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		<title>Umfassend selbstbezüglich</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Benjamin Moldenhauer]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 12 Apr 2023 15:30:55 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[<p>„The Ordinaries“ reiht sich in die ehrwürdige Tradition des Meta-Kinos ein, indem er ganz eigene Regeln für seine Filmfiguren entwickelt – jetzt auch in AT im Kino. Eigene Welten baut das Kino immer, symbolische, auf der Leinwand. Wenn in ihnen dieselben physikalischen Gesetze gelten, wie in der Welt jenseits der Leinwand, redet man gerne von einem realistischen Film (so lange die Figuren sich nicht allzu unplausibel verhalten zumindest). Wenn zum Beispiel Menschen fliegen und/oder Tiere reden können, spricht man vom [&#8230;]</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p><em>„The Ordinaries“ reiht sich in die ehrwürdige Tradition des Meta-Kinos ein, indem er ganz eigene Regeln für seine Filmfiguren entwickelt – jetzt auch in AT im Kino.</em></p>
<p>Eigene Welten baut das Kino immer, symbolische, auf der Leinwand. Wenn in ihnen dieselben physikalischen Gesetze gelten, wie in der Welt jenseits der Leinwand, redet man gerne von einem realistischen Film (so lange die Figuren sich nicht allzu unplausibel verhalten zumindest). Wenn zum Beispiel Menschen fliegen und/oder Tiere reden können, spricht man vom phantastischen. Noch ein Wenn: Wenn die phantastische Welt sich auf Genregesetze bezieht, weiß man mit auch nur ein bisschen Medienkompetenz gleich, woran und wo man ist. Vampire beißen, Spiderman hangelt sich an Spinnenfäden durch Straßenschluchten, Jesus kann über Wasser gehen. Und ein letztes: Wenn ein Film aber ganz eigene Regeln entwickelt, muss er sie quasi im Laufen, also während des Erzählens, für Zuschauerin und Zuschauer offenlegen und definieren. Damit die Erzählung bis zu einem Ende kommen kann, müssen die grundlegenden Verhältnisse geklärt sein.</p>
<p>In Sophie Linnenbaums ideenprallem Debütfilm <em>The Ordinaries </em>geschieht beides gleichzeitig, von der ersten bis zur letzten Filmminute. Für irgendetwas muss man sich entscheiden, fangen wir mit der Erzählung, also mit dem Plot an: Paula (Fine Sendel) ist kurz davor, ihre Abschlussprüfung zu machen, und damit von der einen in die nächste, höhere Kaste aufzusteigen. Das geht schief, Paula versucht in der Folge, die Wahrheit über ihren früh verstorbenen Vater zu erfahren, gerät in Kontakt mit einer Szene von Ausgegrenzten und rebelliert am Ende gegen das Unrecht, das diese Welt strukturiert.</p>
<figure id="attachment_10188" aria-describedby="caption-attachment-10188" style="width: 550px" class="wp-caption alignnone"><img data-recalc-dims="1" fetchpriority="high" decoding="async" src="https://i0.wp.com/filmfilter.at/wp-content/uploads/2023/04/THE_ORDINARIES_quer_PhotobyJLWalter.jpg?resize=550%2C309&#038;ssl=1" class="zeen-lazy-load-base zeen-lazy-load wp-image-10188" data-lazy-src="https://filmfilter.at/wp-content/uploads/2023/04/THE_ORDINARIES_quer_PhotobyJLWalter-300x169.jpg" alt="Linnenbaum, The Ordinaries" width="550" height="309" /><figcaption id="caption-attachment-10188" class="wp-caption-text"><noscript><img