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		<title>Déjà-vu</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Marietta Steinhart]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 30 May 2023 16:08:16 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[<p>American Gigolo, True Lies, Fatal Attraction, Dead Ringers &#38; Co: Hollywood sollte damit aufhören, aus Kultfilmen Serien zu machen. American Gigolo, der Erotikthriller von Paul Schrader aus dem Jahr 1980, der Richard Gere zum Superstar machte, beginnt mit einer großartigen, ikonischen Titelsequenz. Gere fährt in einem Cabriolet mit offenem Verdeck über eine Autobahn am Meer und der Wind weht durch sein Haar. Während Blondies „Call Me“ dröhnt, lässt er sich einen Anzug anfertigen, lässt eine ältere Frau die Rechnung für [&#8230;]</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p><em>American Gigolo, True Lies, Fatal Attraction, Dead Ringers &amp; Co: Hollywood sollte damit aufhören, aus Kultfilmen Serien zu machen.</em></p>
<p><em>American Gigolo</em>, der Erotikthriller von Paul Schrader aus dem Jahr 1980, der Richard Gere zum Superstar machte, beginnt mit einer großartigen, ikonischen <a href="https://youtu.be/mOZPRm5BW0Y" target="_blank" rel="noopener"><u>Titelsequenz</u></a>. Gere fährt in einem Cabriolet mit offenem Verdeck über eine Autobahn am Meer und der Wind weht durch sein Haar. Während Blondies „Call Me“ dröhnt, lässt er sich einen Anzug anfertigen, lässt eine ältere Frau die Rechnung für das Outfit bezahlen, setzt sie zu Hause ab, küsst sie auf den Hals und saust die Straße hinunter, Richtung luxuriöses Eigenheim. Gere ist Julian Kaye, eine High-End-Eskorte.</p>
<p><em>American Gigolo</em>, die Dramaserie, die man hierzulande gegen Entgelt bei Prime Video sehen kann, hat diese Montage reproduziert (paradoxer Weise stark verdichtet) und ihren coolen Titelsong beibehalten, aber diesmal bekommen wir die gebräunten Bauchmuskeln von Jon Bernthal zu sehen. Gere verkörperte etwas schwer Fassbares, das Schrader als „Reptil-Rätselhaftigkeit“ bezeichnet hat. Bernthal hat keine solche Rätselhaftigkeit. Während der Originalfilm aus dem Jahr 1980 den Geist seiner Zeit einfing, hat die Serie hauptsächlich Redundanz zu bieten. Um das Problem deutlicher zu formulieren: Warum sollen wir uns einen schlechten Doppelgänger ansehen? Noch dazu acht Folgen lang.</p>
<p><iframe class="zeen-lazy-load-base zeen-lazy-load" title="YouTube video player" src="about:blank" data-lazy-src="https://www.youtube.com/embed/eDe_GJW3a8o" width="560" height="315" frameborder="0" allowfullscreen="allowfullscreen"></iframe><noscript><iframe title="YouTube video player" src="https://www.youtube.com/embed/eDe_GJW3a8o" width="560" height="315" frameborder="0" allowfullscreen="allowfullscreen"></iframe></noscript></p>
<p>Natürlich ist es kein Wunder: In einer Zeit, in der die Mehrheit neuer Kinofilme auf Nostalgie und bestehendem Bekanntheitsgrad basieren, folgt auch das Fernsehen diesem Beispiel. Warum bei null anfangen, wenn Sie eine vorhandene Immobilie umbauen können, wenn alle schweren Arbeiten bereits erledigt sind und ein gewisser Kultstatus bereits aufgebaut ist?</p>
