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		<title>Schmerzfreunde</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Benjamin Moldenhauer]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 07 Jan 2023 14:00:30 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[<p>„The Banshees of Inisherin“ von Martin McDonagh sieht wie Gott auf seine störrisch-toxischen Männerfiguren auf zwei kargen irischen Inseln. Wenn Liebesbeziehungen auseinandergehen, kann man sich ohne Weiteres im Kino informieren. Wie das aussieht, welches Verhalten, welche Probleme und Lösungen als adäquat, falsch oder komisch gelten, und überhaupt, welche kulturell eingefleischten Erzählmuster in so einem Fall vorliegen und abrufbar sind. Am besten schaut man sich einfach zum achten Mal Michael Gondrys Eternal Sunshine of the Spotless Mind an, da ist eigentlich [&#8230;]</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p><em>„The Banshees of Inisherin“ von Martin McDonagh sieht wie Gott auf seine störrisch-toxischen Männerfiguren auf zwei kargen irischen Inseln.</em></p>
<p>Wenn Liebesbeziehungen auseinandergehen, kann man sich ohne Weiteres im Kino informieren. Wie das aussieht, welches Verhalten, welche Probleme und Lösungen als adäquat, falsch oder komisch gelten, und überhaupt, welche kulturell eingefleischten Erzählmuster in so einem Fall vorliegen und abrufbar sind. Am besten schaut man sich einfach zum achten Mal Michael Gondrys <em>Eternal Sunshine of the Spotless Mind </em>an, da ist eigentlich alles drin.</p>
<p>Anders verhält es sich, wenn Freundschaften ihr Ende finden. Zu dem Thema gibt es nur wenige Filme. Vielleicht auch weil Freundschaften, anders als Liebesbeziehungen, meist nicht „zerbrechen“, wie man so sagt, sondern sich unspektakulär verlaufen. Der eine zieht woanders hin, oder man verliert vor Ort sukzessive das Interesse aneinander. Wenn Freundschaften aufhören, dann zumeist nicht definiert, sondern weil der eine oder auch beide sich irgendwann schlicht nicht mehr melden. Und wenn etwas einfach so aufhört, lässt sich das, so rein vom Motiv her, nicht sonderlich gut erzählen.</p>
<p>Michael McDonagh (<em>Brügge sehen&#8230; und sterben</em>, <em>Three Billboards Outside Ebbing, Missouri</em>) hat nun – in seinem ersten Film seit fünf Jahren – das Ende einer Freundschaft ins Zentrum gesetzt, die sich schon durch die klare Ansage vom gängigen Normalfall unterscheidet: In <em>The Banshees of Inisherin</em> teilt Colm Doherty (Brendan Gleeson) Pádraic Súilleabháin (Colin Farrell) mit, dass er nicht mehr mit ihm zu sprechen wünscht. Er sei nämlich langweilig. Der sozusagen Verlassene ist fassungslos, hält das Ganze für einen Aprilscherz und lässt auch dann nicht ab, als Colm droht, sich einen Finger abzuschneiden, wenn Pádraic ihn noch einmal anspricht und weiter belästigt.</p>
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<p>Im weiteren Verlauf eskaliert es dann mehr und mehr, vor der rohen, wunderschönen Kulisse der irischen Inseln Árainn und Acaill, die hier zur Insel Inisherin werden. Alles ist groß an diesen Bildern: die Klippen, die karge Landschaft, die sakrale Musik, die das Geschehen ins Existenzialistische drängelt. Colm hat so etwas wie eine Midlife Crisis, getrieben vor der Angst, dass er nichts hinterlassen wird, wenn er sich weiter das simple Pub-Gerede seines Freundes anhört. Er will der Welt als Komponist in Erinnerung bleiben. Die Andeutungen, dass er die Privatfehde nutzt, um sich abzulenken oder vor sich selbst zu verbergen, dass es mit dem eigenen Genie so weit dann auch nicht her ist, drängt sich sehr auf. Ein Violinist, der der Nachwelt wirklich über seine Musik erhalten bleiben will, säbelt sich bestimmt nicht die Finger ab.</p>
