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		<title>Sport im Film</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Jennifer Borrmann]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 15 May 2024 09:45:55 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[<p>Oberhausen 2024: Die 70. Internationalen Kurzfilmtage richteten heuer den Blick auf ihre eigene Geschichte. Material und Medium, aber auch Wahrnehmungen und Repräsentationen standen im Fokus – sowohl in der Sektion Thema, als auch in mehreren österreichischen Filmbeiträgen. Manchmal ist die Realität der Welt, in der wir leben, so schockierend, dass das filmische Verhandeln der Wirklichkeit im Jetzt nicht möglich ist und erst später retrospektiv filmisch analysiert werden kann. Das Kino kann in solchen Fällen in die Zukunft und ins möglicherweise [&#8230;]</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p><em>Oberhausen 2024: Die 70. </em><em>Internationalen Kurzfilmtage richteten heuer den Blick auf ihre eigene Geschichte. Material und Medium, aber auch Wahrnehmungen und Repräsentationen standen im Fokus – sowohl in der Sektion Thema, als auch in mehreren österreichischen Filmbeiträgen.</em></p>
<p>Manchmal ist die Realität der Welt, in der wir leben, so schockierend, dass das filmische Verhandeln der Wirklichkeit im Jetzt nicht möglich ist und erst später retrospektiv filmisch analysiert werden kann. Das Kino kann in solchen Fällen in die Zukunft und ins möglicherweise Irreale gehen – Science Fiction und Superheld:innen filmisch verhandeln. Es kann aber auch in die Vergangenheit blicken, um Geschichte aufzuarbeiten und Film auch als historische Quelle zu nutzen und zu diskutieren.</p>
<p>Die Oberhausener Kurzfilmtage 2024 hatten spürbar weniger Publikum als im vergangenen Jahr (hauptsächlich ein Resultat der Solidaritätsbekundung mit Israel durch Festivalleiter Lars Henrik Gass und dem daraus resultierenden Boykottaufruf gegen das Festival) und setzten ihren thematischen Fokus auf ihr eigenes Archiv. Sie verhandelten inhaltlich und auf das filmische Medium bezogen ihre eigene Historie und Materialgeschichte allgemein: Mehrere Programmpunkte, wie das diesjährige Thema der Kurzfilmtage „Sport im Film“, das Programm „Re-Selected“ – die letzte Ausgabe dieser von Tobias Hering programmierten Sektion auf den Kurzfilmtagen –, Profile wie Abraham Ravett oder „Übersehene Filme“ und sogar das Verleihprogramm des österreichischen „sixpackfilm“ setzten komplett, teilweise oder zumindest in Anlehnung auf bzw. an das Analoge.</p>
<p>„Sport im Film“ ist eine Entdeckungsreise der Sportfilmtage Oberhausen, die zwischen 1968 und 1977 während der Hochzeit des Kalten Krieges alle zwei Jahre stattfanden. Fünf Programme beschäftigten sich u.a. mit stereotypisierten (Körper-)Bildern von Frauen und Männern im Sport-Film, mit verschiedenen Disziplinen oder Sport als sozialem Faktor. Sichtbar wird hier, wie Sport vom Publikum wahrgenommen wird; wie er im Kino und vor allem im Fernsehen immer von Medien gestaltet und instrumentalisiert und damit mitbestimmt wurde, wie wir Medienkonsumentinnen die Athleten und den Sport an sich, aber auch die Randständigen wie Stadionbesucherinnen oder Fans wahrnehmen.</p>
