-base zeen-lazy-load" title="YouTube video player" src="about:blank" data-lazy-src="https://www.youtube.com/embed/Dko0wesoCRc" width="560" height="315" frameborder="0" allowfullscreen="allowfullscreen"></iframe><noscript><iframe title="YouTube video player" src="https://www.youtube.com/embed/Dko0wesoCRc" width="560" height="315" frameborder="0" allowfullscreen="allowfullscreen"></iframe></noscript></p>
<p>Mos Def und Jack Black spielen die Freunde Mike und Jerry. Um eine verkommene Videothek in New Jersey zu retten, stellen sie Blockbuster nach – mit urkomisch-trashigen Ergebnissen. Um z.B. eine Szene von <em>Rush Hour 2</em> nachzustellen, in der Chris Tucker und Jackie Chan hoch über einer Stadtstraße baumeln, hängen Mike und Jerry an einem Klettergerüst ein paar Meter über einem Kinderspielbrett, das eine Stadt darstellt. Oder eine Pizza steht für eine Blutlache unter dem Kopf eines sterbenden Gangsters in <em>Boyz n the Hood</em>.</p>
<p>Michel Gondry ist ein Menschenfreund und Meister der Blendung. Er macht uns glauben, dass wirklich jede:r einen sehenswerten Film drehen kann. Das ist zwar ein sehr liebenswerter, demokratischer Ansatz, doch benötigt es schon eine Menge Raffinesse und Vorstellungskraft um herauszufinden, wie man mit einer Waschmaschine die ikonische, rotierende Raumstationsszene aus <em>2001: A Space Odyssey</em> nachstellt.</p>
<h6><em>Be Kind Rewind</em> kann man auf Mubi bewundern.</h6>
<p>&nbsp;</p>
<div style="font-size: 12px; line-height: 1.9; background-color: #eaeae5; padding: 30px; color: #1e1e1e;"><p><strong>Be Kind Rewind</strong><br />
<strong>USA 2008, Regie &amp; Drehbuch</strong> Michel Gondry<br />
<strong>Mit</strong> Jack Black, Mos Def, Danny Glover, Mia Farrow<br />
<strong>Laufzeit</strong> 102 Minuten</p>
</div><p>Der Beitrag <a href="https://filmfilter.at/starkes-stueck/be-kind-rewind-2008/">Be Kind Rewind (2008)</a> erschien zuerst auf <a href="https://filmfilter.at">filmfilter</a>.</p>
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		<title>Be kind rewind</title>
		<link>https://filmfilter.at/kinovorschau/be-kind-rewind/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Roman Scheiber]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 27 Jan 2022 22:00:26 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Kinovorschau]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Außer dem neuen Paul Thomas Anderson läuft nur ein Film in den österreichischen Kinos an: „Der schönste Tag“ von Fabian Eder. Daher verlinken wir unten noch einmal auf die Starts der Vorwoche. Im San Fernando Valley im sonnigen Kalifornien, im Sommer des Jahres 1973, ist Licorice Pizza angesiedelt: Paul Thomas Andersons – wie bei einem Filmemacher seines Kalibers zu erwarten – etwas anderer Coming-of-Age-Film. Knapp neben Hollywood ist eben auch daneben. Um den Schatten, in den das grandiose Werk den [&#8230;]</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p><em>Außer dem neuen Paul Thomas Anderson läuft nur ein Film in den österreichischen Kinos an: „Der schönste Tag“ von Fabian Eder. Daher verlinken wir unten noch einmal auf die Starts der Vorwoche.</em></p>
<p>Im San Fernando Valley im sonnigen Kalifornien, im Sommer des Jahres 1973, ist <strong><em>Licorice Pizza</em></strong> angesiedelt: Paul Thomas Andersons – wie bei einem Filmemacher seines Kalibers zu erwarten – etwas anderer Coming-of-Age-Film. Knapp neben Hollywood ist eben auch daneben. Um den Schatten, in den das grandiose Werk den anderen in dieser Woche startenden Film zu stellen droht, nicht zu groß werden zu lassen, stellen wir ihn beiseite und widmen ihm eine <a href="https://filmfilter.at/themen/kritiken/kindergeburtstag/">Extra-Portion Aufmerksamkeit an anderem Ort</a>.</p>