data-recalc-dims="1" decoding="async" class="wp-image-10188" src="https://i0.wp.com/filmfilter.at/wp-content/uploads/2023/04/THE_ORDINARIES_quer_PhotobyJLWalter.jpg?resize=550%2C309&#038;ssl=1" alt="Linnenbaum, The Ordinaries" width="550" height="309" srcset="https://i0.wp.com/filmfilter.at/wp-content/uploads/2023/04/THE_ORDINARIES_quer_PhotobyJLWalter.jpg?resize=300%2C169&amp;ssl=1 300w, https://i0.wp.com/filmfilter.at/wp-content/uploads/2023/04/THE_ORDINARIES_quer_PhotobyJLWalter.jpg?resize=1024%2C576&amp;ssl=1 1024w, https://i0.wp.com/filmfilter.at/wp-content/uploads/2023/04/THE_ORDINARIES_quer_PhotobyJLWalter.jpg?resize=770%2C433&amp;ssl=1 770w, https://i0.wp.com/filmfilter.at/wp-content/uploads/2023/04/THE_ORDINARIES_quer_PhotobyJLWalter.jpg?resize=1536%2C864&amp;ssl=1 1536w, https://i0.wp.com/filmfilter.at/wp-content/uploads/2023/04/THE_ORDINARIES_quer_PhotobyJLWalter.jpg?resize=500%2C281&amp;ssl=1 500w, https://i0.wp.com/filmfilter.at/wp-content/uploads/2023/04/THE_ORDINARIES_quer_PhotobyJLWalter.jpg?resize=293%2C165&amp;ssl=1 293w, https://i0.wp.com/filmfilter.at/wp-content/uploads/2023/04/THE_ORDINARIES_quer_PhotobyJLWalter.jpg?resize=1400%2C788&amp;ssl=1 1400w, https://i0.wp.com/filmfilter.at/wp-content/uploads/2023/04/THE_ORDINARIES_quer_PhotobyJLWalter.jpg?resize=390%2C219&amp;ssl=1 390w, https://i0.wp.com/filmfilter.at/wp-content/uploads/2023/04/THE_ORDINARIES_quer_PhotobyJLWalter.jpg?resize=1320%2C743&amp;ssl=1 1320w, https://i0.wp.com/filmfilter.at/wp-content/uploads/2023/04/THE_ORDINARIES_quer_PhotobyJLWalter.jpg?w=1600&amp;ssl=1 1600w" sizes="(max-width: 550px) 100vw, 550px" /></noscript> The Ordinaries © JL Walter</figcaption></figure>
<p>So weit, so gut, und noch nicht allzu originell. Eine derartige Geschichte könnte man als Dystopie erzählen, als Familiendrama, vielleicht auch als Musical oder als Komödie. Alles das taucht in Linnenbaums Film auf, immer wieder für Momente. <em>The Ordinaries </em>nämlich wagt einen Sprung in eine umfassende Selbstreferenzialität und reiht sich damit in die ehrwürdige Tradition des Metakinos ein, von H. C. Potters <em>Hellzapoppin </em>(1941) bis Robert Altmans <em>The Player </em>(1992). Die Welt, in der die Figuren hier unterwegs sind, ist eine Filmwelt, nicht in dem Sinne, dass der Film an einem Filmset spielen würde, sondern in dem Sinne, dass die Filmwelt dieses Films von Filmfiguren bevölkert ist. Die Bevölkerung dieser Filmwelt ist in Haupt- und Nebenfiguren unterteilt. Die Hauptfiguren können Emotionen zeigen und komplexe Dialoge sprechen, die Nebenfiguren latschen eher ausdruckslos durch die Szenerie und reden nur matte Sätze daher. Dazu kommen noch die in den Untergrund oder auf die hinteren Bänke im Bus verbannten Outtakes. Und die Schwarzweißen. Und eine Fehlbesetzung (Henning Peker als Hausmädchen Hilde).</p>
<p>Diese Ausgangslage nimmt das Drehbuch von Linnenbaum und Michael Fetter Nathansky als Startrampe für eine schier endlos anmutende Reihe von meist sehr guten Ideen, die sich allesamt auf das Kino-Universum und seine fast 130-jährige Geschichte beziehen: Figuren fangen an zu flackern oder werden Schwarzweiß, eine ist ein Jump Cut, Szenen wiederholen sich aus verschiedenen Perspektiven, Forrest Gump sitzt wieder auf der Bank, die glückliche Upper-Class-Familie singt ständig Musical-Songs und so weiter und so fort.</p>