<figure id="attachment_11428" aria-describedby="caption-attachment-11428" style="width: 550px" class="wp-caption alignnone"><img data-recalc-dims="1" fetchpriority="high" decoding="async" src="https://i0.wp.com/filmfilter.at/wp-content/uploads/2024/05/oberhausen2024_maedeltaenze.jpeg?resize=550%2C309&#038;ssl=1" class="zeen-lazy-load-base zeen-lazy-load wp-image-11428" data-lazy-src="https://filmfilter.at/wp-content/uploads/2024/05/oberhausen2024_maedeltaenze-300x169.jpeg" alt="oberhausen 2024, mädeltänze" width="550" height="309" /><figcaption id="caption-attachment-11428" class="wp-caption-text"><noscript><img data-recalc-dims="1" decoding="async" class="wp-image-11428" src="https://i0.wp.com/filmfilter.at/wp-content/uploads/2024/05/oberhausen2024_maedeltaenze.jpeg?resize=550%2C309&#038;ssl=1" alt="oberhausen 2024, mädeltänze" width="550" height="309" srcset="https://i0.wp.com/filmfilter.at/wp-content/uploads/2024/05/oberhausen2024_maedeltaenze.jpeg?resize=300%2C169&amp;ssl=1 300w, https://i0.wp.com/filmfilter.at/wp-content/uploads/2024/05/oberhausen2024_maedeltaenze.jpeg?resize=1024%2C576&amp;ssl=1 1024w, https://i0.wp.com/filmfilter.at/wp-content/uploads/2024/05/oberhausen2024_maedeltaenze.jpeg?resize=770%2C433&amp;ssl=1 770w, https://i0.wp.com/filmfilter.at/wp-content/uploads/2024/05/oberhausen2024_maedeltaenze.jpeg?resize=500%2C281&amp;ssl=1 500w, https://i0.wp.com/filmfilter.at/wp-content/uploads/2024/05/oberhausen2024_maedeltaenze.jpeg?resize=293%2C165&amp;ssl=1 293w, https://i0.wp.com/filmfilter.at/wp-content/uploads/2024/05/oberhausen2024_maedeltaenze.jpeg?resize=390%2C219&amp;ssl=1 390w, https://i0.wp.com/filmfilter.at/wp-content/uploads/2024/05/oberhausen2024_maedeltaenze.jpeg?w=1200&amp;ssl=1 1200w" sizes="(max-width: 550px) 100vw, 550px" /></noscript> Gymnastische Bewegungsspiele und Mädeltänze, 1944</figcaption></figure>
<p>Die Aufforderung, den Blick zu schärfen, war bereits dem Festival-Trailer inhärent: Er beginnt mit mahnenden Worten für Filmvorführer („Please focus the projector“) und lenkt damit den Blick auf das analoge Medium und eine fast archaisch anmutende Vorführtechnik, die auf den meisten Festivals nicht mehr zur Hauptaufgabe der Vorführerinnen, noch zu den Seh- und Erfahrungsgewohnheiten des Publikums gehört. In diesem Jahr gab es in Oberhausen viele wunderschöne, verschrammte und zum Teil rotstichige 16mm- und 35mm-Kopien zu sehen: Die Kopie als Original wurde gefeiert.</p>
<p>Auch die österreichischen Beiträge in der Sektion „Distributors“ (sixpackfilm) und im „Internationalen Wettbewerb“ von Oberhausen beschäftigten sich u.a. mit analogem Material wie Fotos, Super-8-Aufnahmen und sogar Kunstdrucken. Zum Teil wurde analog gedreht, zum Teil wurde auch das analoge Drehen oder Projizieren selbst (digital) aufgenommen. <em>Avec la 4e Division Marocaine de Montagne</em> (Ö, 2024) von Stefania Smolkina setzte Fotos und Drucke in Szene und kombinierte sie eindrücklich mit zum Teil originalen Interviewtönen. <em>abstechen</em> (Ö, 2023) von Angelika Reitzner erschuf mit körnigen Super8-Aufnahmen eine Kombination aus Familiengeschichte und eine filmische Kritik über nachhaltiges Schlachten. Drei Filme über, von oder mit Friedl vom Gröller sind Künstlerinnenporträts, die die Künstlerin, aber auch das Medium und die Technik inszenieren: <em>Friedl</em> (Ö, 2023) von Christiana Perschon, <em>Ich will nicht gefilmt werden, sondern selber filmen</em> (Ö, 2023) und <em>Palmer</em> (Ö, 2023), beide von Friedl vom Gröller. Auch hier ist – vielleicht subtiler und leiser – Künstlerin und porträtierter Mensch Idol und Heldin.</p>