<p>Bei Paramount+ arbeitet man an einer aktuellen Version von <em>Flashdance</em> aus dem Jahr 1983 über eine schwarze Frau, die versucht, in der Welt des Balletts Fuß zu fassen; und an einer Serienwerdung von <em>The Italian Job</em> aus dem Jahr 1969 (als Remake bereits variiert 2003), in der es um „die Enkel des legendären Charlie Croker“ geht. Dass Filme zu Serien verarbeitet werden, ist kein neues Phänomen, aber in letzter Zeit wachsen sie wie die Schwammerl aus dem Hollywood-Boden. In den vergangenen Monaten starteten noch fünf weitere seelenlose Serien, die früher einmal Filme waren: <em>Fatal Attraction</em> bei Paramount+, <em>Dead Ringers</em> bei Prime Video, <em>True Lies</em> bei Disney+, <em>Grease – Rise of the Pink Ladies</em> bei Paramount+ und <em>Fubar</em> bei Netflix, im Grunde nichts anderes als eine inoffizielle Fortsetzung von <em>True Lies</em>.</p>
<p><iframe class="zeen-lazy-load-base zeen-lazy-load" title="YouTube video player" src="about:blank" data-lazy-src="https://www.youtube.com/embed/f6A56zcGeWE" width="560" height="315" frameborder="0" allowfullscreen="allowfullscreen"></iframe><noscript><iframe title="YouTube video player" src="https://www.youtube.com/embed/f6A56zcGeWE" width="560" height="315" frameborder="0" allowfullscreen="allowfullscreen"></iframe></noscript></p>
<p>Man kann diese Filme im Jahr 2023 nicht einfach zu Serien aufgebläht noch einmal drehen, weil sie Produkte ihrer Zeit waren. Schraders <em>American</em> <em>Gigolo</em> kam in die Kinos, als die hedonistischen 1970er Jahre in die reaktionären 1980er Jahre übergingen. Ein stilvoller Gigolo war ein starkes Symbol in einer Zeit, in der Feminismus und Schwulenbefreiung traditionelle Rollen in Frage stellten. Genauso wenig kann man die Sexualpolitik eines Erotikklassikers wie Adrian Lynes <em>Fatal Attraction</em> aus dem Jahr 1987 in die Gegenwart holen – schon gar nicht ohne die großartige Glenn Close.</p>
<p>Das Original hatte die weltweit höchsten Einspielergebnisse des Jahres, bekam sechs Oscar-Nominierungen und enthält legendäre Momente wie einen gekochten Hasen und Sätze wie <a href="https://youtu.be/wzbVn9Xx3YM" target="_blank" rel="noopener"><u>„I am not going to be ignored, Dan“</u></a>. Ich habe den Film viele Male gesehen (und genossen), aber er ist natürlich zutiefst sexistisch. Die Erotikthriller des 20. Jahrhunderts waren schmuddelig in jeder Hinsicht. Das war ein großer Teil ihrer Anziehungskraft. Gespräche über Sex, Gender und psychische Gesundheit haben sich im Laufe der Jahrzehnte und besonders mit MeToo verändert. Das erklärt weitgehend, warum die Serie <em>Fatal Attraction</em>, die nicht mit der Zeit gegangen ist, so eine Katastrophe ist.</p>
<p><iframe class="zeen-lazy-load-base zeen-lazy-load" title="YouTube video player" src="about:blank" data-lazy-src="https://www.youtube.com/embed/5D4XI66Vd3E" width="560" height="315" frameborder="0" allowfullscreen="allowfullscreen"></iframe><noscript><iframe title="YouTube video player" src="https://www.youtube.com/embed/5D4XI66Vd3E" width="560" height="315" frameborder="0" allowfullscreen="allowfullscreen"></iframe></noscript></p>
<p>Die achtteilige Neuauflage bietet jungianische Theorien und einen psychologischen Blick auf die Schurkin Alex Forrest, ist aber alles andere als eine feministische Neuinterpretation. Es ist immer noch, was es immer war: eine Geschichte über einen „guten“ Mann, der von einer „verrückten“ Frau ruiniert wird. Joshua Jackson und Lizzy Caplan sind gute Schauspieler, aber sie fangen nichts von der Erotik zwischen Michael Douglas und Glenn Close im Original ein.</p>