<p><iframe class="zeen-lazy-load-base zeen-lazy-load" title="YouTube video player" src="about:blank" data-lazy-src="https://www.youtube.com/embed/yDG7z67ORzk" width="560" height="315" frameborder="0" allowfullscreen="allowfullscreen"></iframe><noscript><iframe title="YouTube video player" src="https://www.youtube.com/embed/yDG7z67ORzk" width="560" height="315" frameborder="0" allowfullscreen="allowfullscreen"></iframe></noscript></p>
<p>Das alles ist freilich komplett durch- und überkonstruiert. Macht aber nichts, denn der Spaß, den man mit <em>The Ordinaries</em> haben kann, speist sich genau aus dieser Freude an der Welt- und Ideenkonstruktion. Wenn der sich auf die Zuschauer:innen überträgt, funktioniert das alles ganz wunderbar. Man kann beim Sehen sozusagen spüren, mit welchem Elan beim Schreiben hier die Ideenblitze und Metaebenen-Entwürfe hin und her geflogen sind. Dass der Plot dabei in den Hintergrund rückt, liegt ein wenig in der Natur der Sache. Normalerweise ist die filmische Weltkonstruktion die Form, in der sich die Erzählung entfaltet; hier ist es einmal umgekehrt. Man darf also keine packende Geschichte von <em>The Ordinaries </em>erwarten. Dafür bekommt man ein ausdauerndes Ideenfeuerwerk vorgeführt.</p>
<p>&nbsp;</p>
<div style="font-size: 12px; line-height: 1.9; background-color: #eaeae5; padding: 30px; color: #1e1e1e;"><p><strong>The Ordinaries</strong><br />
<strong>Deutschland 2022, Regie</strong> Sophie Linnenbaum<br />
<strong>Mit</strong> Fine Sendel, Jule Böwe, Henning Peker, Sira Faal<br />
<strong>Laufzeit</strong> 120 Minuten</p>
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		<title>Horrorspaß ohne Genregrenzen</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Benjamin Moldenhauer]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 10 Nov 2021 10:00:19 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[<p>Selbstreferenzieller Horror, der sich über die eigenen Genre-Gesetze und -Logiken lustig macht, kann irisierende Heiterkeit verbreiten. „Vicious Fun“, der fünfte Film des kanadischen Regisseurs Cody Calahan, surft eigentlich ununterbrochen auf der Meta-Ebene umher. Der Held Joel (Evan Marsh), ein semi-sympathischer Körperklaus, ist Autor bei einem Horrorfilmmagazin und klärt bei seinem ersten Auftritt einen Regisseur über die Plausibilitätsprobleme in dessen Filmen auf, kurz bevor er rausfliegt. Abends hockt er allein zu Hause und verbringt seine Zeit mit Nerdsachen und Horrorfilmkram und [&#8230;]</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p><em>Selbstreferenzieller Horror, der sich über die eigenen Genre-Gesetze und -Logiken lustig macht, kann irisierende Heiterkeit verbreiten. „Vicious Fun“, der fünfte Film des kanadischen Regisseurs Cody Calahan, surft eigentlich ununterbrochen auf der Meta-Ebene umher. </em></p>
<p>Der Held Joel (Evan Marsh), ein semi-sympathischer Körperklaus, ist Autor bei einem Horrorfilmmagazin und klärt bei seinem ersten Auftritt einen Regisseur über die Plausibilitätsprobleme in dessen Filmen auf, kurz bevor er rausfliegt. Abends hockt er allein zu Hause und verbringt seine Zeit mit Nerdsachen und Horrorfilmkram und damit, unglücklich in seine Mitbewohnerin (Alexa Rose Steele) verliebt zu sein. Nachdem Joel ihrem letzten Date nachspioniert und sich bei der Gelegenheit in einer Bar fürchterlich besoffen hat, wacht er in einer Selbsthilfegruppe für <em>serial killer </em>wieder auf. Es gelingt ihm zumindest für ein paar Minuten nicht aufzufliegen. Wenn diese Phase abgeschlossen ist, lässt Calahan seine Figuren direkt aufeinander los, und es gibt Heulen und Wehklagen.</p>