<figure id="attachment_11429" aria-describedby="caption-attachment-11429" style="width: 550px" class="wp-caption alignnone"><img data-recalc-dims="1" decoding="async" src="https://i0.wp.com/filmfilter.at/wp-content/uploads/2024/05/V23friedl02.jpg?resize=550%2C309&#038;ssl=1" class="zeen-lazy-load-base zeen-lazy-load wp-image-11429" data-lazy-src="https://filmfilter.at/wp-content/uploads/2024/05/V23friedl02-300x169.jpg" alt="Gröller, Perschon, Friedl, 2023" width="550" height="309" /><figcaption id="caption-attachment-11429" class="wp-caption-text"><noscript><img data-recalc-dims="1" decoding="async" class="wp-image-11429" src="https://i0.wp.com/filmfilter.at/wp-content/uploads/2024/05/V23friedl02.jpg?resize=550%2C309&#038;ssl=1" alt="Gröller, Perschon, Friedl, 2023" width="550" height="309" srcset="https://i0.wp.com/filmfilter.at/wp-content/uploads/2024/05/V23friedl02.jpg?resize=300%2C169&amp;ssl=1 300w, https://i0.wp.com/filmfilter.at/wp-content/uploads/2024/05/V23friedl02.jpg?resize=1024%2C576&amp;ssl=1 1024w, https://i0.wp.com/filmfilter.at/wp-content/uploads/2024/05/V23friedl02.jpg?resize=770%2C433&amp;ssl=1 770w, https://i0.wp.com/filmfilter.at/wp-content/uploads/2024/05/V23friedl02.jpg?resize=500%2C281&amp;ssl=1 500w, https://i0.wp.com/filmfilter.at/wp-content/uploads/2024/05/V23friedl02.jpg?resize=293%2C165&amp;ssl=1 293w, https://i0.wp.com/filmfilter.at/wp-content/uploads/2024/05/V23friedl02.jpg?resize=390%2C219&amp;ssl=1 390w, https://i0.wp.com/filmfilter.at/wp-content/uploads/2024/05/V23friedl02.jpg?w=1272&amp;ssl=1 1272w" sizes="(max-width: 550px) 100vw, 550px" /></noscript> Friedl, 2023, Christiana Perschon</figcaption></figure>
<p>Im von Dietrich Leder kuratierten Thema wurden in erster Linie Lehrfilme, Sportberichterstattung, Trainings-Filme und dokumentarische Filme über eben solche Idole und Helden gezeigt. Einige der schönsten Sportlerinnenporträts, weil persönlich und einfühlsam inszeniert, waren: <em>Autobus Z Napisem ‚Koniec‘</em> von Mariusz Walter (PL, 1971), <em>Die große Ekstase des Bildschnitzers Steiner</em> (BRD, 1974) von Werner Herzog oder <em>The Flashettes</em> (USA, 1977) von Bonnie L. Friedman. Hier wurden auch Antihelden heroisiert und sympathisch porträtiert. Antiheldin meint hier: Es sind nicht unbedingt die sportlichen Gewinnertypen im Fokus, sondern Sportlerinnen, die ihre Disziplin wegen dieser selbst ausüben, nicht der Preise oder Werbeverträge wegen, oder denen es zuvörderst um den Teamgeist geht. So war es fast nicht verwunderlich, dass das Publikum im Kino wie bei einer Liveübertragung noch vor Ende des Films von Mariusz Walter klatschte: Weil nämlich der dänische Radfahrer auf der Friedensfahrt, der praktisch die gesamte Filmlänge über direkt vor dem Besenwagen am Schluss der Gruppe gefahren war, endlich das Stadion und damit das Ziel erreicht hat. Die Dynamik des Mitfieberns hatte sich auf den ganzen Kinosaal übertragen. So aber auch die Angst um den Schweizer Walter Steiner, dessen Skiflüge so weit waren, dass die Gefahr einer großen Verletzung und die wunderschön komponierten Zeitlupenaufnahmen Werner Herzogs für ständige Anspannung im Kino sorgten.</p>