<p><em>Dead Ringers</em> bei Prime Video erreicht in sechs Stunden weniger als David Cronenbergs Kultklassiker aus dem Jahr 1988 in zwei Stunden schaffte. Der Film mit Jeremy Irons war eklig, provokant und faszinierend. Die Serie, in der die wunderbare Rachel Weisz eineiige Zwillinge und berühmte Gynäkologinnen spielt, wurde unnütz in die Länge gezogen. Dabei hilft auch die Optik des Prestigefernsehens nicht. Makelloser Farbglanz, der weit entfernt ist von David Cronenbergs klinischer Kühle.</p>
<p><iframe class="zeen-lazy-load-base zeen-lazy-load" title="YouTube video player" src="about:blank" data-lazy-src="https://www.youtube.com/embed/TrFmr2U-52o" width="560" height="315" frameborder="0" allowfullscreen="allowfullscreen"></iframe><noscript><iframe title="YouTube video player" src="https://www.youtube.com/embed/TrFmr2U-52o" width="560" height="315" frameborder="0" allowfullscreen="allowfullscreen"></iframe></noscript></p>
<p>Ein anderes algorithmisches Remake aus jüngster Zeit – mit Abstand das schlimmste von allen auf dieser Liste – ist <em>True Lies</em> (Disney+). Für das US-Fernsehen abgemildert, verpfuscht die Serie James Camerons 1994er Action-Comedy mit Arnold Schwarzenegger und Jamie Lee Curtis. Es gibt keine Spannung, keinen Sex und keine Lügen. Die Serie wurde abgesetzt, noch bevor die erste Staffel überhaupt ausgestrahlt worden war.</p>
<p>Um die Worte von Alex Forrest etwas abzuändern: Es handelt sich bei all diesen Serien um Remakes, die Sie gerne ignorieren dürfen. Sehen Sie sich lieber die Originale an.</p>
<p>&nbsp;</p>
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		<title>Wo ist all die Erotik hin?</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Marietta Steinhart]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 03 May 2022 18:00:12 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[<p>Ich liebe Erotik-Thriller. Auch wenn (zumeist männliche) Filmemacher früher mit einer lässigen Frauenfeindlichkeit – die heute einen Shitstorm im Internet entfachen würde – locker davon kamen: Das Genre bot oft einen interessanten Einblick in die Ängste der Gesellschaft. Obwohl Disclosure (1994) mit Demi Moore als Femme fatale als frauenfeindliche Gegenreaktion auf den Beginn einer liberalen Periode in der US-amerikanischen Politik und Geschäftswelt gesehen werden kann, funktioniert der Film mit Michael Douglas als sexuell belästigtem Angestellten auch anders, nämlich als egalitäre, [&#8230;]</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>Ich liebe Erotik-Thriller. Auch wenn (zumeist männliche) Filmemacher früher mit einer lässigen Frauenfeindlichkeit – die heute einen Shitstorm im Internet entfachen würde – locker davon kamen: Das Genre bot oft einen interessanten Einblick in die Ängste der Gesellschaft.</p>
<p>Obwohl <em>Disclosure</em> (1994) mit Demi Moore als Femme fatale als frauenfeindliche Gegenreaktion auf den Beginn einer liberalen Periode in der US-amerikanischen Politik und Geschäftswelt gesehen werden kann, funktioniert der Film mit Michael Douglas als sexuell belästigtem Angestellten auch anders, nämlich als egalitäre, feministische oder postfeministische Untersuchung der Machtdynamik zwischen den Geschlechtern. Gerade in den vergangenen Jahren mit #MeToo und #SheToo fühlte sich das relevant an.</p>