<p>Ob diese ganze Geschichte mit all ihrer drückend-kärglichen Depressivität, die immer wieder von einem vielleicht schon zynischen Humor durchbrochen wird, funktioniert, entscheidet sich hier mehr noch als sonst an der jeweiligen Zuschauerin und am jeweiligen Zuschauer. Mehr noch als sonst, weil sich die Mischung, die Michael McDonagh auffährt, aus mehreren Tonalitäten zusammensetzt. In das Komödiantische dieses Films grätscht immer wieder eine behauptete existenzielle Schwere, die Tragik des Geschehens wird immer wieder von Witzeleien perforiert und als Charakterstudie funktioniert das alles nur bedingt, weil die Figuren dafür bewusst zu klischiert sind. Den Eindruck, dass hier jemand von oben, aus der an einer zentralen Stelle dann auch wirklich von der Kamera eingenommenen Gottesperspektive auf seine Figuren schaut, kann man schlecht abwehren. Alle störrisch, toxisch und blöd, aber immer wieder lustig anzusehen. Das hat schon was von Hinterwäldler-Verarsche, was man beim ersten Sehen vielleicht nicht merkt, weil der Film sich selbst, so wirkt es, für unheimlich intelligent hält; und also für zu fein für simples Nach-unten-treten.</p>
<p><iframe class="zeen-lazy-load-base zeen-lazy-load" title="YouTube video player" src="about:blank" data-lazy-src="https://www.youtube.com/embed/uRu3zLOJN2c" width="560" height="315" frameborder="0" allowfullscreen="allowfullscreen"></iframe><noscript><iframe title="YouTube video player" src="https://www.youtube.com/embed/uRu3zLOJN2c" width="560" height="315" frameborder="0" allowfullscreen="allowfullscreen"></iframe></noscript></p>
<p>So wirkt auch <em>The Banshees of Inisherin </em>wie schon zuletzt <em>Three Billboards Outside Ebbing, Missouri </em>seltsam kühl (von McDonaghs misslungenen 7<em> Psychos </em>ganz zu schweigen). Und bei aller Bedeutsamkeit und Aufladung mit den ganz großen Themen (dass die schwachsinnige Fehde der beiden Sturköpfe sich irgendwie auch auf kriegerische Konflikte übertragen lassen soll, drängt einem <em>The Banshees of Inisherin </em>geradezu auf) ist das eben auch nicht plausibel erzählt. Die Volte, dass sich hier einer die Finger abhackt, um einen Kontaktabbruch zu erzwingen, funktioniert zum Beispiel weder als Metapher noch als Plotpoint besonders gut. Was an sich kein Problem wäre, würde der Film nicht in seiner Bild- und Klanggestaltung geradezu ununterbrochen ein Maximum an emotionaler Intensität behaupten.</p>
<p>Nach dem Ende von <em>The Banshees of Inisherin </em>bleibt der Eindruck, dass hier ein Film mehr behauptet, als er am Ende dann tatsächlich zu erzählen weiß. Was schade ist, wenn sich ein Filmemacher schon mal des schmerzhaften Themas annimmt, das ein Ende von Freundschaften eben auch bedeuten kann.</p>
<p>&nbsp;</p>
<div style="font-size: 12px; line-height: 1.9; background-color: #eaeae5; padding: 30px; color: #1e1e1e;"><p><strong>The Banshees of Inisherin</strong><br />
<strong>Irland/USA/UK 2022, Regie</strong> Martin McDonagh<br />
<strong>Mit</strong> Colin Farrell, Brendan Gleeson, Kerry Condon<br />
<strong>Laufzeit</strong> 114 Minuten</p>
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		<title>Passagiere der Nacht</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Benjamin Moldenhauer]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 05 Jan 2023 17:30:21 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[<p>Passagiere der Nacht, Todesfeen, Schweizer Unruh(e), krachlederne Macho-Action und der bezaubernde neue Film von Tizza Covi und Rainer Frimmel: Das Kinojahr beginnt mit einer herrlichen Mischung. Von Benjamin Moldenhauer und Roman Scheiber. Martin McDonaghs Brügge sehen&#8230; und sterben gehört zu den schönsten Filmen des Jahres 2008. Humor, existenzialistische Philosophie und sehr berührende Momente gingen hier eine sehr besondere Mischung ein. Der Nachfolger 7 Psychos war vier Jahre später dann eine Riesenenttäuschung – ungut überdreht, überambitioniert und überladen in jeder Hinsicht. [&#8230;]</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p><em>Passagiere der Nacht, Todesfeen, Schweizer Unruh(e), krachlederne Macho-Action und der bezaubernde neue Film von Tizza Covi und Rainer Frimmel: Das Kinojahr beginnt mit einer herrlichen Mischung. Von Benjamin Moldenhauer und Roman Scheiber.<br />