<p>Was bleibt am Ende? Im Postheroismus gehen uns Helden verloren, so der Politologe Herfried Münkler. Der Sport sei eine der letzten Instanzen, in der Helden produziert würden. Der Film und das Kino, das hat die Filmauswahl von Oberhausen gezeigt, aber eben auch in großem Maß. Seien es subtile Systemkritiken ungarischer Filmschaffender oder Porträts kleiner und großer Heldinnen im Sport, der wie ein Kinoerlebnis Menschen in Massen gemeinsam fokussieren lassen kann. Positiv konnotierte und klar zuordenbare Helden sind momentan vielleicht wichtiger denn je. Allerdings müssen auch hier die Narrative, die dazu formuliert werden, jeweils immer kritisch hinterfragt werden. Wer inszeniert was und für wen, wann und in welcher Form und Absicht, sind Fragen, die unsere Kritik der bewegten Bilder stets begleiten sollte. In dieser Hinsicht war der retrospektive Blick ins Archiv eine wichtige Erinnerung an diese Aspekte.</p>
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		<title>Subversive Spiel-Maschinen</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Jennifer Borrmann]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 05 May 2023 13:45:34 +0000</pubDate>
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										<content:encoded><![CDATA[<p><em>„Machinima“: Einer der Schwerpunkte der diesjährigen Kurzfilmtage Oberhausen beschäftigte sich mit Filmen, die Videospielmechaniken weiterdrehen. Durchaus mit Österreichbezug. Gastautorin Jennifer Borrmann hat sich das für den filmfilter angesehen.</em></p>
<p>Die österreichische selbsternannte „pseudomarxistische Medienguerilla“-Gruppe <em>Total Refusal </em>zog in der Sektion Thema „Against Gravity. The Art of Machinima“ die Zuschauer:innen direkt in das Jetzt und auf die Metaebenen der Spiele hinein. Nämlich in das – so schien es – für das Gros des Fachpublikums komplett fremde Filmfeld des Machinima (ein Kofferwort, das sich aus machine, animation und cinema zusammensetzt). Da ist viel Raum für Kreativität. Machinima, so die Kuratoren Dmitry Frolov und Vladimir Nadein, sei die Kunstform, die Videospiele verwendet, um Filme in einer virtuellen Echtzeit-3D-Umgebung zu machen. Der Titel ist inspiriert von Experimentalfilmemacher Phil Solomon, der auch mit Stan Brakhage zusammengearbeitet hat. Solomon wechselte gegen Ende seiner Schaffenszeit immer mehr zu Machinima. Bereits in den 1990er Jahren begann er, solche Orte im Spiel zu suchen, zu betrachten, zu inszenieren, die vordergründig nur Nebenschauplätze im Spiel darstellen.</p>