<p>Ich habe in den ersten, einsamen Tagen der Pandemie einen Deep Dive gemacht und mir jeden amerikanischen Erotik-Thriller angesehen, den ich erwischen konnte: <em>American Gigolo </em>(1980), <em>Color of Night </em>(1994), <em>The Postman Always Rings Twice </em>(1981), <em>Body Heat </em>(1981), <em>Dressed to Kill </em>(1980), <em>The Last Seduction </em>(1994), <em>Single White Female </em>(1992), <em>Sliver</em> (1993), <em>Body of Evidence </em>(1993), <em>Wild Things</em> (1998) und so weiter. Ich habe gesehen, wie Patricia Charbonneau sich in <em>Call Me</em> (1988) eine Orange zwischen die Schenkel steckt.</p>
<p><iframe class="zeen-lazy-load-base zeen-lazy-load" title="YouTube video player" src="about:blank" data-lazy-src="https://www.youtube.com/embed/WJfPgjR_czA" width="560" height="315" frameborder="0" allowfullscreen="allowfullscreen"></iframe><noscript><iframe title="YouTube video player" src="https://www.youtube.com/embed/WJfPgjR_czA" width="560" height="315" frameborder="0" allowfullscreen="allowfullscreen"></iframe></noscript></p>
<p>Es wurde also ziemlich steamy (irgendwie muss man so einen Lockdown ja überstehen). In der Blütezeit des erotischen Thrillers trieben es Michael Douglas und Glenn Close am Rand einer Küchenspüle und Sharon Stone schockierte ihre männlichen Verhörer mit ihren ungekreuzten Beinen, um zu enthüllen, dass sie keine Unterwäsche trug. <em>Fatal Attraction</em> (1987) und <em>Basic Instinct </em>(1992) sind beide mehrfach Oscar-nominierte, umsatzstarke Klassiker der Kategorie.</p>
<p>In den vergangenen zwanzig Jahren verschwand Sex immer mehr aus dem amerikanischen Mainstream-Kino, während kastrierte Superhelden praktisch jede Leinwand in jedem Multiplex übernehmen und Pornos im Internet florieren.</p>
<p>Die amerikanische Kultur ist gleichzeitig irgendwie puritanischer und vulgärer geworden. Wenn ein Europäer wie Lars von Trier <em>Nymphomaniac</em> (2013) ins Kino bringt, bleiben die Amerikaner:innen zu Hause. Nicht annähernd eine Million Dollar hat der Film in den USA eingespielt. Es traut sich heute auch keiner mehr in Hollywood (mit wenigen Ausnahmen), solche Filme zu machen, weil das Spielfeld der Sexualpolitik zu prekär ist. Kaum jemand will erforschen, wie Macht und Sex, Lust und Schmerz ineinander verstrickt sein können. Und dann ist die Grenze zwischen Kunst und Trash, zwischen Kunst und Porno, natürlich eine, die ständig im Flux ist. Das Tabu und der Spaß am erotischen Thriller war immer schon die schräge Sexualpolitik, aber es ist schwierig darüber zu sprechen, ohne Tabus zu brechen.</p>
<p><iframe class="zeen-lazy-load-base zeen-lazy-load" title="YouTube video player" src="about:blank" data-lazy-src="https://www.youtube.com/embed/Gdxzno5Xp2Y" width="560" height="315" frameborder="0" allowfullscreen="allowfullscreen"></iframe><noscript><iframe title="YouTube video player" src="https://www.youtube.com/embed/Gdxzno5Xp2Y" width="560" height="315" frameborder="0" allowfullscreen="allowfullscreen"></iframe></noscript></p>
<p>Wer das Gespräch über die alten Tage, als das Hollywood-Kino noch sexy war, fortsetzen möchte, sollte sich <em>You Must Remember This</em> anhören, einen <a href="https://podcasts.apple.com/us/podcast/you-must-remember-this/id858124601" target="_blank" rel="noopener">Hollywood-Podcast</a> der amerikanischen Filmkritikerin Karina Longworth, die tief in den Aufstieg, den Niedergang und das Nachleben von Sex und Erotik in Hollywood-Filmen eintaucht.</p>