</em></p>
<p>Martin McDonaghs <em>Brügge sehen&#8230; und sterben </em>gehört zu den schönsten Filmen des Jahres 2008. Humor, existenzialistische Philosophie und sehr berührende Momente gingen hier eine sehr besondere Mischung ein. Der Nachfolger <em>7 Psychos </em>war vier Jahre später dann eine Riesenenttäuschung – ungut überdreht, überambitioniert und überladen in jeder Hinsicht. Die Möglichkeiten sind also nach allen Seiten offen. <strong><em>The Banshees Of Inisherin</em></strong>, McDonaghs neuer Film, bietet mit Colin Farrell und Brendan Gleeson das gleiche Schauspielerduo wie <em>In Bruges</em>, und das macht berechtigt Hoffnung: dass nämlich die Geschichte um zwei langjährige Freunde, von denen einer die Freundschaft aufkündigt, ähnlich in die Tiefe geht wie McDonaghs Debüt und sein sehr gelungener <em>Three Billboards Outside Ebbing, Missouri</em>. Unsere Kritik zum Film folgt.</p>
<p><strong><em> <iframe class="zeen-lazy-load-base zeen-lazy-load" title="YouTube video player" src="about:blank" data-lazy-src="https://www.youtube.com/embed/uRu3zLOJN2c" width="560" height="315" frameborder="0" allowfullscreen="allowfullscreen"></iframe><noscript><iframe title="YouTube video player" src="https://www.youtube.com/embed/uRu3zLOJN2c" width="560" height="315" frameborder="0" allowfullscreen="allowfullscreen"></iframe></noscript></em></strong></p>
<p><em>The Banshees Of Inisherin </em>spielt 1923, <strong><em>Unruh</em></strong> geht noch etwa ein halbes Jahrhundert weiter zurück. Der Schweizer Regisseur Cyril Schäublin hat in seinem zweiten Langfilm eine tatsächlich neue Weise entwickelt, von der Historie zu erzählen. In kontemplativen Bildern, in denen die Figuren eher am Rande stehen, entfaltet sich eine Momentaufnahme der Schweiz des späten 19. Jahrhunderts, als Anarchismus wie auch die nationalkonservative Bewegung an Fahrt aufnahmen. <a href="https://youtu.be/K4bdN-CRO00" target="_blank" rel="noopener">Hier</a> der Trailer, demnächst folgt ein Text zum bisherigen Werk von Cyril Schäublin.</p>
<p><strong><em>Passagiere der Nacht</em></strong> wiederum könnte einen ähnlichen Weg nehmen wie einst <em>Brügge sehen&#8230; und sterben</em>: ein kleiner Film, der sich über Mundpropaganda vom Geheimtipp zu einem Hit entwickelt. Zumindest wäre es ihm zu wünschen. Elisabeth (Charlotte Gainsbourg) wurde von ihrem Mann verlassen und sucht nach etwas, das sie am Laufen hält. Sie nimmt die obdachlose Talulah mit zu sich nach Hause, die sich in ihren Sohn Matthias (Quito Rayon Richter) verliebt. Regisseur Mikhaël Hers, hierzulande noch weitgehend unbekannt, ist ein melancholischer Film über Brüche und Trennungen gelungen, der an mindestens einer Stelle auf das Kino von Éric Rohmer verweist. Und das mit Recht. (<a href="https://www.perlentaucher.de/im-kino/filmkritik-zu-passagiere-der-nacht-von-mikhael-hers.html?nle_id=10776" target="_blank" rel="noopener">Hier</a> die Kritik des perlentaucher.)</p>
<p><iframe class="zeen-lazy-load-base zeen-lazy-load" title="YouTube video player" src="about:blank" data-lazy-src="https://www.youtube.com/embed/jU1bO0gxPiM" width="560" height="315" frameborder="0" allowfullscreen="allowfullscreen"></iframe><noscript><iframe title="YouTube video player" src="https://www.youtube.com/embed/jU1bO0gxPiM" width="560" height="315" frameborder="0" allowfullscreen="allowfullscreen"></iframe></noscript></p>
<p><strong><em>Operation Fortune </em></strong>ist dann alles andere als melancholisch. Die fünfte Zusammenarbeit von Regisseur Guy Ritchie und Jason Statham geht es gewohnt robust und krachledern an. Die Agentengeschichte wird vor allem getragen von einem sehr gut aufgelegten Cast (Josh Hartnett und Hugh Grant u.a.) und den gewohnt balletthaft choreografierten Actionszenen (<a href="https://youtu.be/qJ4N0OzEHXc" target="_blank" rel="noopener">hier</a> geht‘s zum Original-Trailer).</p>