<p>In diesem Sinne nahmen auch <em>Total Refusal</em> und der Künstler Ismaël Joffroy Chandoutis <a href="https://totalrefusal.com/home/everyday-daylight" target="_blank" rel="noopener">in ihrem interaktiven Startprogramm</a> die Zuschauer:innen mit nach Los Santos, der digitalen Stadt aus dem Spiel Grand Theft Auto V (GTA V). Nicht, um zu spielen, sondern um die Welt und ihre Gegebenheiten, ihre Rückbezüge zur Realität, ihre Avatare, die hyperreale Beschaffenheit des Spiels oder seine NPCs (non-playable characters, also nicht spielbare Figuren) zu kommentieren. Nicht distanziert akademisch, sondern kritisch, aber durchaus mit einer Zuneigung zu Spiel und Gamern. Und dabei immer mit der Aufforderung, das Spiel zu unterwandern, es auch zweckzuentfremden, Fragen zu stellen: Welche Konzepte „leben“ uns die Spiele vor oder spiegeln sie wieder? Spiele beinhalten immer auch Elemente aus der Realität und sind vor allem da kritisch zu hinterfragen. Die Programme und Diskussionen haben aber deutlich aufgezeigt, dass ein Spiel auch selbst in der Wirklichkeit zitiert wird. Es ist plötzlich mehr als eine Reproduktion, ist eigener Referenzboden. So nebensächlich die NPCs im Spiel sind und unablässig unnütze Handlungen ausüben – so wird das Akronym im echten Leben plötzlich für reale Menschen verwendet, in Game-Kategorien gepresst.</p>
<p><strong>Nebenschauplätze</strong></p>
<p>Viele der scheinbaren Nebenschauplätze und ihre NPCs waren die heimlichen Hauptschauplätze der Kurzfilmtage: Safe Spaces (<em>Tracing Utopia, </em>Catarina de Sousa und Nick Tyson, USA, 2021), Räume, in denen niemand mehr ist (<em>Prelude</em>, Eginhartz Kantner, AT 2022, <em>gewesen sein wird / will have been</em>, Sasha Pirker, AT 2022 ), Arbeitsräume, in denen die Schaffensperiode vorüber ist (<em>Bildwerden</em>, Christiana Perschon, AT 2022) oder Privaträume, in denen ein Sex-Blind-Date stattfindet <em>(Blind Date 2.0, </em>Jan Soldat, AT 2022) oder ein Sex-Date durch die Zigarette als Signifikant nur angedeutet wird (<em>TOM &amp; TOM, </em>Dietmar Brehm, AT 2023), unscheinbare Gemeinschaftseinrichtungen (<em>Return Belong Prosper, </em>Katie Davies, UK 2023), leere Hotelflure (<em>Garten Sprengen</em>, Veronika Eberhart, AT 2022) und mysteriöse leere Straßen in Videospielen (<em>Marlowe Drive, </em>Ekiem Barbier, Guilhem Causse, Quentin L&#8217;helgoualc&#8217;h, F, 2017) und das Nichts an der Grenze des programmierten Spiels.</p>
<figure id="attachment_10322" aria-describedby="caption-attachment-10322" style="width: 550px" class="wp-caption alignnone"><img data-recalc-dims="1" decoding="async" src="https://i0.wp.com/filmfilter.at/wp-content/uploads/2023/05/thegrannies_3-marie-foulston.jpg?resize=550%2C309&#038;ssl=1" class="zeen-lazy-load-base zeen-lazy-load wp-image-10322" data-lazy-src="https://filmfilter.at/wp-content/uploads/2023/05/thegrannies_3-marie-foulston-300x169.jpg" alt="Foulston, The Grannies, Red Dead Redemption" width="550" height="309" /><figcaption id="caption-attachment-10322" class="wp-caption-text"><noscript><img data-recalc-dims="1" decoding="async" class="wp-image-10322" src="https://i0.wp.com/filmfilter.at/wp-content/uploads/2023/05/thegrannies_3-marie-foulston.jpg?resize=550%2C309&#038;ssl=1" alt="Foulston, The Grannies, Red Dead Redemption" width="550" height="309" srcset="https://i0.wp.com/filmfilter.at/wp-content/uploads/2023/05/thegrannies_3-marie-foulston.jpg?resize=300%2C169&amp;ssl=1 