<p>Das pointiert abwegige Szenario des Films bereitet die Bühne für stilbewusstes Overacting, Genrejokes und Selbstreferenzialität, die so subtil ist wie Kettensägengeräusche – etwa wenn ein Polizist den Kollegen was von Horrorgenres erzählt, die überraschende Subgenres herausbilden. <em>Vicious Fun</em> präsentiert ein Ensemble von idealtypischen Serienmördergenrefiguren: den tumben Schlächter mit Maske (Robert Maillet), den technokratischen Massenmörder (David Koechner), die Rächerin (Amber Goldfarb), den psychopathischen Horrorclown (Julian Richings), den menschenfressenden Nobelkoch (Sean Baek) und den hochbegabten Soziopathen (völlig drüber, sehr gut: Ari Millen). Am Rande tauchen noch der spießige Familienvater mit Doppelleben und der junge Frauen ermordende, unglückliche junge Mann auf.</p>
<p><iframe class="zeen-lazy-load-base zeen-lazy-load" title="YouTube video player" src="about:blank" data-lazy-src="https://www.youtube.com/embed/1qVHB4y3pYM" width="560" height="315" frameborder="0" allowfullscreen="allowfullscreen"></iframe><noscript><iframe title="YouTube video player" src="https://www.youtube.com/embed/1qVHB4y3pYM" width="560" height="315" frameborder="0" allowfullscreen="allowfullscreen"></iframe></noscript></p>
<p>Der Cast hat unübersehbar großen Spaß, die Special-Effects-Abteilung auch. <em>Vicious</em> <em>Fun</em> bezieht sich vor allem auf die die frühen Achtzigerjahre, die Hochzeit des grindigen Slasherfilms. Damit reiht er sich in die aktuell laufende Eigthies-Retro-Welle ein, auch beim Soundtrack und der Neon-Farbpalette. Alles sehr stilvoll, die Sauereien nicht zuletzt: Gedärme und Augäpfel fliegen durch die Luft, Köpfe zerplatzen, alles noch, soweit zu sehen, handgemacht wie damals und ohne digitale Malereien. Wenn man sich Selbstbezüglichkeit und Meta-Ebene wegdenkt, bleibt von diesem Film halt nicht viel übrig. Aber wenn man das weiß und nicht mehr erwartet, hält <em>Vicious Fun </em>schlicht das, was sein Titel verspricht.</p>
<p>Die Selbstreferenzialität bildet hier keine lustige weitere Ebene (wie zum Beispiel bei <em>Scream</em>, einem der Urtexte des selbstreferenziellen Horrorkinos, oder bei<em> H20</em>), sondern den Kern der ganzen Veranstaltung. Insofern ist <em>Vicious Fun </em>wahrscheinlich ein Film, der nur für Horrorfans funktioniert. Was insofern dann auch wieder ganz lustig ist, weil er mittels seiner nerdigen Hauptfigur sein eigenes, einzig mögliches Publikum verarscht. Und generell auch sich selbst; und in beiderlei Hinsicht sehr liebevoll.</p>
<p></p>
<p>&nbsp;</p><div style="font-size: 12px; line-height: 1.9; background-color: #eaeae5; padding: 30px; color: #1e1e1e;"><p><strong>Vicious Fun</strong> <br /><strong>Kanada 2020, Regie</strong> Cody Calahan<br /><strong>Mit</strong> Evan Marsh, Amber Goldfarb, Ari Millen, Julian Richings <br /><strong>Laufzeit</strong> 101 Minuten</p>
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