<p>Tizza Covi und Rainer Frimmel sind ja nun wahrlich keine Unbekannten mehr in Südtirol und Österreich, wo sie herstammen. Nach einer ganzen Reihe wunderbarer Filme (<em>Aufzeichnungen aus der Unterwelt</em> z.B. erzählt in beredten Schwarzweißbildern vom Wien der 1960er Jahre und seinen Originalen) eröffneten sie die jüngste Viennale mit <strong><em>Vera</em></strong>, einem wie üblich zauberhaft an der Verwischgrenze zwischen Inszenierung und Wahrheit oszillierenden, berührenden Porträtjuwel. Im Zentrum: die Tochter der Italowesternlegende Giuiano Gemma. Ein filmfilter-Gespräch mit dem Regieduo finden Sie in unserem <a href="https://filmfilter.at/podcasts/">Podcast</a>. (rs)</p>
<p><iframe class="zeen-lazy-load-base zeen-lazy-load" title="YouTube video player" src="about:blank" data-lazy-src="https://www.youtube.com/embed/STs0-8Jdtiw" width="560" height="315" frameborder="0" allowfullscreen="allowfullscreen"></iframe><noscript><iframe title="YouTube video player" src="https://www.youtube.com/embed/STs0-8Jdtiw" width="560" height="315" frameborder="0" allowfullscreen="allowfullscreen"></iframe></noscript></p>
<p>Der Kinderfilm des Monats ist eine Neuverfilmung. <strong><em>Belle &amp; Sebastian – Ein Sommer voller Abenteuer </em></strong>beginnt die <em>Belle &amp; Sebastian</em>-Reihe von neuem. Zuletzt startete der Zyklus 2013, mit dem Film von Nicolas Vanier, der zwei Sequels nach sich zog. Der spielte zur Zeit des Zweiten Weltkrieges und ließ den Jungen Sebastian und die Hündin Belle gegen Nazis kämpfen. Die Neuverfilmung <em>Belle et Sébastien: Nouvelle génération</em> von Pierre Coré spielt in der Gegenwart, lebt aber wie die Vorgänger von beeindruckenden Naturaufnahmen und dem Zusammenspiel von Kinderfigur und Tierheldin.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p><em>Passagiere der Nacht, Todesfeen, Unruh(e), krachlederne Macho-Action und quasi ihr Gegenteil: Das Kinojahr beginnt ruppig.</em></p>
<p>Martin McDonaghs <em>Brügge sehen&#8230; und sterben </em>gehört zu den schönsten Filmen des Jahres 2008. Humor, existenzialistische Philosophie und sehr berührende Momente gingen hier eine sehr besondere Mischung ein. Der Nachfolger <em>7 Psychos </em>war vier Jahre später dann eine Riesenenttäuschung – ungut überdreht, überambitioniert und überladen in jeder Hinsicht. Die Möglichkeiten sind also nach allen Seiten offen. <strong><em>The Banshees Of Inisherin</em></strong>, McDonaghs neuer Film, bietet mit Colin Farrell und Brendan Gleeson das gleiche Schauspielerduo wie <em>In Bruges</em>, und das macht berechtigt Hoffnung: dass nämlich die Geschichte um zwei langjährige Freunde, von denen einer die Freundschaft aufkündigt, ähnlich in die Tiefe geht wie McDonaghs Debüt und sein sehr gelungener <em>Three Billboards Outside Ebbing, Missouri</em>. Unsere Kritik zum Film folgt.</p>
<p><strong><em> <iframe class="zeen-lazy-load-base zeen-lazy-load" title="YouTube video player" src="about:blank" data-lazy-src="https://www.youtube.com/embed/uRu3zLOJN2c" width="560" height="315" frameborder="0" allowfullscreen="allowfullscreen"></iframe><noscript><iframe title="YouTube video player" src="https://www.youtube.com/embed/uRu3zLOJN2c" width="560" height="315" frameborder="0" allowfullscreen="allowfullscreen"></iframe></noscript></em></strong></p>
<p><em>The Banshees Of Inisherin </em>spielt 1923, <strong><em>Unruh</em></strong> geht noch etwa ein halbes Jahrhundert weiter zurück. Der Schweizer Regisseur Cyril Schäublin hat in seinem zweiten Langfilm eine tatsächlich neue Weise entwickelt, von der Historie zu erzählen. In kontemplativen Bildern, in denen die Figuren eher am Rande stehen, entfaltet sich eine Momentaufnahme der Schweiz des späten 19. Jahrhunderts, als Anarchismus wie auch die nationalkonservative Bewegung an Fahrt aufnahmen. <a href="https://youtu.be/K4bdN-CRO00" target="_blank" rel="noopener">Hier</a> der Trailer, demnächst folgt ein Text zum bisherigen Werk von Cyril Schäublin.</p>