300w, https://i0.wp.com/filmfilter.at/wp-content/uploads/2023/05/thegrannies_3-marie-foulston.jpg?resize=1024%2C576&amp;ssl=1 1024w, https://i0.wp.com/filmfilter.at/wp-content/uploads/2023/05/thegrannies_3-marie-foulston.jpg?resize=770%2C433&amp;ssl=1 770w, https://i0.wp.com/filmfilter.at/wp-content/uploads/2023/05/thegrannies_3-marie-foulston.jpg?resize=1536%2C864&amp;ssl=1 1536w, https://i0.wp.com/filmfilter.at/wp-content/uploads/2023/05/thegrannies_3-marie-foulston.jpg?resize=500%2C281&amp;ssl=1 500w, https://i0.wp.com/filmfilter.at/wp-content/uploads/2023/05/thegrannies_3-marie-foulston.jpg?resize=293%2C165&amp;ssl=1 293w, https://i0.wp.com/filmfilter.at/wp-content/uploads/2023/05/thegrannies_3-marie-foulston.jpg?resize=1400%2C788&amp;ssl=1 1400w, https://i0.wp.com/filmfilter.at/wp-content/uploads/2023/05/thegrannies_3-marie-foulston.jpg?resize=390%2C219&amp;ssl=1 390w, https://i0.wp.com/filmfilter.at/wp-content/uploads/2023/05/thegrannies_3-marie-foulston.jpg?resize=1320%2C743&amp;ssl=1 1320w, https://i0.wp.com/filmfilter.at/wp-content/uploads/2023/05/thegrannies_3-marie-foulston.jpg?w=1920&amp;ssl=1 1920w" sizes="(max-width: 550px) 100vw, 550px" /></noscript> The Grannies, 2019, Marie Foulston © Marie Foulston</figcaption></figure>
<p>Marie Foulstons <em>The Grannies </em>(Australien, 2019) rückt einen dieser Nebenschauplätze in den Fokus: das Nichts, aber im gegenteiligen Sinne Michael Endes. Das Nichts ist plötzlich Nährboden für Forschung, für ungewohnte, vielleicht unbequeme Grenzüberschreitungen, die aber immer auch Neues bringen. Die Spieler:innen gehen über Grenzen im Spiel, lassen ihre Figuren auf die Leere ein, die hinter dem gerade noch digital konstruierten Hügel im Spiel beginnt. Danach folgt die digitale Wüste, in der jeder Schritt, jede Handlung unvorhersehbare Konsequenzen, aber auch spielerische, künstlerische und programmiertechnische Neuerungen bringen kann: Es ist die Entdeckung des digitalen Weltalls.</p>
<p><strong>Filmgeschichte</strong></p>
<p>Auch cinephile weniger Game-versierte Zuschauer:innen wurden am Ende abgeholt, als die Kuratoren fünf Machinima-Remakes von Klassikern zeigten, wie <em>The Bowl/La Jatte</em> von Luca Miranda (2019, Italien) der Chris Markers <em>La Jetee</em> zitiert; <em>Rotterdam Tower</em> von Clint Enns (Kanada, 2010), im GTA-V-Stil, ist inspiriert von Andy Warhols 8-Stunden-Ausdauertest <em>Empire</em>. <em>Siding of the Afternoon </em>von Gina Hara (Canada, 2021) zitiert mit Minecraft Maya Derens <em>Meshes of the Afternoon</em>. Oder <em>Porcile</em> von Sid Yandkovka (USA/Schweiz, 2023) verweist mit Unreal Engine auf Pier Paolo Pasolinis <em>Der Schweinestall</em>. Der subversivste unter diesen Filmen ist vielleicht <em>Marlowe Drive </em>(Frankreich, 2017) von Ekiem Barbier, Guilhem Causse und Quentin L&#8217;helgoualc&#8217;h. Er ist inspiriert von <em>Mulholland Drive </em>von David Lynch und nimmt Zuschauer:innen in GTA V mit auf eine entlarvende Interviewreise mit anderen Spielern – ganz im Sinne Phil Solomons.</p>
<p><strong>Annäherungsprozesse und Utopie</strong></p>