<p>Meine eigene Faszination für Erotik-Thriller kann ich <em>auf Eyes Wide Shut</em> (1999) zurückführen; in der ersten, zwölfteiligen Staffel („Erotic 80s“) des genannten Podcasts geht es um Sex in Hollywoodfilmen in den zwanzig Jahren vor Stanley Kubricks letztem Film. Die erste Folge führt uns zurück zu einer Party in den 1960er Jahren, als Kubrick, fasziniert von einem Porno, der dort gezeigt wurde, sich offenbar eine Zukunft vorstellte, in der expliziter Sex in das Mainstream-Kino Hollywoods integriert werden könnte. „Wäre es nicht interessant“, soll Kubrick gesagt haben, „wenn das eines Tages jemand tun würde, der ein Künstler ist?“</p>
<p>Es ist leicht, erotische Thriller als sexistische Schmuddelfilme zu disqualifizieren – was sie nicht selten sind. Diese Filme lösten oft zurecht Kontroversen aus und viele von ihnen sind unfreiwillig lustig (I’m looking at you Madonna in <em>Body of Evidence</em>). Aber sie haben mehr zu bieten, als man auf den ersten Blick sieht. Abbey Bender <a href="https://www.nytimes.com/2022/03/29/magazine/erotic-thrillers-recommendation.html" target="_blank" rel="noopener">schreibt über ihre „Faszination“</a> für das Genre in der New York Times: „Der Erotik-Thriller wurde in der prosperierenden Reagan-Ära bekannt, die politisch konservativ, aber kulturell trashig war. Diese Filme erforschten diesen Widerspruch auf fruchtbare Weise und wurden in den Neunzigerjahren an den Kinokassen vergoldet. Sie destillierten die Exzesse und Ängste der Yuppie-Kultur zu psychosexuell chaotischen, aber stilisierten kommerziellen Produkten, bevor sie in der Luft verpufften.“</p>
<p><iframe class="zeen-lazy-load-base zeen-lazy-load" title="YouTube video player" src="about:blank" data-lazy-src="https://www.youtube.com/embed/1egx1MXQYAI" width="560" height="315" frameborder="0" allowfullscreen="allowfullscreen"></iframe><noscript><iframe title="YouTube video player" src="https://www.youtube.com/embed/1egx1MXQYAI" width="560" height="315" frameborder="0" allowfullscreen="allowfullscreen"></iframe></noscript></p>
<p>Eine Theorie ist, dass Sex nicht verpufft ist, sondern sich auf den kleinen Bildschirm verlagert hat: <em>The Voyeurs</em>, <em>The Undoing</em> und so weiter. <em>Fatal Attraction</em> und Paul Schraders <em>American Gigolo</em>, mit Jon Bernthal in der Rolle von Richard Gere, werden derzeit als Serien neu aufgelegt. Aber man kann die alte Formel nicht einfach auf einen Film aus dem Jahr 2022 klatschen. Ein „feministischer Spin“ soll dem Genre neues Leben einhauchen. Vulture hat dem Erotik-Thriller im April eine ganze Woche gewidmet. Die Tagline: „Make Hollywood horny again.” <a href="https://www.vulture.com/news/erotic-thriller/" target="_blank" rel="noopener">Es lohnt sich wirklich rein zu lesen</a>.</p>
<p>Einige Filmemacher:innen haben versucht, den Erotik-Thriller am Leben zu erhalten, darunter auch Pseudo-BDSM-Filme wie <em>Fifty Shades of Grey </em>oder die polnische Antwort darauf, <em>365 Dni</em>. Adrian Lyne, der Regisseur von Filmen wie <em>Flashdance</em> (1983), <em>Indecent Proposal</em> (1993) und <em>Fatal Attraction</em>, kehrte 2002 mit <em>Unfaithful</em> zurück. Der Film war ein kommerzieller Erfolg und brachte Diane Lane eine Oscar-Nominierung als beste Hauptdarstellerin. Im März veröffentlichte Lyne seinen ersten Film seit 20 Jahren: <em>Deep Water </em>(bei Amazon), ein Erotik-Thriller, der leider nicht sonderlich erotisch ist.</p>
<p>Man darf sich wünschen, dass das US-Kino wieder mutiger und wieder sinnlicher wird, aber das würde bedeuten, dass die Amerikaner:innen ihre dreckigsten Fantasien und ihre dunkelsten Ängste erforschen müssten.</p>
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