<p><strong><em>Passagiere der Nacht</em></strong> wiederum könnte einen ähnlichen Weg nehmen wie einst <em>Brügge sehen&#8230; und sterben</em>: ein kleiner Film, der sich über Mundpropaganda vom Geheimtipp zu einem Hit entwickelt. Zumindest wäre es ihm zu wünschen. Elisabeth (Charlotte Gainsbourg) wurde von ihrem Mann verlassen und sucht nach etwas, das sie am Laufen hält. Sie nimmt die obdachlose Talulah mit zu sich nach Hause, die sich in ihren Sohn Matthias (Quito Rayon Richter) verliebt. Regisseur Mikhaël Hers, hierzulande noch weitgehend unbekannt, ist ein melancholischer Film über Brüche und Trennungen gelungen, der an mindestens einer Stelle auf das Kino von Éric Rohmer verweist. Und das mit Recht. (<a href="https://www.perlentaucher.de/im-kino/filmkritik-zu-passagiere-der-nacht-von-mikhael-hers.html?nle_id=10776" target="_blank" rel="noopener">Hier</a> die Kritik des perlentaucher.)</p>
<p><iframe class="zeen-lazy-load-base zeen-lazy-load" title="YouTube video player" src="about:blank" data-lazy-src="https://www.youtube.com/embed/jU1bO0gxPiM" width="560" height="315" frameborder="0" allowfullscreen="allowfullscreen"></iframe><noscript><iframe title="YouTube video player" src="https://www.youtube.com/embed/jU1bO0gxPiM" width="560" height="315" frameborder="0" allowfullscreen="allowfullscreen"></iframe></noscript></p>
<p><strong><em>Operation Fortune </em></strong>ist dann alles andere als melancholisch. Die fünfte Zusammenarbeit von Regisseur Guy Ritchie und Jason Statham geht es gewohnt robust und krachledern an. Die Agentengeschichte wird vor allem getragen von einem sehr gut aufgelegten Cast (Josh Hartnett und Hugh Grant u.a.) und den gewohnt balletthaft choreografierten Actionszenen (<a href="https://youtu.be/qJ4N0OzEHXc" target="_blank" rel="noopener">hier</a> geht‘s zum Original-Trailer).</p>
<p>Ein weniger traditionelles Männerbild findet man in dem britischen Film<strong><em> Seitenspiel</em></strong>, dem abendfüllenden Regiedebüt des VFX-Künstlers Matt Carter. Darin verlieben sich zwei Männer ineinander und müssen mit dieser Liebe in einem der ungebrochen homophoben sozialen Settings umgehen – dem Mannschaftsport. Allerdings ist die Rugby-Mannschaft in <em>Seitenspiel </em>schon ein bisschen weiter, und der Film handelt nicht zuallererst von den Konflikten, die zwischen den „Normalen“ und den angeblich Abweichenden entstehen. Sondern ist vor allem ein Beziehungsdrama. Unter Männern.</p>
<p><iframe class="zeen-lazy-load-base zeen-lazy-load" title="YouTube video player" src="about:blank" data-lazy-src="https://www.youtube.com/embed/CpM8_mpUsRQ" width="560" height="315" frameborder="0" allowfullscreen="allowfullscreen"></iframe><noscript><iframe title="YouTube video player" src="https://www.youtube.com/embed/CpM8_mpUsRQ" width="560" height="315" frameborder="0" allowfullscreen="allowfullscreen"></iframe></noscript></p>
<p>Der Kinderfilm des Monats ist eine Neuverfilmung. <strong><em>Belle &amp; Sebastian – Ein Sommer voller Abenteuer </em></strong>beginnt die <em>Belle &amp; Sebastian</em>-Reihe von neuem. Zuletzt startete der Zyklus 2013, mit dem Film von Nicolas Vanier, der zwei Sequels nach sich zog. Der spielte zur Zeit des Zweiten Weltkrieges und ließ den Jungen Sebastian und die Hündin Belle gegen Nazis kämpfen. Die Neuverfilmung <em>Belle et Sébastien: Nouvelle génération</em> von Pierre Coré spielt in der Gegenwart, lebt aber wie die Vorgänger von beeindruckenden Naturaufnahmen und dem Zusammenspiel von Kinderfigur und Tierheldin.</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://filmfilter.at/kinovorschau/passagiere-der-nacht/">Passagiere der Nacht</a> erschien zuerst auf <a href="https://filmfilter.at">filmfilter</a>.</p>
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