<p>Das Thema Machinima webte sich bis in die Wettbewerbe hinein, erweiterte sich inhaltlich und filmkünstlerisch aber freier weiter. Filme wie <em>Tracing Utopia </em>von Catarina de Sousa und Nick Tyson (USA, 2021) über die Wünsche und Vorstellungen queerer Teens, oder <em>Return Belong Prosper </em>über Kriegsveteranen von Katie Davies (UK 2023) machten deutlich, wie wichtig das Gespräch ist über das Verhältnis von erfahrener Wirklichkeit und einer safe space, einem sicheren Bereich, sei es im digitalen Minecraft-Raum oder im analog gemalten Bilderraum. Gerne hätte man die beiden Menschengruppen, so unterschiedlich sie anmuteten, in einem gemeinsamen Gespräch erlebt. Beide mit einem sensibel-kritischen Blick auf eine positive Zukunft in einer <em>belonging</em> Gemeinschaft.</p>
<p><em>Untitled </em>von Sweatmother (UK, 2022) hält in fester Kadrage einen Dialog zwischen einem Trans-Menschen am PC, den wir nur von hinten sehen, und einer digitalen, weiblich gelesenen Figur auf dem Computer-Bildschirm &#8211; die wie Alicia Silverstone in <em>Clueless </em>daher kommt. Der Film kann als Fortführung der Gespräche der Generation Q aus <em>Tracing Utopia </em>gesehen werden, wenn es von der utopischen Vision einer gendergerechten Zukunft nun ganz ernst zu den praktischen Umständen einer Transition geht. Der ca. acht Minuten lange Dialog über Ängste und Befürchtungen in Bezug auf  Körper-/Genderzuschreibungen und Lesarten endet im gelassenen Fazit der digitalen Stimme: „Deine Beschreibung eines Körpers ist nicht weniger fabriziert und hergestellt als meine.“ Er hat den Ersten Preis der Jury des Ministeriums für Kultur und Wissenschaft des Landes Nordrhein-Westfalen gewonnen.</p>
<figure id="attachment_10324" aria-describedby="caption-attachment-10324" style="width: 550px" class="wp-caption alignnone"><img data-recalc-dims="1" decoding="async" src="https://i0.wp.com/filmfilter.at/wp-content/uploads/2023/05/End-time-and-the-trajectories-of-ancestors.jpg?resize=550%2C307&#038;ssl=1" class="zeen-lazy-load-base zeen-lazy-load wp-image-10324" data-lazy-src="https://filmfilter.at/wp-content/uploads/2023/05/End-time-and-the-trajectories-of-ancestors-300x168.jpg" alt="Yun-Ting Lo, End Time Ancestors" width="550" height="307" /><figcaption id="caption-attachment-10324" class="wp-caption-text"><noscript><img data-recalc-dims="1" decoding="async" class="wp-image-10324" src="https://i0.wp.com/filmfilter.at/wp-content/uploads/2023/05/End-time-and-the-trajectories-of-ancestors.jpg?resize=550%2C307&#038;ssl=1" alt="Yun-Ting Lo, End Time Ancestors" width="550" height="307" srcset="https://i0.wp.com/filmfilter.at/wp-content/uploads/2023/05/End-time-and-the-trajectories-of-ancestors.jpg?resize=300%2C168&amp;ssl=1 300w, https://i0.wp.com/filmfilter.at/wp-content/uploads/2023/05/End-time-and-the-trajectories-of-ancestors.jpg?resize=770%2C430&amp;ssl=1 770w, https://i0.wp.com/filmfilter.at/wp-content/uploads/2023/05/End-time-and-the-trajectories-of-ancestors.jpg?resize=500%2C279&amp;ssl=1 500w, https://i0.wp.com/filmfilter.at/wp-content/uploads/2023/05/End-time-and-the-trajectories-of-ancestors.jpg?resize=293%2C164&amp;ssl=1 293w, https://i0.wp.com/filmfilter.at/wp-content/uploads/2023/05/End-time-and-the-trajectories-of-ancestors.jpg?resize=390%2C218&amp;ssl=1 390w, https://i0.wp.com/filmfilter.at/wp-content/uploads/2023/05/End-time-and-the-trajectories-of-ancestors.jpg?w=800&amp;ssl=1 800w" sizes="(max-width: 550px) 100vw, 550px" /></noscript> End Time and the Trajectories of Ancestors, 2021 © Edwin Yun-Ting Lo</figcaption></figure>