<figure id="attachment_6356" aria-describedby="caption-attachment-6356" style="width: 550px" class="wp-caption alignnone"><img data-recalc-dims="1" fetchpriority="high" decoding="async" src="https://i0.wp.com/filmfilter.at/wp-content/uploads/2022/01/licorice-pizza.jpg?resize=550%2C309&#038;ssl=1" class="zeen-lazy-load-base zeen-lazy-load wp-image-6356" data-lazy-src="https://filmfilter.at/wp-content/uploads/2022/01/licorice-pizza-300x169.jpg" alt="" width="550" height="309" /><figcaption id="caption-attachment-6356" class="wp-caption-text"><noscript><img data-recalc-dims="1" decoding="async" class="wp-image-6356" src="https://i0.wp.com/filmfilter.at/wp-content/uploads/2022/01/licorice-pizza.jpg?resize=550%2C309&#038;ssl=1" alt="" width="550" height="309" srcset="https://i0.wp.com/filmfilter.at/wp-content/uploads/2022/01/licorice-pizza.jpg?resize=300%2C169&amp;ssl=1 300w, https://i0.wp.com/filmfilter.at/wp-content/uploads/2022/01/licorice-pizza.jpg?resize=1024%2C576&amp;ssl=1 1024w, https://i0.wp.com/filmfilter.at/wp-content/uploads/2022/01/licorice-pizza.jpg?resize=770%2C433&amp;ssl=1 770w, https://i0.wp.com/filmfilter.at/wp-content/uploads/2022/01/licorice-pizza.jpg?resize=500%2C281&amp;ssl=1 500w, https://i0.wp.com/filmfilter.at/wp-content/uploads/2022/01/licorice-pizza.jpg?resize=293%2C165&amp;ssl=1 293w, https://i0.wp.com/filmfilter.at/wp-content/uploads/2022/01/licorice-pizza.jpg?resize=390%2C219&amp;ssl=1 390w, https://i0.wp.com/filmfilter.at/wp-content/uploads/2022/01/licorice-pizza.jpg?w=1280&amp;ssl=1 1280w" sizes="(max-width: 550px) 100vw, 550px" /></noscript> Licorice Pizza, 2021, Paul Thomas Anderson</figcaption></figure>
<p><strong><em>Der schönste Tag</em></strong> von Fabian Eder trägt für den internationalen Verleih den (passenderen, weil nicht ironischen) Titel <em>The Last Dialogue</em>. Der zu wesentlichen Teilen im Zug gedrehte Dokumentarfilm erscheint anlässlich des Holocaust-Gedenktags am 27. Januar (dem Tag der Befreiung des Konzentrationslagers Auschwitz-Birkenau) und versammelt Gespräche von Zeitzeugen des Hitler-Regimes mit ihren Kindern oder Enkeln, begleitet von verschiedenen Positionen zur offiziellen Ausstellung Österreichs im Museum Auschwitz-Birkenau. Ein weiteres Strukturelement sind Bilder diverser Gedenkveranstaltungen (von Mauthausen bis zum Ulrichsbergtreffen), auch daran merkt man: Im Kern geht es um die Verantwortung der Republik, Teil eines Vernichtungsregimes gewesen zu sein. Es ist ganz offensichtlich ein Film für die Enkel-Generation, die sich nicht an den in Europa neuerlich aufkeimenden Antisemitismus als eine Art „neue Normalität“ gewöhnen soll. Niemals vergessen: Sich an diese Devise zu erinnern ist quasi virulenter denn je, zumal eine bestimmte Partei dieses Landes zwecks ihrer eigenen Konsolidierung immer noch nicht vor Verharmlosungen von Naziverbrechen zurückschreckt.</p>
<p>Nun kann ein Film wie <em>Der schönste Tag</em> nicht die Beschäftigung mit den wuchtigen Film-Monumenten eines Claude Lanzmann ersetzen – wir empfehlen neben dessen <a href="https://www.youtube.com/watch?v=U153EPgQ1_U" target="_blank" rel="noopener">Hauptwerk <em>Shoah</em></a> immer wieder die unfassbar sehenswerte Ausgrabung <em>Der Letzte der Ungerechten</em> und das <a href="https://www.youtube.com/watch?v=Za3necwDi1I" target="_blank" rel="noopener">unglaubliche Widerstandsdokument</a> <em><span class="style-scope yt-formatted-string" dir="auto">Sobibor, 14. Oktober 1943, 16 Uhr </span></em><span class="style-scope yt-formatted-string" dir="auto">(</span>allesamt auf DVD erhältlich bei absolut Medien). Am Ende zitiert Regisseur Fabian Eder <em>Shoah</em> auch direkt mit einer Zugskamerafahrt. „Oral History“-Projekte wie dieses auf Österreich fokussierte kann es gar nicht genug geben, insofern ist <em>Der schönste Tag</em> den Gang ins Kino wert.</p>
<p>Nicht über <em>Der schönste Tag</em>, aber mit dem Regisseur des Films gibt es übrigens ein Gespräch im <a href="https://filmfilter.at/podcasts/">filmfilter featuring 365 Podcast</a> zu hören.</p>
<p><iframe class="zeen-lazy-load-base zeen-lazy-load" title="YouTube video player" src="about:blank" data-lazy-src="https://www.youtube.com/embed/mECI5n2sXl8" width="615" height="346" frameborder="0" allowfullscreen="allowfullscreen"></iframe><noscript><iframe title="YouTube video player" src="https://www.youtube.com/embed/mECI5n2sXl8" width="615" height="346" frameborder="0" allowfullscreen="allowfullscreen"></iframe></noscript></p>
<p>Apropos Podcast: In nämlichem Format findet sich auch ein Gespräch mit dem frischgebackenen Max Ophüls Preisträger C.B. Yi, über dessen Film <em>Moneyboys</em> wir u.a. bereits in der <a href="https://filmfilter.at/kinovorschau/anti-idylle-2/">Vorwoche zum Kinostart</a> berichtet haben.</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://filmfilter.at/kinovorschau/be-kind-rewind/">Be kind rewind</a> erschien zuerst auf <a href="https://filmfilter.at">filmfilter</a>.</p>
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