<p>Die Wunschvorstellung nach und die kritische Hinterfragung des Jetztzustands auf dem Weg in eine gerechtere und vorurteilsfreiere Welt war auch österreichischen Beiträgen des Wettbewerbs inhärent. <em>C-TV (When I tell you I like you)</em> von Eva Egermann und Cordula Thym (AT 2023), lief Ende März bereits auf der Diagonale in Graz, gewann dort den Preis in der Kategorie Innovatives Kino. Die Filmemacherinnen legen in ihrem campy TV-Studio-Set ihren Blick auf Perspektiven sogenannter Randgruppen: Menschen, die in Bezug auf Körper, Bildung oder Sprache marginalisiert werden. Ein quietschbunter Aufruf für eine bessere Welt. Auch Jan Soldats deutsch-österreichischer Film <em>Blind Date 2.0</em> (AT 2022), der in Oberhausen seine Erstaufführung feierte, will im Grunde mehr Respekt. Respekt vor dem Gegenüber, sei es der Filmemacher zu seinem Protagonisten Paul oder dieser gegenüber seinem Blind-Sex-Date. Ein sensibler Aufruf für die Einvernehmlichkeit der normalsten Sache der Welt.</p>
<p><strong>Die Ästhetik des Schwarms</strong></p>
<p>Im besten Falle ist so ein Festival mit kurzen Filmen wie ein langes Wochenende mit einer großen Zeitung: Es gibt den Wirtschaftsteil, Politik, Kultur, Literatur, Musik, Wissenschaft etc. Dabei finden sich Teaser, Statements, Essays, Dokumentarisches usw. Die Kurzfilmtage zeigten das außergewöhnliche Potential, Impulse zu setzen und Inspiration zu geben, wie es ein Langfilmfestival kaum zu schaffen vermag. In diesem Jahr standen viele Filme im Programm, die eigentlich für private Bildschirme gedacht sind. Diese Filme haben sich weniger vom Kino emanzipiert, eher bahnen sie sich langsam, aber stetig den Weg in eine größere Öffentlichkeit. Auch in diesem Sinne war es wichtig, den Nebenschauplatz Machinima auf einen Hauptschauplatz zu bringen: ins Kino. Machinima ist in erster Linie aus dem Spaß und dem Teilen eigener Entwicklungen der Gaming-Community entstanden. Eine private, demokratische und gemeinschaftliche Kunstform – wenn Zugang zu Netz und Community besteht – die auf Schwarmintelligenz einer kritischen Interessensgemeinschaft beruht. Das ist am Ende ästhetisch-kritische Cinephilie, wie wir sie uns wünschen. Auch eine schöne Utopie.</p>
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<h6>Internationale Kurzfilmtage Oberhausen, 26. April bis 1. Mai 2023</h6>
<h6>„Forget what you have seen“</h6>
<h6><a href="https://www.kurzfilmtage.de/de/presse/detail/thema-2023-against-gravity/" target="_blank" rel="noopener">Against Gravity. The Art of Machinima</a></h6>
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<p>Der Beitrag <a href="https://filmfilter.at/themen/features/subversive-spiel-maschinen/">Subversive Spiel-Maschinen</a> erschien zuerst auf <a href="https://filmfilter.at">filmfilter</a>.</p>
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